Irak
Nach iranischem Drohnenangriff : Italien zieht Soldaten aus Irak-Mission ab
Nach dem Drohnenangriff auf die italienische Militärbasis Camp Singara zieht Italien einen Teil seiner Soldaten aus dem Irak zurück. Nach Angaben von Verteidigungsminister Guido Crosetto wurden bereits 102 Soldaten nach Italien zurückgebracht, etwa 40 weitere nach Jordanien verlegt. Crosetto sagte laut Medienangaben, der Angriff sei gezielt erfolgt, da es sich um eine NATO-Basis handle, auf der auch US-Truppen stationiert sind.
Kurdische Kämpfer im Irak melden iranische Angriffe
Am siebenten Tag des Iran-Krieges hat der Iran nach kurdischen Angaben erneut Stellungen der iranisch-kurdischen Opposition im Nordirak angegriffen. „Unsere Stellungen werden vom iranischen Feind angegriffen“, sagte ein Vertreter der Demokratischen Partei Iranisch-Kurdistans (PDKI) am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. „Nach einem Angriff heute Morgen wurden unsere Stützpunkte vor 20 Minuten erneut mit sechs Drohnen attackiert“, führte er aus. Der Angriff dauere an.
Parlament im Irak scheitert erneut bei Präsidentenwahl
Im Irak ist ein neuer Anlauf zur Wahl eines Staatschefs im Parlament gescheitert. Die für den heutigen Sonntag geplante Sitzung sei erneut verschoben worden, hieß es aus Kreisen des Medienbüros im Parlament. Die kurdischen Blöcke konnten sich demnach nicht einigen, welchen Kandidaten sie für das Amt nominieren. Weil deshalb viele Abgeordnete nicht zur Sitzung erschienen, war das Parlament nicht beschlussfähig.
Zwischen Boykott und Korruption – Irak wählt neues Parlament
Inmitten anhaltender Spannungen und Umbrüchen in der arabischen Welt wählen die Menschen im Irak ein neues Parlament. Während der Iran und die USA im Zweistromland um Einfluss ringen, prägen im Inneren Misstrauen und Korruption den Alltag. Ministerpräsident Mohammed Shia al-Sudani, der auf eine Wiederwahl hofft, betonte bei seiner Stimmabgabe in Bagdad, die Wahl sei ein Bekenntnis zum Prinzip des friedlichen Machtwechsels.
Parlamentswahl im Irak
Die Menschen im Irak wählen am Dienstag ein neues Parlament. Mehr als 21 Millionen Menschen sind wahlberechtigt und können bis 18.00 Uhr (Ortszeit, 16.00 Uhr MEZ) ihre Stimme abgeben. Mehr als 7.740 Personen kandidieren für die 329 Sitze im Parlament in Bagdad. Bereits kurz nach Öffnung der Wahllokale in der Früh gaben mehrere hochrangige Politiker ihre Stimmen in einem luxuriösen Hotel in der Hauptstadt Bagdad ab.
Schwerer Sandsturm betrifft Millionen Menschen im Iran
Ein schwerer Sandsturm hat am Dienstag Teile des Iran unter einer dichten Staubglocke verschwinden lassen. In den westlichen Provinzen Chusestan, Kermanschah, Ilam und Kurdistan blieben Schulen und Büros geschlossen, wie das iranische Staatsfernsehen berichtete. Auch die Provinzen Sandschan und Buschehr waren von den aus dem benachbarten Irak kommenden Staubwolken betroffen. Etwa 13 Millionen Menschen wurde geraten, sicherheitshalber zu Hause bleiben.
Krieg und Verwüstung im Irak? „Wir haben ein total falsches Bild dieses Landes“
Krieg und Verwüstung im Irak? „Dem ist nicht so“, sagt der Drohnenpilot aus Seis, Luca Putzer (19). Kürzlich war er im ehemaligen Kriegsgebiet unterwegs, um ein Video über das Land zu drehen. Seine Botschaft: „Wir haben ein total verzerrtes Bild dieses Landes – der Irak ist sicher, es ist wunderschön dort, und die Leute sind sehr freundlich.“
Südtiroler Drohnenpilot zwischen irakischen Soldaten
Luca Putzer (19) ist ein junger Drohnenpilot aus Seis, der sich international einen Namen mit seinen Drohnenaufnahmen gemacht hat. Kürzlich war er im Irak, um Aufnahmen für eine spanische Marketingfirma zu machen, als das Militär auf ihn aufmerksam wurde und ihn anheuerte. Im Interview erzählt er über sein ungewöhnliches Erlebnis.
20 Jahre Bombenanschlag von Nasiriya: Italien gedenkt der Opfer
Der Bombenanschlag von Nasiriya im Jahr 2003 war ein Selbstmordanschlag auf das Hauptquartier der italienischen Carabinieri MSU in Nasiriya, Irak, südlich von Bagdad am 12. November 2003. 28 Menschen haben dabei ihr Leben verloren, 19 davon waren Carabinieri.
Iraks Christen greifen zu den Waffen
In Uniformen streifen bisweilen bewaffnete Männer durch die Wüstenlandschaft des Flachlands um Ninive im Nordosten des Irak. Sie bewachen den Ort Sharafija, den kurdische Peschmerga-Soldaten erst vor kurzem den Jihadisten vom Islamischen Staat (IS) entrissen haben. Doch die Bewaffneten sind keine Kurden.
700.000 Christen aus Irak geflohen
Die Deutsche Bischofskonferenz hat eindringlich auf das Schicksal der verfolgten Christen im Irak hingewiesen. Von mehr als einer Million Christen seien auch wegen der Schreckensherrschaft der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nur noch 300 000 im Land, berichtete der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick als Vorsitzender der Kommission Weltkirche am Dienstag.
Deutsche Bischöfe halten Militärschläge im Irak für gerechtfertigt
Deutschlands katholische Bischöfe halten eine Intervention gegen die Terrorgruppe IS im Irak für gerechtfertigt. Maßnahmen, zu denen auch Waffenlieferung gehörten, dürften nie „selbstverständliches und unhinterfragtes Mittel der Friedens- und Sicherheitspolitik sein“, erklärte die Bischofskonferenz am Montag in Würzburg.
Kauder: Deutschland muss Christen helfen
CDU-Fraktionschef Volker Kauder dringt auf schnelle und wirksame Hilfe für die mehr als eine Million Flüchtlinge im Nordirak. Der CDU-Politiker, der am Sonntag die nordirakische Stadt Erbil besuchte, äußerte sich „tief erschüttert“ über das Schicksal der Menschen.
"Terrorismus einzig verbliebener Weg"
Inmitten ihrer traditionellen Mittsommerruhe ist Italiens Politik in eine hitzige Polemik über Außenpolitik bzw. über die Irakpolitik gerutscht. Der Kammerabgeordnete Alessandro Di Battista, bekannter Spitzenvertreter von Grillos 5-Sterne-Bewegung, meint, manchmal sei "Terrorismus der einzig verbliebene Weg für die Revolutionäre" (im Irak).
Asselborn warnt vor Bedrohung Europas durch IS-Miliz
Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn hat vor einer Bedrohung auch Europas durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gewarnt. „Der Islamische Staat wird sich nicht nur auf (den) Irak oder Teile von Syrien beschränken. Das kann ganz schnell überschwappen nach Europa“, sagte der Politiker am Samstag rbb-Inforadio.
Al-Maliki verzichtet auf Ministerpräsidentenamt
Der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki tritt ab. Der seit 2006 amtierende Regierungschef verzichtet zugunsten seines Parteikollegen Haidar al-Abadi auf eine dritte Amtszeit, wie das Staatsfernsehen und die unabhängige Nachrichtenseite Al-Sumaria News am Donnerstagabend berichteten.
Laut UNO nur noch 1000 Yeziden eingeschlossen
Tagelang bewegte das Schicksal der aus dem Nordirak vertriebenen religiösen Minderheit der Yeziden (Jesiden) die internationale Gemeinschaft, am Donnerstag dann die einigermaßen gute Nachricht: Lediglich 1000 von ihnen sind noch im Sinjar-Gebirge eingeschlossen.
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