Lohnerhöhung
Schule: Kollegien streichen überall Ausflüge
Landesrat Philipp Achammer wirbt bei den Direktoren um „Abrüstung“: Alle Lehrer sollen jetzt schriftlich informiert werden, wie viel Geld sie wann erhalten. „330 Mio. Euro als Aprilscherz zu bezeichnen, ist nicht fair“, so Direktorin Marlene Kranebitter. Aber die Direktoren sagen auch, dass das Land spät dran ist.
Höhere Löhne für Handel und Dienstleistung
Angestellte im Handel und Dienstleistungssektor bekommen künftig mehr Geld. Am Mittwoch ist der territoriale Zusatzvertrag zwischen Gewerkschaften und Wirtschaftsverband hds unterzeichnet worden. Damit finden die mehr als ein Jahr andauernden Verhandlungen ihren Abschluss.
Kampfansage der Lehrer: Mehr Lohn oder keine Ausflüge
Die Lohnerhöhungen im BÜKV – auch für Lehrer – kosten 825 Mio. Euro: Doch das reicht nicht. Die Aktionsgemeinschaft „Bildung am Abgrund“ fordert deutlich mehr Lohn für die Schule. Andernfalls würden unterrichtsbegleitende Veranstaltungen drastisch reduziert; Schluss mit Ausflügen und Lehrfahrten.
Sozialpartner uneins: „Irap-Senkung zum Null-Tarif“?
Betriebe, die ihren Mitarbeitern höhere Löhne zahlen, sollen mit einer Steuersenkung – konkret: weniger Irap – belohnt werden. Das wird in Südtirol schon seit Jahren mehr oder weniger konkret debattiert. Nun haben UVS, HGV und ASGB einen Vorschlag dazu vorgelegt, doch die anderen Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften tragen ihn nicht mit. Endlich eine praktikable Lösung oder doch nur Augenauswischerei?
Gewerkschaften sauer: „Für uns nur Brosamen“
Saftige Gehaltssprünge bei den Führungskräften, aber kein Geld mehr für den Rest der öffentlichen Bediensteten: Nach der ersten Verhandlungsrunde zum BÜKV am Dienstag haben die Fachgewerkschaften die Nase gestrichen voll – und denken laut über Streiks nach.
Wie viel verdient mein Bürgermeister?
Unter den Gemeindeverwaltern brodelt’s. Und das hat auch mit den satten Lohnerhöhungen der Sekretäre zu tun. „Ist es gerecht, dass der Bürgermeister in einer mittleren Gemeinden ein Drittel des Sekretärs erhält“, fragt Gemeinden-Chef Andreas Schatzer. Wie viel verdient ein Bürgermeister tatsächlich? Unsere Interaktive Grafik gibt den Blick auf den Gehaltszettel: Gemeinde für Gemeinde.
Tschenett: „Die Löhne müssen noch vor den Landtagswahlen steigen“
Mehr als 2000 Südtiroler forderten am Dienstag auf dem Silvius-Magnago-Platz in Bozen höhere Löhne. Nach der Kundgebung haben die Gewerkschaften den Fraktionssprechern der Landtagsparteien ein Positionspapier mit Forderungen übergeben. Aber eines sei klar, sagt der ASGB-Vorsitzende Tony Tschenett: „Die Löhne müssen noch vor den Landtagswahlen im Oktober steigen, denn danach passiert wieder nichts.“
Großkundgebung: „Löhne müssen steigen“ – „Das Geld reicht nicht mehr“
Deutlich über 2000 Personen finden sich derzeit auf dem Silvius-Magnago-Platz in Bozen ein, um für höhere Löhne, höhere Renten und eine Inflationsanpassung zu demonstrieren. Die Löhne müssten steigen, das Geld reiche nicht mehr aus bei den hohen Lebenshaltungskosten, heißt es.
Tschenett: „Die Löhne reichen nicht mehr aus“
Wenn am heutigen Dienstagnachmittag eine Großkundgebung in Bozen stattfindet, dann wird es vor allem um Lohnerhöhungen und eine Inflationsanpassung gehen. „Die Preise für Lebensmittel oder Strom und Gas sind stark gestiegen, aber die Löhne sind gleichgeblieben“, kritisiert ASGB-Chef Tony Tschenett. „Es reicht nicht mehr aus.“
„Sofort 100 Euro mehr im Monat für Arbeitnehmer“
Der Kaufkraftverlust ist in Südtirol längst nicht mehr nur das Problem einiger weniger. Darum prescht der Autonome Südtiroler Gewerkschaftsbund (ASGB) nun nach vorne. Im Rahmen einer Pressekonferenz forderte der Vorsitzende Tony Tschenett 100 Euro brutto mehr pro Monat in der Lohntüte aller Südtiroler, die in der Privatwirtschaft tätig sind.
„Auch in Südtirol gibt es Betriebe, die weniger zahlen als der Tarif vorsieht“
In 6 EU-Ländern, darunter Italien, gibt es heute keinen gesetzlichen Mindestlohn. Nach dem Willen der EU soll sich das ändern, auf die grundlegenden Standards hat man sich vergangene Woche geeinigt. Seitdem wird das Thema auch in der italienischen Regierungskoalition wieder rege diskutiert.
Renzler: „Kaufkraft nachhaltig stärken, und zwar sofort!“
Die Preissteigerungen für Energie, Treibstoff, Lebensmittel und Baustoffe sind mittlerweile deutlich spürbar. Und auch die Südtiroler Bauernvertreter warnen vermehrt davor, dass die landwirtschaftlichen Betriebe aufgrund der Preissteigerungen immer mehr in Bedrängnis kommen. Der Landtagsabgeordnete und SVP-Arbeitnehmervertreter Helmuth Renzler hat dazu eine klare Meinung.
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