Lebensgeschichten
Magnagos unbekannte Seite
„Wenn es in Mitteleuropa 80 Jahre lang Frieden gegeben hat, dann ist das auch ein Verdienst von Menschen wie Silvius Magnago“, betonte gestern Martha Stocker, Präsidentin der Silvius-Magnago-Stiftung. Damit seine Lebensleistung gewürdigt wird der Vater der Autonomie und seine Ehefrau Sophia nicht allzu schnell in Vergessenheit geraten, werden mehrere Projekte gestartet.
Er überlebte die Flugzeug-Tragödie in den Anden – Jetzt ist er mit 79 gestorben
Daniel Fernández Strauch, einer der Überlebenden des legendären Absturzes von Flug 571 in den Anden, ist am 9. Mai 2025 im Alter von 79 Jahren in Montevideo gestorben. Sein langjähriger Freund und Mitüberlebender Gustavo Zerbino bestätigte die Nachricht gegenüber der Nachrichtenagentur EFE und würdigte Strauch als „großartigen Vater, Urgroßvater und loyalen Freund“ – und als „Fels in der Brandung“ während der 72 Tage in eisiger Isolation.
Prekär: Wie eine junge Boznerin mit Baby in illegaler Campersiedlung haust
Der jüngste Fahrzeugbrand auf der illegalen Campersiedlung in der Bozner Pfarrhofstraße wirft einmal mehr Licht auf die prekären Umstände, unter denen die Bewohner dort leben. Unter ihnen eine 20-jährige Mutter aus Bozen; ihr Sohn ist gerade einmal 6 Tage alt.
Eine grandiose Frau! Italiens älteste Barista feiert 100. Geburtstag
Seit 1958 führt Anna Possi die „Bar Centrale“in der 1.500 Seelen-Gemeinde Nebbiuno, einem beschaulichen Dorf in den Hügeln über dem Lago Maggiore. Sie ist damit vermutlich die älteste Barista der Welt. Am 16. November feierte sie ihren 100. Geburtstag in ihrer Bar. von Micaela Taroni
„Martins Sonn(der)tag“: Anders leben, anders reich – So sieht es Inga Hosp
Was bedeutet es, „anders zu leben“? Und „anders reich“ zu sein? Inga Hosp nimmt uns mit auf eine Reise in das Herz Südtirols. Vor über 50 Jahren zog sie von München hierher und beobachtet seitdem die Menschen mit scharfem, aber liebevollem Blick. In ihrem neuen Buch erzählt sie von einzigartigen Südtirolerinnen und Südtirolern, die nicht nur anders leben, sondern auch anders reich sind. Im Podcast teilt Inga Hosp ihre faszinierenden Einblicke: Was macht diese Menschen besonders? Wie hat sich Südtirol verändert? Und was bedeutet echter Reichtum? Ein Gespräch über das Leben, das hinter der Fassade stattfindet – und uns alle inspirieren kann.
Der Hüttenpionier will einfach nicht zur Ruhe kommen
Langjähriger Hüttenwirt, Bergretter, Wegenetzkoordinator, gelernter Tischler, Samer, ja sogar Brummifahrer und Hubschrauberpilot – Hermann Vantsch (74) hat sich zeitlebens in vielen Rollen und Tätigkeiten behauptet. Neuerdings schaut er auf das Vieh von Sarner Bauern. Eine Stippvisite auf der Alm.
Peters knallharter Job im Erdölbusiness
Nach Stationen auf der russischen Insel Sachalin und in Kasachstan hat Erdölingenieur Peter Abram seit wenigen Wochen eine neue Herausforderung in Kuwait in Angriff genommen. Im Interview erzählt er offen von seinen Erfahrungen im knallharten Erdöl- und Erdgasbusiness.
Bau der ersten Baumannbrücke in St. Pankraz: „Es war beeindruckend“
Aufmerksam verfolgt Leo Hosp (85) aus Bozen den Neubau der Baumannbrücke bei Schloss Eschenlohe in St. Pankraz. „Es ist ein tolles Projekt, man darf aber die Meisterleistung beim Bau der Vorgängerbrücke in den 1960er Jahren nicht vergessen“, mahnt er.
Alfred Hitchcock: Aus dem Leben des Meisters der Spannung
Seine bekanntesten Filme drehte Alfred Hitchcock in den USA. Doch zum 125. Geburtstag erinnert auch in seiner Heimatstadt London noch immer vieles an den legendären Regisseur von Filmklassikern wie „Vertigo – Aus dem Reich der Toten“, „Der unsichtbare Dritte“ oder „Psycho“. In der britischen Hauptstadt wurde Hitchcock am 13. August 1899 im Stadtteil Leytonstone geboren. Nicht weit davon begann seine ruhmreiche Filmkarriere.
Johann Stifter – Ein Leben für die Kirchenmusik
„Ihre Verdienste lassen sich nur schwer in Worten ausdrücken und ihr langjähriger Einsatz ist unbezahlbar.“ Dieser Satz aus der Laudatio von Wolfgang Niederbacher vom Verband der Kirchenmusik Südtirol (VKM) gilt dem Organisten Johann Stifter aus Gais, der sage und schreibe 73 Jahre lang im Dienste der Kirchenmusik stand und am vergangenen Samstag in seiner Heimatpfarrei dafür geehrt wurde.
Wie Europa Menschen zusammenbringt
Europa hat jahrzehntealte Grenzen niedergerissen. Von dieser „grenzenlosen“ Freiheit auf dem Kontinent haben nicht nur wichtige Bereiche wie Wirtschaft oder Kultur einen enormen Vorteil, sondern auch die Millionen Bürgerinnen und Bürger in der EU. Die Reisefreiheit, aber vor allem auch die Möglichkeit, recht unkompliziert in einem anderen europäischen Staat zu arbeiten und dort zu leben, bringen viele Menschen zusammen – und manchmal entsteht dabei eine grenzüberschreitende Lebensgemeinschaft.
Der „bionische“ Abgeordnete
Wenn im britischen Unterhaus begeistert geklatscht wird, ist Lindsay Hoyle „not very amused“. Bei der jüngsten Fragestunde des Premierministers machte die Unterhausvorsitzende jedoch eine Ausnahme: Craig Mackinlay, konservativer Abgeordneter aus dem Bezirk South Thanet im Südosten Englands, der durch eine Blutvergiftung Hände und Beine verloren hatte, stand mit Prothesen im Westminster-Palast. Mackinlays Frau Kati und seine 4-jährige Tochter Olivia schauten bewegt von der Tribüne aus zu.
Bald 110! Sie ist die älteste Südtirolerin
Über 6000 Menschen in Südtirol sind 90 Jahre alt oder älter – und 157 Menschen gehören sogar der Generation 100+ an. Mit 109 Jahren ist Giuseppina Zecchini der älteste Mensch in Südtirol. Am 10. Juni wird sie stolze 110 Jahre alt und liegt auf Platz 29 in der Rangliste der ältesten Menschen in Italien.
Willi Eisendle – Ein Leben für die Natur und die Berge
Es reicht ein Blick auf die Zahlen, um festzustellen, wie eng Willi Eisendle (79) aus Wiesen mit dem Alpenverein verbunden ist. Er ist seit 62 Jahren AVS-Mitglied, hat 39 Jahre im Ausschuss der Ortsstelle Pfitsch mitgearbeitet, er war 18 Jahre Ortsstellenleiter, ist seit 21 Jahren Wegewart und war 13 Jahre lang im Fachausschuss Wege in der Landesleitung. Dazu kommen 54 Jahre freiwilliges Engagement für den Bergrettungsdienst Sterzing.
Margret Bergmann und ihr unermüdlicher Einsatz für Afghanistan
Sie sprüht – trotz ihrer mehr als 80 Jahre – eine große Begeisterung und Leidenschaft aus, wenn es um „ihre“ Menschen in Afghanistan geht. Seit 2001 ist Margret Bergmann immer wieder für die Bewohner dieses leidgeprüften Landes unterwegs, hat in mehr als 1100 Vorträgen landauf landab und über die Grenzen Südtirols hinaus auf das Schicksal dieser Menschen aufmerksam gemacht.
Lisas Leben mit einer heimtückischen Krankheit
Ganze 9 Jahre musste Lisa Weis warten, ehe sie endlich die richtige Diagnose für ihre rätselhaftes Leiden bekam: Chronisches Erschöpfungssyndrom (ME/CFS). Seitdem blickt die 24-jährige Kurtatscherin ein bisschen optimistischer in die Zukunft, wenngleich die Krankheit ihr Leben in Fesseln zwängt.
Sie ist die älteste „Barista“ Italiens
Sie ist 100 Jahre alt, arbeitet seit ihrem 18. Lebensjahr in der Gastronomie und öffnet ihre Bar in einem kleinen Dorf unweit des Lago Maggiore, die sie alleine betreibt, an jedem der 365 Tage des Jahres – ohne Ausnahme. Anna Possi ist die älteste „Barista“ Italiens.
Von der Geschichte lernen – Bildungshistorikerin Annemarie Augschöll Blasbichler
Seit 2001 forscht und unterrichtet Annemarie Augschöll Blasbichler an der Fakultät für Bildungswissenschaften der Uni Bozen. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind die Geschichte der -Pädagogik und ihrer Institutionen sowie die Rolle von Klein- und Kleinstschulen für die gesellschaftliche Entwicklung im ländlichen Raum. Beide Themen sind eng mit Südtirol verbunden, wie die 56-jährige Bildungshistorikerin aus Villanders erklärt.
Zivildienerin (24) aus Leidenschaft: „Sind in eine privilegierte Zeit hineingeboren“
Junge Menschen werden zunehmend zu Schlüsselakteuren für den Fortschritt und für positive Veränderungen.Der 8- oder 12-monatige freiwillige Landeszivildienst bietet jungen Leuten bis zum 28. Lebensjahr in Südtirol eine Gelegenheit, sich gesellschaftlich einzubringen.
Sie hat das ganze Leben gearbeitet...und kommt doch nur knapp über die Runden
Arm im Alter sein – das ist vor allem Frauensache. Trotz jahrzehntelanger Arbeit müssen gerade Renterinnen mit wenig Geld über die Runden kommen. Eine von ihnen ist Rosa (Name von der Redaktion geändert) aus dem Eisacktal.
Ein Brixner Lehrer und seine faszinierende Welt der Fantasy-Figuren
Viele kennen Alessandro Montoro als Vizedirektor des Oberschulzentrums Fallmerayer in Brixen. Doch kaum jemand weiß, welche Talente in dem 48-Jährigen stecken. Der gebürtige Pusterer modellierte und malte über Jahrzehnte Fantasy-Miniaturfiguren und erzielte damit auch Preise. Heute hat Alessandro Montoro sich der Malerei verschrieben.
Plötzlich Pizzaiolo in Georgien
Wie das Leben so spielt: Im Auftrag einer weltweit agierenden Non-Profit-Organisation verschlug es den Leiferer Johannes Casera (29) nach Georgien. Durch eine Reihe von Zufällen blieb er dort hängen, mittlerweile ist er dort verheiratet und betreibt in Georgiens Hauptstadt Tiflis eine Pizzeria.
Warum dieser Bauer die letzte Milchkuh verkauft
Nicht zum Lachen zumute ist Christoph Casagrande vom Unterschramachhof in Gomion in der Gemeinde St. Leonhard in Passeier, wenn er auf die Situation in der Südtiroler Milchwirtschaft angesprochen wird. Im Herbst 2022 hat er die Milchanlieferung eingestellt und seinen Milchviehbetrieb auf Aufzucht und Mast umgestellt. von Florian Mair
Jasmin hat das Downsyndrom – und jetzt endlich eine Arbeit gefunden
Jasmin Thöny ist glücklich: Denn die 34-jährige Frau mit Down-Syndrom hat eine Arbeit gefunden, die sie erfüllt. Sie arbeitet vormittags in der Bar im Krankenhaus und nachmittags in der Wunderbar der Bezirksgemeinschaft Eisacktal.
„Wir wollen doch nur ein Kind!“
Hormontherapien, Sex nach Termin und erneut die Ernüchterung, während andere Babybäuche wachsen. Seit fünf Jahren versuchen Sarah Streblow (34) und ihr Mann Andreas Zorzi Durst (44) aus Brixen, Eltern zu werden. Eine Belastung, die erträglicher wurde, seitdem das Paar ein Tabu gebrochen hat.
100 Milliarden Dollar schwer – Die Geschichte der reichsten Frau der Welt
Keine Frau ist wohlhabender als sie. Die Französin ist die Frau hinter dem weltbekannten Slogan „Weil ich es mir wert bin.“ und eins steht fest: Ihre Geschichte ist es auf jeden Fall wert, gelesen zu werden. Wie ein Butler für eine Staatsaffäre sorgte und ein Fotograf sie fast ihr gesamtes Vermögen kostete. Von Miriam Bellina
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