Hausärzte
Hausärzte nutzen Beiträge für medizinische Geräte kaum
Nur sieben Haus- und Kinderärzte in Südtirol haben in den ersten zehn Monaten 2025 um die Gewährung einer Förderung für den Ankauf von Diagnosegeräten wie etwa EKG angesucht – insgesamt sind mickrige 3.750 Euro an Beiträgen gewährt worden. Dabei stellt das Land eine Million Euro pro Jahr dafür bereit.
Die Grippewelle rollt bereits an – Experten warnen vor verändertem Virus
Die Grippe ist im Anmarsch – und diesmal besonders früh, berichten Hausärzte in Südtirol. Experten in Deutschland warnen davor, dass die Grippesaison heuer besonders schwer verlaufen könnte mit häufigeren Lungenentzündungen, weil der Virusstamm H3N2 (mit der Subklade K) besonders die unteren Atemwege infiziere.
Dr. Faltner: „So will niemand mehr Hausarzt werden“
Die geplante Einführung von Gemeinschaftshäusern gefährdet nach Ansicht der Wipptaler Hausärztin Dr. Barbara Faltner das Fundament der hausärztlichen Versorgung. Im Gespräch erklärt sie, warum Südtirols Hausärzte in großer Sorge sind, was die Zentralisierung der Medizin für Patienten bedeutet – und weshalb der Beruf für junge Ärztinnen und Ärzte immer unattraktiver wird.
Hausärzte im Wipptal schlagen Alarm
Alarm unter den Hausärzten im Wipptal: Die geplanten Veränderungen durch den Sanitätsbetrieb, die Einführung von Gemeinschaftshäusern und die damit verbundene Abwertung des Hausarztberufes würden die Grundlagen des Berufs gefährden. Ein Gastkommentar der Wipptaler Hausärztin Dr. Esther Niederwieser.
Snami-Hausärzte wollen Kehrtwende
167 Südtiroler Hausärzte haben sich gestern laut Auskunft des Sanitätsbetriebes am Streik beteiligt. Insgesamt gibt es in Südtirol derzeit 301 Hausärzte, 158 davon sind bei der Hausärztegewerkschaft Snami eingeschrieben, die italienweit zum Streik aufgerufen hatte. Damit lag die Streikbeteiligung über deren Mitgliederzahl (rechtlich möglich).
Hier gibt es künftig neue Hausärzte
Hausärztinnen und Hausärzte sind die erste Anlaufstelle bei Gesundheitsfragen. Am 4. Juni fand die Stellenwahl für den sogenannten „Einzigen Stellenplan der Allgemeinmedizin“ statt. Neun Ärztinnen und Ärzte haben sich für eine der ausgeschriebenen Stellen entschieden.
Hausarzt ohne fertige Ausbildung: „Sind zutiefst beunruhigt“
Eine Hausarztpraxis übernehmen ohne Erfahrung bzw. abgeschlossene spezifische Ausbildung? Das Gesundheitsministerium hat dies im vergangenen Jahr festgeschrieben – und auch in Südtirol kommen nun die ersten Nachwuchsärzte zum erzwungenen Handkuss, ob sie wollen oder nicht; sehr zum Leidwesen der hiesigen Hausärztegewerkschaften.
Allgemeinmedizin im Hintertreffen
In Sachen gleichwertige Facharztausbildung für Allgemeinmedizin geht es rückwärts statt vorwärts, und über die künftige Art der Erwerbstätigkeit der Hausärzte – angestellt, freiberuflich, konventioniert – herrscht aktuell große Unsicherheit. Den Nachwuchs schreckt das ab, ist sich Dr. Adolf Engl sicher. „Ein großes Problem, wird der doch händeringend gesucht.“
Gesund leben statt unnötiger Tests
Wer gesund alt werden will, tut gut daran vorzusorgen. Die wichtigste Prävention hat dabei jeder selbst in der Hand, indem er einen gesunden Lebensstil pflegt. „Gesunde werden nicht gesünder, wenn sie jede erdenkliche Untersuchung machen oder unzählige Laborwerte erheben lassen“, sagt die Hausärztin Dr. Astrid Marsoner. Eine Lanze für die Krebsvorsorge bricht der Primar für Chirurgie, Prof. Dr. Dr. Guido Schumacher. Einige Untersuchungen haben aber ihre Tücken.
Ärzte machen mobil gegen IKIS-Blackout
„Programm IKIS nicht gefunden“ – seit gestern bekommen Südtirols Hausärzte, die bis dato mit diesem Krankenhausinformationssystem arbeiten konnten, statt einem Zugang diese Meldung. Wie von Landesrat Dr. Hubert Messner angekündigt, wurde der Zugang mit 1. September gesperrt. Doch die Hausärzte der Gewerkschaft SNAMI geben sich noch nicht geschlagen.
IKIS-Streit: „Protestaktionen hoffentlich vom Tisch“
Die Ärztegewerkschaft FIMMG distanziert sich vom Verhalten der Kollegen der SNAMI in Sachen IKIS-Abschaltung: „IKIS verstößt gegen die Privacy. Ich verstehe nicht, wie eine Gewerkschaft sich da für die Beibehaltung aussprechen kann“, wundert sich FIMMG-Vertreter Dr. Domenico Bossio.
IKIS-Streit: Regierungskommissär will vermitteln
In 3 Wochen soll für die Hausärzte im Puster-, Eisack- und Wipptal das interne Krankheitsinformationssystem (IKIS) gesperrt werden. Sofern nicht ein von Regierungskommissär Vito Cusumano angebotener Vermittlungsversuch zwischen Assessorat, Sanitätsbetrieb und Hausärztegewerkschaft zu einem anderen Ergebnis kommt.
IKIS wird abgestellt: Hausärzte und Patienten wehren sich
Am 1. September soll das Informatiksystem IKIS abgestellt und von der EGA, der elektronischen Gesundheitsakte, ersetzt werden. So zumindest wurde es den Hausärzten kürzlich per E-Mail mitgeteilt. Weil die EGA aber noch nicht so ausgereift sei, um das bisher gut funktionierende IKIS zu ersetzen, regt sich bei den Hausärzten – und auch den Patienten – Widerstand.
Wo wir den Notstand riskieren und was die Nachbarn besser machen
Eine konkrete Entlastung der Hausärzte in Südtirol, damit diese mehr Zeit für die Patienten haben, und Gemeinschaftspraxen mit mehreren Hausärzten statt den 10 geplanten Gesundheitshäusern, die „Paläste in der Wüste sein werden“, fordert Dr. Domenico Bossio, Hausarzt in Lana und Vertreter der Ärztegewerkschaft Fimmg, von Land. Der Mediziner kritisiert, dass sich die Landesregierung bei diesen und anderen Problemen weg ducke.
Hausärzte: „Haben keine Verhandlungen abgebrochen“
„Wie kann man denn Verhandlungen abbrechen, die noch gar nicht begonnen haben?“: Dr. Domenico Bossio (FIMMG) schäumt vor Wut nach den Aussagen von Landesrat Dr. Hubert Messner. Auf die Kritik der Ärztegewerkschaft FIMMG zu den fehlenden Vertragsverhandlungen hatte er geantwortet, die Gewerkschaften hätten diese abgebrochen.
Hausärzte wettern: „Mit leerem Säckl nicht zur Hochzeit“
In den Reihen der Hausärzte brodelt es. „So kann es nicht weitergehen“, wettert Dr. Domenico Bossio von der Ärztegewerkschaft FIMMG. Die Verhandlungen zum lokalen Zusatzvertrag stockten, die Finanzmittel reichten hinten und vorne nicht, geplant werde, ohne die Gewerkschaften einzubeziehen: Das sind nur einige der Kritikpunkte, die das Blut der Ärzte in Wallung bringen. „Wir brauchen dringend ein Treffen mit dem Landesrat“, fordert Dr. Bossio – und kündigt notfalls Protestmaßnahmen an.
Hausärzte: „Mit dem Beitrag allein ist es nicht getan“
Auf die Hausärzte wird vermehrt gesetzt, wenn es um die Entlastung der Krankenhäuser geht. Dr. Astrid Marsoner ist Hausärztin in Niederdorf und Vertreterin der Hausärztegewerkschaft SNAMI im Pustertal. Im Gespräch erklärt sie, ob das gelingen kann und was dafür notwendig ist.
Hausärzte: Nein zu noch mehr Arbeit
Wenn künftig die Krankenhäuser in Südtirol entlastet und dafür die Hausärzte Mehrarbeit leisten sollen, so ist dies für Hausarzt Dr. Eugen Sleiter der völlig falsche Weg. Ein Hausarzt in Südtirol habe allein in seiner Praxis durchschnittlich 9800 Zugänge von Patienten pro Jahr; Hausbesuche, Altenheimbesuche, Impfungen, Telefon- und Mailkontakte seien da noch gar nicht mitgerechnet.
Hausärzte bangen um ihr Patienten-Informationssystem IKIS
Die Haus- und Kinderärzte im Pustertal sowie im Wipp- und Eisacktal fürchten um ihr seit über 13 Jahren bestens funktionierendes Patienten-Informationssystem IKIS, welches von der elektronischen Gesundheitsakte EGA ersetzt werden soll. Diesen Wechsel kann Dr. Astrid Marsoner, Vertreterin der Hausärztegewerkschaft SNAMI für das Pustertal, nicht verstehen: Die Suche im EGA-Programm sei zeitaufwendiger und die Befunde unvollständiger.
„Müssen Hausarztberuf attraktiver machen“
Eine wohnortnahe medizinische Versorgung ist für die Attraktivität des ländlichen Raumes von größter Bedeutung. Doch wegen des demografischen Wandels und der Pensionierungen von Hausärztinnen und Hausärzten in den nächsten Jahren ist die zukünftige medizinische Versorgung nicht mehr garantiert. Welche Maßnahmen es braucht, um dem Hausärztemangel entgegenzuwirken, war Thema eines Webinars der Plattform Land.
Neue Hausärzte für Südtirol: Das sind die 10 Absolventen
Südtirol krankt seit vielen Jahren an einem Mangel an Ärztinnen und Ärzten für Allgemeinmedizin. Derzeit sind fast 80 Stellen vakant. „Umso erfreulicher ist es, wenn Medizinerinnen und Mediziner die Ausbildung in Allgemeinmedizin in Bozen absolvieren, um danach die schöne und wichtige Aufgabe einer hausärztlichen Tätigkeit zu übernehmen“, freut sich Dr. Adolf Engl, Präsident des Instituts für Allgemeinmedizin und Public Health Bozen. Gestern wurden 10 Absolventen der Südtiroler Ausbildung in Allgemeinmedizin die Diplome überreicht.
Diagnose eines Hausarztes: Wie unsere Spitäler entlastet werden können
Stärkung der Allgemeinmedizin und der Basiskinderärzte sowie der Ausbau der integrierten Hausbetreuung – damit will Südtirol seine Krankenhäuser und das öffentliche Gesundheitswesen entlasten. Das sieht ein Planungsdokument der Landesregierung vor. Wird hier an der richtigen Stelle angesetzt, kann diese „Behandlung“ wirken? Diese Fragen stellen wir dem Grödner Hausarzt und Vertreter der Hausärztegewerkschaft SNAIM Dr. Simon Kostner.
Ärztemangel in Südtirol: Wenig Lust auf Job als Hausarzt
Mit 288 Hausärzten hat Südtirol derzeit so viele Basismediziner wie noch nie, aber dennoch zu wenig. Schon jetzt fehlen landesweit 80 Hausärzte. Dabei hätten laut einer Studie des Institutes für Allgemeinmedizin 40 Prozent der Medizinstudenten Interesse an der Allgemeinmedizin. Das effektive Interesse am Job als Hausarzt ist dann allerdings deutlich geringer.
Hochpustertal – Zahlreiche Bürger und Bürgerinnen ohne Vertrauensarzt
Nach fristgerechter Kündigung hat Dr. Cristina Diana am 10. Juni ihre Tätigkeit als Hausärztin im Gesundheitssprengel Hochpustertal beendet. Seither sind im Hochpustertal viele Bürger, die sie gewählt hatten, ohne Vertrauensarzt. Ohne Vertrauensarzt zu sein, stellt viele Bürgerinnen und Bürger vor große Probleme. + von Ruth Passler
Lage spitzt sich auch in Südtirol zu- Was tun gegen Hausärztemangel?
Ein Phänomen, das schon seit längerem aus den ländlichen Gebieten Deutschlands bekannt ist, zeigt sich auch seit einigen Jahren in Südtirol: Die Suche nach Hausärzten gestaltet sich in der Peripherie als herausfordernd. s+ hat darüber mit Christine Zelger, Direktorin des Gesundheitsbezirks Brixen, gesprochen. + von Margit Piok
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