Zu viel Tourismus schadet Minderheiten
Olympia ist in Cortina d’Ampezzo (ladinisch Anpezo) allgegenwärtig: Überall hängen Fahnen und Werbung mit Bezug auf die Winterspiele 2026, und auf einer Terrasse unweit des Zentrums stehen mannshohe Olympische Ringe, vor denen Touristen aus aller Welt posieren, mit der atemberaubenden Bergwelt der Tofane im Hintergrund, an deren Hängen die Damen im Februar um die Medaillen in den alpinen Ski-Wettbewerben kämpfen werden. Wer dann am Pistenrand steht oder die Rennen vor dem Bildschirm verfolgt, wird in allen möglichen Sprachen über das Geschehen informiert werden – aber nicht in Ladinisch, obwohl Ampezzo in Ladinien liegt. Wie ist das möglich?

