Mittelmeer
Polen liegt am Mittelmeer
Die EU überrascht mit einem neuen Blick gen Süden. Bis zum blutigen Überfall der Hamas-Terroristen auf ein friedliches und fröhliches Festival in Israel war der Mittelmeerraum weitgehend aus dem Bewusstsein der Europäer verschwunden, trotz fortdauernder dramatischer Migrationsbewegungen aus Afrika. Dieses Jahr wandte sich die Aufmerksamkeit der Europäischen Institutionen und der Öffentlichkeit wieder verstärkt dem Nahen Osten zu, weil dort ein immer heftigerer Krieg tobte.
El Hierro statt Lampedusa? Die Routen von Bootsflüchtlingen ändern sich
Die lebensgefährliche Flucht mit oft kaum seetüchtigen Booten aus Afrika nach Europa gehört seit vielen Jahren zu den großen Problemen der internationalen Politik. 2023 machten sich nach Zahlen der europäischen Grenzschutzbehörde Frontex mehr als 275.000 Menschen so auf den Weg in eine erhoffte bessere Zukunft. In diesen Wochen, wenn der Winter endgültig vorbei und die See in der Regel wieder ruhiger ist, steigt die Zahl der Boote erfahrungsgemäß an.
„Durch die Hölle gegangen“: Die Verzweiflung der Mittelmeer-Migranten
Von Sfax in Tunesien wagen immer mehr Flüchtlinge die Überfahrt auf die italienische Insel Lampedusa. Viele zahlen nicht nur finanziell einen hohen Preis. Sie hoffen auf ein besseres Leben und finden oft den Tod. Eine Spurensuche auf zwei Seiten des Mittelmeers.
Italien: Regierung arbeitet an Plan für 500.000 „legale Migranten“
Die italienische Regierung arbeite derzeit an einem Plan, um in diesem Jahr 500.000 „legale Migranten“ ins Land zu lassen. Dies kündigte Landwirtschaftsminister Francesco Lollobrigida bei einem Pressetermin am Dienstag in Brüssel an.
Italiens Blockade: Wie weit ist es noch bis zu einer EU-Asylpolitik?
Auch nach jahrelangem Streit hat die EU nicht geschafft, die gemeinsame Asyl- und Migrationspolitik auf neue Beine zu stellen. Wie schnell die Lage eskalieren kann, zeigt sich schon wenige Wochen nach Amtsantritt von Giorgia Meloni in Rom. + Von Michel Winde und Manuel Schwarz
Sensation: Schwert aus Zeit der Kreuzzüge gefunden
Einen bedeutenden Fund gemacht hat ein Hobby-Taucher im Mittelmeer vor der Küste Israels. Beim Tauchen hat er am Meeresboden einen auffälligen Gegenstand entdeckt: Ein Schwert aus der Zeit der Kreuzzüge. Das Schwert dürfte rund 900 Jahre alt sein.
Italienische Küstenwache befreit Hai aus illegalem Treibnetz
Vor der Küste Kalabriens hat die Küstenwache am vergangenen Wochenende ein illegales Treibnetz entdeckt. Beim Einbringen des rund 1500 Meter langen Netzes bemerkte die Küstenwache, dass sich ein Hai in dem Netz verfangen hatte. Die Küstenwache befreite das Tier.
Erstmals Grauwal vor Küste Italiens gesichtet
Dieses Video ist laut den Fachleuten eine Sensation. Vor der Küste der Insel Ponza wurde ein Grauwal gefilmt. Grauwale werden bis zu 15 Meter lang und galten seit dem 18. Jahrhundert im Nordatlantik als ausgestorben. Zuletzt war im Jahr 2010 ein Grauwal im Mittelmeer gesehen worden.
Tierquälerei: Pottwal verheddert sich vor Sizilien in illegalem Fischernetz
Ein Pottwal hat sich in der Nähe der Liparischen Inseln bei Sizilien in einem illegalen Fischernetz verheddert. Die italienische Küstenwache kämpft mit Biologen und Tauchern seit 2 Tagen darum, das rund 10 Meter lange Tier zu befreien. Die Retter hatten große Schwierigkeiten, dem aufgeregten und ängstlichen Tier zu helfen – auch wegen der Größe. Fischer in Italien verwenden zum Teil immer noch sogenannte Spadara-Netze, obwohl sie seit langem verboten sind. Dabei handelt es sich um eine Art von Treibnetzen, die zum Teil riesig sind.
Seltenes Naturschauspiel: Pottwale vor der Insel Lipari
Die italienische Küstenwache hat Ende Juni vor der Insel Lipari (Sizilien) eine Gruppe Pottwale entdeckt. Der Biologe Carmelo Isgrò machte dabei einen Tauchgang und filmte die Pottwale, um den Gesundheitszustand der Meeressäugetiere zu überprüfen. Offenbar erfreuen sich die Pottwale vor Lipari bester Gesundheit.
Wal im Mittelmeer gerettet
Die Küstenwache hat einen Pottwal vor der Küste Italiens aus einem Fischernetz befreit. Das 10 Meter lange männliche Tier habe sich mit der Schwanzflosse in dem Netz vor der Äolischen Insel Salina verfangen. Ein Team von Tauchern habe die schwierige Operation in 2 Metern Tiefe gemeistert und den Wal befreit. Daraufhin konnte sich das Tier 3 weiteren Walen anschließen, die die ganze Zeit in einiger Entfernung auf den Meeressäuger gewartet hatten. Das Fischernetz wurde als „illegales Fanggerät“ beschlagnahmt. (apa/dpa)
Flüchtlinge: Das Märchen vom einsamen Italien
Die EU oder europäischen Partner lassen Italien mit dem Flüchtlingsproblem allein, ist ein oft zitierter Satz, der angesichts der Zehntausenden an gestrandeten oder bei Flüchtlingsdramen im Mittelmeer tödlich verunglückten Menschen auch eine ordentliche Portion Zynismus offenbart. Bei genauerem Hinsehen ist der Satz aber ein Vorurteil.
Von Kreuzfahrtschiff gerettet - Zypern zwingt Flüchtlinge an Land
Die zyprische Polizei hat Hunderte Flüchtlinge aus Syrien dazu gezwungen, das Kreuzfahrtschiff „Salamis Filoxenia“ im Hafen von Limassol zu verlassen. Die Flüchtlinge waren am Donnerstag rund 50 Seemeilen südwestlich von Zypern bei starkem Seegang an Bord des zyprischen Schiffes genommen worden, nachdem ihr Kutter ein Notsignal gesendet hatte.
Private Aktion: Leben retten auf eigene Kosten
Irgendwann wollten Regina Catrambone und ihr Ehemann Christopher die Augen nicht mehr vor dem Leid verschließen. Eine Rede von Papst Franziskus habe dann den Ausschlag gegeben zu handeln, erinnert sich das junge Paar, das nach eigenen Angaben Europas erste privat finanzierte Flüchtlingshilfe zur See gegründet hat.
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