Museen
Alarm in Uffizien-Galerie nach Hackerangriff
Aus Angst vor einem spektakulären Einbruch wie im Louvre sind nach einem Hackerangriff auf die Uffizien in Florenz zahlreiche Ausstellungsstücke in Sicherheit gebracht worden. Das Museum – mit mehr als fünf Millionen Besuchern pro Jahr eines der bekanntesten der Welt – ließ zudem in aller Eile Türen und Notausgänge zumauern. Nach einem Bericht der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“ versuchten die unbekannten Täter bereits, mit den gestohlenen Daten eine Art Lösegeld zu erpressen.
Monatelanger Hackerangriff auf Uffizien in Florenz
Nach einem massiven Hackerangriff haben die Uffizien in Florenz ihre Sicherheitsmaßnahmen drastisch verschärft. Unbekannte Täter drangen offenbar über Monate in die IT-Systeme des Museums ein, stahlen sensible Daten und forderten anschließend Lösegeld, wie die Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ am Freitag berichtete.
Pompeji-Ausstellung erzählt erstmals Geschichte des Vesuv-Ausbruchs
Die Eruption des Vesuv im Jahr 79 n. Chr., die Tausende Menschen traf und die antike Stadt Pompeji zu einem einzigartigen Zeugnis der Geschichte machte, wird erstmals durch eine permanente museale Ausstellung erzählt. Diese rekonstruiert die Ereignisse Moment für Moment und zeigt Gipsabgüsse von Opfern sowie eine Auswahl außergewöhnlich gut erhaltener organischer Funde. Die Schau ist ab dem heutigen Donnerstag in Pompeji zu besichtigen.
Bulgari plant Akademie für Juwelierskunst und Museum in Rom
Der römische Luxusjuwelier Bulgari plant die Eröffnung einer Akademie für hochwertige Juwelierskunst in Rom. Die Einrichtung im Stadtteil EUR soll sowohl eine Ausbildungsstätte für Kunsthandwerk als auch ein Museum umfassen. Das Gebäude liegt direkt neben dem monumentalen Palazzo della Civiltà Italiana, dem sogenannten Quadratischen Kolosseum, heute Sitz des Modehauses Fendi.
Neues Rembrandt-Gemälde entdeckt
Kunstexperten des Rijksmuseum in Amsterdam haben ein bisher unbekanntes Gemälde des niederländischen Malers Rembrandt entdeckt. Das Museum teilte am Montag mit, dank fortschrittlichster Scanner-Technik und Stilanalysen hätten die Wissenschafter die Echtheit des Werks „Vision von Zacharias im Tempel“ aus dem Jahr 1633 bestätigen können. Es sei dem Museum kürzlich aus einer Privatsammlung zur Untersuchung übergeben worden.
Louvre-Coup für Ermittler weiterhin Fall höchster Priorität
Knapp drei Monate nach dem spektakulären Kronjuwelen-Diebstahl im Pariser Louvre sind die Ermittler laut der zuständigen Staatsanwältin noch immer entschlossen, den Schmuck wiederzufinden. Die Befragungen der festgenommenen Tatverdächtigen hätten bisher zwar keine neuen Erkenntnisse gebracht, sagte die Pariser Staatsanwältin Laure Beccuau. Der Fall habe aber nach wie vor höchste Priorität. „Unser Hauptziel ist es noch immer, den Schmuck wiederzufinden“, betonte sie.
Antike Edelsteine mit Verbindung zu Buddha in Indien gezeigt
In Indien sind in der Kolonialzeit entdeckte, mit Buddha in Verbindung stehende Edelsteine erstmals öffentlich präsentiert worden. Das indische Kulturministerium teilte am Samstag mit, es sei das erste Mal, dass die Edelsteine gezeigt würden, seit sie nach britischen Ausgrabungen 1898 weltweit verstreut worden seien. Die Ausstellung sei ein „historisches Ereignis“. Es wird angenommen, dass die Steine gemeinsam mit Reliquien Buddhas in Nordindien bestattet worden waren.
Louvre-Täter entkamen Polizei mit 30 Sekunden Vorsprung
Eine halbe Minute hätte ausgereicht, um die Täter des spektakulären Kronjuwelen-Diebstahls im Pariser Louvre-Museum noch am Tatort zu fassen: „30 Sekunden mehr, und die Mitarbeiter der Sicherheitsfirma oder die Polizisten hätten die Diebe aufhalten können“, sagte der Leiter der Generalinspektion für kulturelle Angelegenheiten, Noël Corbin, am Mittwoch bei der Vorstellung eines Untersuchungsberichts im französischen Senat.
Neue Jahreskarte für Südtiroler Museen – jetzt auch für Einheimische
Nachdem jahrelang die Südtirolurlauber profitiert haben, sollen jetzt die Einheimischen am Zug sein: Nachdem die „museumobil Card“ nicht mehr aufgelegt wird, plant Landesrat Philipp Achammer eine neue Jahreskarte für Südtirols Museen.
Festakt an den Pyramiden: Großes Ägyptisches Museum öffnet seine Tore
Es soll ein Ereignis sein wie nach einem pharaonischem Maßstab. Könige, Staatschefs und internationale Prominenz wurden eingeladen, um die offizielle Eröffnung des Großen Ägyptischen Museums an den Pyramiden live zu verfolgen. Feiern über drei Tage sollen zeigen, dass hier ein „Wahrzeichen von Weltklasse“ gebaut wurde, wie es die Regierung formuliert. Der Samstag wurde zum Feiertag erklärt und in Kairo wurden öffentlich Leinwände aufgestellt, um die Zeremonie zu übertragen.
Louvre-Einbruch: Festgenommene haben teilweise gestanden
Die nach dem spektakulären Einbruch in den Pariser Louvre festgenommenen beiden Tatverdächtigen haben teilweise gestanden. Die 34 und 39 Jahre alten Männer sollen nun in Untersuchungshaft kommen, sagte die Pariser Staatsanwältin Laure Beccuau. Beide seien wegen Diebstählen justizbekannt. Von der Beute fehle im Moment weiter jede Spur, sie hoffe aber, dass die erbeuteten Juwelen wieder in den Louvre zurückkehrten.
Auf einen Kaffee mit Kaiser Franz Joseph I.
Ein Frühstück mit Kaiser Franz Joseph I. von Österreich? Ein Abendessen mit Kaiserin Sisi? Was unglaublich klingt, macht die Künstliche Intelligenz (KI) möglich. „So holt man die Menschen in der digitalen Gegenwart ab“, sagt Klaus Speidel. Der Kunsttheoretiker, Kritiker und Kurator aus Wien ist anlässlich des Österreichischen Museumstags 2025 nach Bozen gereist.
Schätze des Landes: In diesem Depot schlummern 500.000 Relikte
Von Zeiten der Jäger und Sammler bis zur Neuzeit zählt das Landesamt für Archäologie rund 500.000 Funde. Nur der kleinste Teil davon ist der Öffentlichkeit in den Museen zugänglich. Der Rest wird sicher im Depot in Frangart gelagert. Dieses platzt seit Jahren aus allen Nähten. „Im Fundarchiv befinden sich Pfeilspitzen, Werkzeuge, Keramik, Eisenschwerter und vieles mehr“, weiß Roland Messner vom Amt für Archäologie. Aber das sei noch lange nicht alles.
85-Millionen-Schatzkammer für Südtirol: Was halten Sie davon?
In Südtirols Museen verstauben kostbare Artefakte in provisorischen Depots. Nun plant das Land den Bau einer großen Schatzkammer. Entstehen soll das Kulturgüterzentrum in Neumarkt – Kostenpunkt: 85 Millionen Euro. Dort sollen dann so wertvolle Kleinode wie etwa Silbermünzen aus der Römerzeit, Feuersteine aus der Mittelsteinzeit oder Südtirols ältester Schneeschuh einen würdigen Platz finden. Was halten Sie davon?
85,5 Millionen Euro für die erste „Schatzkammer“ Südtirols
Zoologische, botanische und archäologische Kostbarkeiten schlummern in Südtirols Museen oft mehr schlecht als recht vor sich hin. Unter strenger Geheimhaltung wird an einem PPP-Projekt gebastelt, sie in einer „Schatzkammer“ zusammenzuführen.
Urlaub in Italien 30 Prozent teurer: Wie reagieren Sie?
Die Sommerferien 2025 werden für Touristen in Italien deutlich teurer: Laut einer Analyse des Verbraucherschutzverbands Codacons liegen die Ausgaben für Reisen, Verpflegung und Freizeitaktivitäten rund 30 Prozent höher als im Sommer 2019 – also vor der Corona-Pandemie.
Louvre sucht Vorschläge aus aller Welt für Umbau
Für die Umgestaltung des weltberühmten Louvre in Paris sind Vorschläge aus aller Welt gesucht. Frankreichs Kulturministerin Rachida Dati teilte auf X mit, dass ein internationaler Architekturwettbewerb ins Leben gerufen wurde. Bei der umfangreichen Renovierung soll das meistbesuchte Museum der Welt einen neuen Eingang bekommen - und sein Besucherliebling, das Ölgemälde „Mona Lisa“ von Leonardo da Vinci, gleich einen eigenen Saal.
Betrieb Landesmuseen: Finanzierung und Programm genehmigt
18 Standorte, 10 Museen, ein Zentrum für Regionalgeschichte: Der Betrieb Landesmuseen verwaltet als Hilfskörperschaft des Landes die Landesmuseen. Das Land beteiligt sich über jährliche finanzielle Zuwendungen, für das laufende Jahr 2025 sind insgesamt 7,1 Millionen Euro vorgesehen. Dies hat die Landesregierung am 13. Mai auf Antrag des Landesrats für Museen, Philipp Achammer, gutgeheißen.
Italien hat mehr Museumsbesucher als Einwohner
Italiens große Sehenswürdigkeiten haben im vergangenen Jahr mehr als 60 Millionen zahlende Besucher angelockt. Das sind erstmals mehr als das Land Einwohner hat. An der Spitze liegt das Kolosseum in Rom mit 14,7 Millionen Besuchern, gefolgt von der Gemäldegalerie Uffizien in Florenz (5,3 Millionen) und der antiken Stadt Pompeji (4,3 Millionen). Die Touristen aus dem In- und Ausland brachten der italienischen Staatskasse mehr als 382 Millionen Euro ein.
Gästekarte wird für Südtirols Museen zum Millionen-Verlustgeschäft
Mit der „Museumobil Card“ können Touristen in Südtirol nicht nur die öffentlichen Verkehrsmittel gratis benutzen, sondern auch etwa 80 Museen und Ausstellungen gratis besuchen – doch schon seit 2023 brodelt es: Etwa 40 Museen kündigten nun aus Unzufriedenheit über den zu schwachen Auszahlungspreis das Abkommen, fast 30 treten aber wieder ein.
Museen rüsten sich für die Zukunft
Was haben ein bäuerliches Heimatmuseum und eine zeitgenössische Kunstsammlung gemeinsam, was verbindet kleine ehrenamtliche Dorfmuseen mit den großen Stadtmuseen, was sakrale Kunst mit frauenpolitischen Anliegen? Die Kraft und die Bedeutung der Museen, so ist man im Museumsverband überzeugt, liegt gerade in ihrer Vielfalt und Unterschiedlichkeit. Sie sind nicht nur Bewahrer und Traditionsträger oder touristische Attraktion, sie erzählen mit Hilfe von innovativen Ausstellungen und Veranstaltungen Geschichten, die mitten aus dem Leben gegriffen sind.
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