Haftstrafe
Sardinien protestiert gegen Mafia-Gefängnisse
Die Urlaubsinsel Sardinien will nicht zur italienischen Strafkolonie werden und protestiert gegen das Vorhaben der Regierung in Rom, drei Hochsicherheitsanstalten für Mafiosi einzurichten. Insgesamt sollen laut dem Plan der Regierung rund 750 Gefangene auf Sardinien untergebracht werden, die wegen schwerer Verbrechen dem strengsten Haftregime unterzogen sind.
A22: Verurteilten Straftäter bei Verkehrskontrolle angehalten und verhaftet
Bislang verlief die Fahndung nach dem verurteilten Straftäter erfolglos, nun forschte ihn die Trientner Verkehrspolizei jedoch durch Zufall aus. Bei einer Routinekontrolle auf der Brennerautobahn (A22) wurde der Mann, der zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und zwei Monaten verurteilt wurde, angehalten – und anschließend ins Gefängnis gebracht.
Bolsonaro wird wegen chronischen Schluckaufs operiert
Der an und für sich wegen eines Putschversuchs inhaftierte brasilianische Ex-Präsident Jair Bolsonaro ist wegen chronischen Schluckaufs am Zwerchfell operiert worden. Der Eingriff sei gut verlaufen, sagte der behandelnde Arzt, Mateus Saldanha, am Samstag vor Journalisten. Am Montag solle eine zweiten Stelle am Zwerchfellnerv behandelt werden, um die Beschwerden zu lindern. Bolsonaro war erst am Donnerstag an der Leiste operiert worden und kam dazu aus dem Gefängnis frei.
Gericht prüft Fußfessel für französischen Ex-Präsidenten Sarkozy
Das Pariser Berufungsgericht hat am Montag die Verhandlung über eine vorzeitige Freilassung des seit knapp drei Wochen inhaftierten, französischen Ex-Präsidenten Nicolas Sarkozy begonnen. Die Staatsanwaltschaft forderte dabei eine Freilassung unter Auflagen. Mit einer Entscheidung wird am frühen Nachmittag gerechnet. Es ist denkbar, dass Sarkozys Haftstrafe in das Tragen einer elektronischen Fußfessel umgewandelt wird und er noch am selben Tag das Gefängnis verlassen kann.
Mehr als 30 Tote bei Gewalt in ecuadorianischen Gefängnis
Nach einem Tag mit gewalttätigen Zusammenstößen in einem Gefängnis in Ecuador haben die Behörden insgesamt 31 Tote vermeldet. Bei bewaffneten Auseinandersetzungen in der Nacht auf Sonntag wurden zunächst vier Menschen getötet, wie die Gefängnisverwaltung des südamerikanischen Landes mitteilte. Sonntagnachmittag seien dann 27 Insassen der Haftanstalt tot aufgefunden worden. Diese seien erstickt, die genaueren Umstände würden ermittelt.
Lebensgefahr: Notoperation für Karl-Heinz Grasser
Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser befindet sich nach einer Notoperation am Weg der Besserung. Beim 56-Jährigen, der in der BUWOG-Affäre rechtskräftig zu vier Jahren Haft verurteilt wurde und der seine Strafe derzeit in der Justizanstalt (JA) Innsbruck verbüßt, trat plötzlich ein gesundheitliches Problem auf, das rasches notfallmedizinisches Handeln erforderlich machte. Grassers langjähriger Rechtsvertreter Manfred Ainedter bestätigte entsprechende APA-Informationen.
Großbritannien: Sexualstraftäter sollen chemisch kastriert werden
Großbritannien erwägt den Einsatz von Medikamenten, um Sexualstraftäter durch Unterdrückung ihres Sexualtriebs vor weiteren Übergriffen abzuhalten. In 20 Gefängnissen solle ein Pilotprojekt ausgerollt werden, kündigte Justizministerin Shabana Mahmood der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge an. Sie prüfe auch, ob es möglich sei, den Ansatz verbindlich zu machen.
Suche nach Geflohenen nach Gefängnisausbruch in den USA
Nach dem Ausbruch aus einem Gefängnis in der US-Großstadt New Orleans sind 7 Männer weiter auf der Flucht. 3 wurden Medienberichten zufolge inzwischen gefasst. Man gehe davon aus, dass sie bewaffnet und gefährlich seien, teilten die Behörden mit. Die Geflohenen waren laut Behörden unter anderem wegen schwerer Gewalttaten angeklagt und wurden teils auch schon verurteilt.
Zivildiener als Kurier für Insassen? Verdacht im Innsbrucker Gefängnis
Ein Zivildiener soll als Kurier für Insassen der Justizanstalt Innsbruck fungiert haben und ihnen unter anderem ein Mobiltelefon beschafft habe – der junge Mann hat laut einem Bericht der „Kronen Zeitung“ mittlerweile seinen Dienstplatz verloren.
Einbruch, Diebstahl, bewaffneter Raub: Auf über vier Jahre Haft folgt Ausweisung
Eine lange „Karriere“ als Krimineller geht zu Ende: So wurde der 23-jährige Marokkaner B. C. kürzlich von der Fahndungsabteilung der Bozner Quästur ausgeforscht und ins Gefängnis gebracht – er soll Einbrüche sowie bewaffnete Raubüberfälle begangen und darüber hinaus über seine Herkunft gelogen haben, um internationalen Schutzstatus zu genießen.
Flüchtiger Gambier in Bozen gestellt – Auf 7,5 Jahre Haft folgt Abschiebung
Passanten meldeten einer Polizeistreife in Bozen kürzlich einen verdächtigen Gambier: Bei einer Kontrolle stellte sich heraus, dass ein Haftbefehl gegen ihn vorlag – wegen Drogendelikten und Raub. Der Flüchtige wurde ins Bozner Gefängnis gebracht, wo er die nächsten 7,5 Jahre absitzen muss. Bei seiner Entlassung soll er schließlich in sein Heimatland abgeschoben werden.
Nach Terror-Vorwurf in Bozen verurteilt: Tauziehen um Auslieferung
Gerade hat er in Großbritannien eine 6-jährige Haftstrafe abgebüßt, jetzt soll er in Italien für weitere 9 Jahre hinter Gitter: Doch Hamasalih Wahab Awar (Irak), der in Bozen im Terror-Prozess gegen Mullah Krekar zu 9 Jahren Haft verurteilt worden ist, erhebt gegen die Auslieferung Einspruch.
Unfall-Lenker von Luttach: Haftstrafe ist rechtskräftig
Zu 7 Jahren Haft wurde Stefan Lechner – der Unfall-Lenker von Luttach – heuer im März im verkürzten Verfahren verurteilt. Da er keine Berufung eingelegt hat, wurde dem jungen Ehrenburger im Sinne der Cartabia-Reform eine Senkung des Strafmaßes 5 Jahre und 10 Monate Haft zugestanden. Damit ist das Urteil rechtskräftig, Lechner muss die Strafe antreten.
Drogenpaket im Körperinneren versteckt: Nigerianer muss nun Haftstrafe antreten
Er hatte im März 2023 50 Gramm Rauschgift in seinem Körperinneren transportiert: In der Folge wurde er wegen Drogenbesitz mit Verkaufsabsicht zu über 2 Jahren Haft verurteilt. Dank der Kontrolltätigkeit der Polizei muss der 44-jährige Nigerianer die Haftstrafe nun antreten. Und bei seiner Entlassung im April 2027 soll er auch noch abgeschoben werden.
Prof. Helfer: „Die Haftstrafe verspricht nur selten eine Besserung“
Die klassische Gefängnisstrafe führt nicht zwangsweise zur Umerziehung des Täters. „Statistiken belegen, dass die Rückfallzahlen nach einem Täter-Opfer-Ausgleich sinken,“ weiß Margareth Helfer, Strafrechtsprofessorin am Institut für Italienisches Recht der Uni Innsbruck und Organisatorin der Tagung „Opferorientierte Justiz und Wiedergutmachung“.
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