Mehrsprachigkeit
Spracherwerb zwischen Wollen und Können
Anspruch und Wirklichkeit klaffen häufig auseinander. Das gilt auch für die Mehrsprachigkeit der Südtiroler. Denn während nur verschwindende zwei Prozent der Bevölkerung diese als unnütz oder gefährlich ansehen, geben gleichzeitig 96 Prozent an, Schwierigkeiten beim Zweitspracherwerb zu haben. Bei der Frage nach dem Warum spielt auch die Schule eine – unbefriedigende – Rolle.
ASGB: Zweisprachigkeit ist Minderheitenschutz
Die jüngsten Aussagen der Landesräte Marco Galateo und Christian Bianchi zur Zweisprachigkeitspflicht sind aus Sicht des ASGB ein Skandal. „Wer die Zweisprachigkeitspflicht infrage stellt, stellt das Fundament unseres Zusammenlebens infrage“, betont ASGB-Vorsitzender Tony Tschenett. „Die Zweisprachigkeit ist kein bürokratisches Relikt, sondern ein zentraler Bestandteil des Minderheitenschutzes – sie garantiert, dass Beschäftigte im öffentlichen Dienst alle Bürger in ihrer Sprache betreuen können.“
Sprachen lernen, sprechen und schätzen: 7 Erfahrungen aus Südtirol
Heute, am 26. September, steht der „Europäische Tag der Sprachen“ auf dem Kalender. Mit dieser Initiative will der Europarat zur Wertschätzung aller Sprachen und Kulturen beitragen sowie auf die Vorteile von Sprachkenntnissen hinweisen. Wir haben uns im Land umgehört, um uns dieser Thematik aus völlig unterschiedlichen Perspektiven anzunähern.
Tag der Sprachen: „Gegen ein Europa der Einfalt, für ein Europa der Vielfalt!“
Zum 20. Mal wurde am 26. September der Europäische Tag der Sprachen begangen. Mehrsprachigkeit und sprachliche Vielfalt seien Grundwerte der Europäischen Union, betont Südtirols Europaparlamentarier Herbert Dorfmann. Der Tag soll auf die reiche sprachliche und kulturelle Vielfalt in Europa aufmerksam machen und konkrete Initiativen anregen.
Elektronische Identitätskarte auch in ladinischer Sprache
Senator Meinhard Durnwalder hat kürzlich eine parlamentarische Anfrage zum Thema elektronische Identitätskarte eingereicht. Grund dafür ist, dass trotz bestehender Durchführungsbestimmung die Voraussetzungen für Berücksichtigung der ladinischen Sprache noch nicht geschaffen sind.
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