Handelspolitik
EU und Australien einigen sich auf Freihandelsabkommen
Die Europäische Union und Australien haben nach rund acht Jahren die Verhandlungen über ein umfassendes Freihandelsabkommen abgeschlossen. Das teilten Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Premierminister Anthony Albanese in der australischen Hauptstadt Canberra mit. Beide stellten außerdem auch eine neue Sicherheits- und Verteidigungspartnerschaft vor. Mit dem Abkommen sollen Zölle und Handelshemmnisse abgebaut werden, um die Wirtschaft aller Partner anzukurbeln.
Mercosur-Handelsabkommen tritt mit 1. Mai vorläufig in Kraft
Am Montag ist in Brüssel der letzte Schritt für eine vorläufige Anwendung des EU-Mercosur-Abkommens gesetzt worden, zu der es damit ab 1. Mai kommt. Es soll die sofortige Abschaffung bzw. Absenkung vieler Zölle auf bestimmte Produkte und planbare Regeln für Handel und Investitionen bringen. Die EU-Kommission übermittelte dahingehend den Mercosur-Staaten die vorläufige Anwendungsurkunde für das Interims-Handelsabkommen (iTA) zwischen der Union und den Mercosur-Ländern.
EU warnt Trump vor neuen Sonderzöllen
Die EU warnt US-Präsident Donald Trump vor neuen Sonderzöllen auf die Einfuhr von Industrieprodukten aus Europa. Man erwarte, dass sich die USA vollständig an den im vergangenen Sommer geschlossenen Zolldeal halten, sagte ein Sprecher der Europäischen Kommission in Brüssel. Auf jeden Verstoß gegen die Verpflichtungen aus dem Abkommen werde man „entschlossen und verhältnismäßig“ reagieren.
EU-Kommission will Mercosur vorläufig anwenden
Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den südamerikanischen Mercosur-Staaten wird trotz einer noch ausstehenden Überprüfung durch den Europäischen Gerichtshof in Kürze angewendet. Das kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Freitag in Brüssel an.
Freihandel: Was der EU–Indien-Deal für Südtirol bedeutet
Die EU und Indien haben sich nach fast 20 Jahren Verhandlung am Dienstag auf ein Freihandelsabkommen geeinigt. Aus geopolitischer Sicht ist die neue Partnerschaft enorm wichtig. Doch was sieht das Abkommen konkret vor und welche Auswirkungen hat es auf Südtirol?
Nach Trumps Zoll-Drohung: Zückt die EU ihre schärfste „Waffe“?
Der Ton zwischen Washington und Brüssel wird wieder rauer. US-Präsident Donald Trump droht europäischen Staaten mit Strafzöllen, sollte Dänemark einem Verkauf Grönlands nicht zustimmen. In der Europäischen Union wächst der Widerstand gegen diese Form politischen Drucks – und mit ihm die Bereitschaft, ein bislang nie eingesetztes Machtinstrument aus der Schublade zu holen: das Anti-Coercion-Instrument, kurz ACI.
Trump kündigt Zölle gegen mehrere NATO-Staaten an
US-Präsident Donald Trump will unter Verweis auf den Grönland-Konflikt neue Zölle gegen acht europäische NATO-Länder verhängen. Die gestaffelten Zölle sollen so lange gelten, bis ein Abkommen über den vollständigen Kauf der Arktisinsel erzielt werde, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social am Samstag. Ab dem 1. Februar sollen Strafzölle in Höhe von 10 Prozent gelten, ab dem 1. Juni Zölle in Höhe von 25 Prozent - auf alle Waren, die in die USA gesendet werden.
Welthandel bleibt trotz geopolitischer Turbulenzen robust
Der Welthandel bleibt laut dem „Global Trade Report 2026“ der Boston Consulting Group (BCG) trotz zunehmender Fragmentierung auf Wachstumskurs. Auch angesichts der geopolitischen Spannungen und Turbulenzen sei der Welthandel „erstaunlich resilient geblieben“, sagte der Co-Autor des Berichts, Nikolaus Lang, im Gespräch mit der APA. Das BCG-Modell erwartet bis 2034 im moderaten Szenario ein Wachstum des globalen Handels von rund 2,5 Prozent pro Jahr.
Chinas Exportkontrollen belasten EU-Firmen
Europäische Firmen suchen wegen der Auswirkungen von Chinas Exportkontrollen nach Wegen, betroffene Waren außerhalb der Volksrepublik zu beziehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Handelskammer der EU in China. Demnach planen 32 Prozent, Güter von anderen Märkten zu beziehen. 36 Prozent gaben an, eine Zusammenarbeit mit Zulieferern vorzuhaben, um außerhalb Chinas Kapazitäten dafür aufzubauen.
USA dürften Frist für TikTok-Verkauf erneut verlängern
US-Präsident Donald Trump wird die Frist für den Verkauf von TikTok wohl ein viertes Mal verlängern. Dies sagte ein Insider der Nachrichtenagentur Reuters in der Nacht zu Montag. Der Zeitrahmen, innerhalb dessen sich der chinesische Konzern ByteDance vom US-Geschäft der populären Videoplattform trennen muss, läuft bisher bis zum 17. September. Andernfalls wird der Dienst in den USA verboten.
Start verschoben: US-Zölle treten erst ab 7. August in Kraft
Die neuen US-Zölle für Importe aus dem Ausland treten laut einem US-Regierungsbeamten erst am 7. August in Kraft, nicht bereits an diesem Freitag. Er bestätigte der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstagabend (Ortszeit) weiter, dass dies auch für den Zollsatz von 15 Prozent auf Einfuhren aus der EU gelte. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump ein Dekret zu den neuen Zollbestimmungen unterzeichnet.
Merz, Macron, Starmer und Tusk gemeinsam in Kiew
Die Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens und Polens planen ein historisches Zeichen der Solidarität mit der Ukraine. Samstagfrüh wollen Friedrich Merz, Emmanuel Macron, Keir Starmer und Donald Tusk gemeinsam Kiew besuchen, teilten die Regierungen am Freitagabend mit. Das Quartett unterstützt die Friedensbemühungen der US-Regierung unter Präsident Donald Trump und fordert eine 30-tägige Waffenruhe.
Trump will Gratisfahrt für US-Schiffe durch Panamakanal
US-Präsident Donald Trump fordert die kostenlose Durchfahrt amerikanischer Schiffe durch den Panama- und den Suezkanal. Dies müsse sowohl für militärische als auch kommerzielle Schiffe gelten, schrieb der Republikaner auf seinem Online-Sprachrohr Truth Social. „Diese Kanäle würden ohne die Vereinigten Staaten von Amerika nicht existieren.“ Er habe seinen Außenminister Marco Rubio gebeten, sich umgehend um diese Angelegenheit zu kümmern.
Trumps Zoll-Irrsinn: „Es wird nur Verlierer geben“
Das Zollgespenst wird Realität: US-Präsident Donald Trump scheint seinen Masterplan radikal durchzuziehen. Was das für Unternehmen und Verbraucher in Europa und Südtirol bedeuten könnte – ein Interview mit Gottfried Tappeiner, Professor für Volkswirtschaft an der Universität Innsbruck.
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