Naturschutz
Kärnten: Sieben Wölfe seit Jänner getötet
Sieben „Risikowölfe“ sind in Kärnten in den Monaten Jänner bis März 2026 getötet worden. Das teilte das Jagdreferat des Landes am Mittwoch mit. Vier Wölfe wurden im Bezirk Hermagor erlegt, zwei im Bezirk Spittal an der Drau und einer im Bezirk Villach-Land. Jedes Mal seien zuvor Vergrämungsmaßnahmen getroffen worden, hieß es. 20 Mal wurden Wölfe vom Land zum Abschuss freigegeben. Tierschützer kritisieren die Abschüsse als rechtswidrig.
Strengerer Schutz für 40 Tierarten
40 wandernde Tierarten wie Hai, Gepard und Schnee-Eule sollen künftig strenger geschützt werden. Bei der 15. UNO-Konferenz des Übereinkommens zur Erhaltung wandernder wildlebender Tierarten (CMS) in Brasilien nahmen die Vertragsstaaten weitere Arten in die Schutzanhänge I und II auf. Diese verpflichten die Staaten - je nach Gefährdungsgrad - zu strengen Schutzmaßnahmen oder zu verstärkter internationaler Zusammenarbeit und umfassen nun mehr als 1.200 Arten.
Mehr Schutz für Feldlerche & Co: Neues Förderprojekt für Wiesenbrüter im oberen Pustertal
Wiesenbrüter zählen zu den am stärksten gefährdeten heimischen Vogelarten. Im oberen Pustertal soll deshalb nun die Bewirtschaftung von Flächen gefördert werden, auf denen die Wiesenbrüter geschützt sind. Wiesenbrüter sind Vogelarten mit tarnfarbenem Gefieder, die ihre Nester direkt auf dem Boden bauen, meist in offenen, grasbewachsenen Landschaften. Zu ihnen gehören die Feldlerche, das Braunkehlchen, der Goldammer, der Wachtelkönig und der Neuntöter.
„Rettung in letzter Sekunde“: Neues Netzwerk schützt Kitze vor dem Mähtod
Mit dem Ziel, Jungwild vor dem grausamen Tod durch Mähmaschinen zu bewahren, wurde am Montag das neue Netzwerk „Kitzrettung – Gemeinsam gegen den Mähtod“ offiziell vorgestellt. Landesrat Luis Walcher betonte bei der Pressekonferenz die tragende Rolle der ehrenamtlichen Helfer: „Ohne den vorbildhaften Einsatz Hunderter Freiwilliger wäre die Kitzrettung im heutigen Ausmaß nicht durchführbar.“
Bauernbund zum neuen Wolfsgesetz: „Kulturlandschaft braucht Schutz“
Der Südtiroler Bauernbund begrüßt die Verabschiedung des neuen Landesgesetzes zur Entnahme von Großraubwild. Mit der Herabstufung des Schutzstatus des Wolfs von „streng geschützt“ auf „geschützt“ ist ein wichtiges Instrument geschaffen worden, um künftig wirksam auf akute Bedrohungen für die Almwirtschaft zu reagieren.
Fischrettung im Zoggler Stausee: Das sind die Schutzmaßnahmen
Nach dem dramatischen Wasserverlust im Zoggler Stausee laufen die Maßnahmen zur Rettung des bedrohten Fischbestands auf Hochtouren. Seit Mitte Mai sind rund 20 Millionen Kubikmeter Wasser aus einem Zugangsstollen unterhalb der Staumauer ausgetreten – eine ökologische Herausforderung für das Gewässer und seine Bewohner.
1.000e Schildkrötenbabys in Mexiko vor Schmugglern gerettet
Mehr als 3.400 geschützte Schildkrötenbabys sind von mexikanischen Behörden aus den Händen von Schmugglern befreit worden. Während einer Verkehrskontrolle im südlichen Teilstaat Chiapas seien die Kriechtiere in Kisten „in überfüllten Bedingungen“ entdeckt und der Fahrer des Fahrzeugs wegen illegalen Wildtierhandels festgenommen worden, erklärte die mexikanische Staatsanwaltschaft für Umweltschutz am Freitag (Ortszeit).
Ranger im Einsatz: Grödens neue Hüter der Berge
In diesem Sommer sind erstmals sogenannte „Dolomites Ranger“ in Gröden unterwegs. Die vier Naturschutz-Betreuer sollen einen aktiven Beitrag zum Erhalt der einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft des Tales leisten. Ihr Hauptanliegen ist es, das Bewusstsein für den Umweltschutz zu stärken und Besucher für einen respektvollen Umgang mit der Natur zu sensibilisieren.
EU-Entwaldungsgesetz: Diese vier Länder gelten als Hochrisiko
Die Europäische Kommission hat am Donnerstag in Brüssel ihre erste Benchmarking-Liste zur Entwaldung veröffentlicht. Sie klassifiziert Länder nach ihrem „niedrigen“, „normalen“ oder „hohen“ Entwaldungsrisiko. Die Bewertung berücksichtigt die Produktion der sieben unter die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) fallenden Rohstoffe. Weißrussland, Myanmar, Nordkorea und Russland fallen unter „hohes Risiko“.
Legambiente warnt: Schatzkammer der Orchideen ist zunehmend bedroht
Italien zählt mit seinen 240 Orchideenarten zu den Ländern Europas mit der größten Vielfalt, doch viele dieser botanischen Schätze sind in Gefahr. Rund ein Viertel der in Italien vorkommenden Orchideenarten sind endemisch, das heißt, sie kommen ausschließlich hier vor. Dennoch stehen lediglich vier Arten unter dem Schutz der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie.
700 Koalas erschossen: Akt des Mitgefühls – oder brutale Fehlentscheidung?
In Australien sind heftige Diskussionen entbrannt, nachdem die Behörden in einem Nationalpark etwa 700 Koalas aus Hubschraubern abgeschossen haben. Während die Regierung des Bundesstaates Victoria von einem Akt der Barmherzigkeit für die Beuteltiere spricht, sind viele Tierschützer entsetzt.
Bauer sucht ... Tauschfläche für ein Biotop
Nebenerwerbsbauer Peter* hat einen kleinen Milchwirtschaftsbetrieb mit 10 Kühen, den nötigen Grünlandflächen – und einem Biotop. Doch das wäre er gerne los: Nicht nur, dass er um den halben Hektar herumarbeiten muss, seine angrenzenden Wiesen werden durch das Biotop immer nasser. Sein Wunsch: ein Flächentausch mit dem Land.
Verbindung Saltria – Monte Pana: „Wollen wissen, was Leute denken“
2 Grödner Künstler, Damian Piazza und Martin Demetz, haben die Vitrine des Ausstellungsraums des Kreises für Kunst und Kultur auf dem Antoniusplatz gestaltet. Zu sehen ist ein Video mit kurzen Gesprächen über die umstrittene Bahnverbindung zwischen Saltria und Monte Pana. Auch eine Online-Abstimmung ist bis zum 22. Oktober möglich.
Umwelt- und Alpinverbände gegen Erweiterung des Skigebietes Kronplatz
Laut den Umwelt- und Alpinverbänden sieht ein neues Projekt die Erneuerung der Aufstiegsanlagen „Kronplatz 1+2“ vor. Auch eine neue Skipiste sowie ein neues Speicherbecken für die künstliche Beschneiung sollen entstehen. Die Naturschutzverbände sprechen sich gegen die vorgesehene Erweiterung des Skigebiets Kronplatz aus.
Warum das Land Biotope kaufen will – und das zu sehr hohen Preisen
Immer wieder mal werden Biotope in Südtirol zum Kauf angeboten – und da steigt jetzt das Land ein: Jährlich können dafür bis zu einer Million Euro ausgegeben werden. Angekauft werden Gebiete, die eines besonderen Schutzes bedürfen, sagt Landesrat Peter Brunner.
Projekt See: „Zerstörung so groß wie Kaltern“
Das umstrittene Projekt See des Bewässerungskonsortiums 2. Grades in Kaltern und Tramin sorgt für Aufregung. Geplant ist der Bau von 6 großen Speicherbecken im Kalterer Buchenwald, um zusätzliche Bewässerung für Wein- und Obstbauflächen sicherzustellen. Die Becken, die insgesamt ein Speichervolumen von rund 345.000 Kubikmetern umfassen sollen, würden mehr als 15 Hektar ebener Waldfläche zerstören, die bisher öffentlich zugänglich war, kritisiert der Heimatpflegeverband. Diese Fläche entspricht in etwa der Größe des gesamten Dorfes Kaltern.
Naturschutzverbände gegen Erweiterung des Skigebiets Schnals
CAI Alto Adige, Dachverband für Natur- und Umweltschutz, Lipu (Lega italiana protezione uccelli) und Mountain Wilderness haben dem Verwaltungsgericht Bozen kürzlich neue Unterlagen vorgelegt und sprechen sich gegen die vorgesehene Erweiterung des Skigebiets Schnals aus.
Südtiroler Biologen widersprechen Vallazza: „Gülle bedroht die Artenvielfalt“
In einem STOL-Interview hatte der Bauernbundvize Manfred Vallazza behauptet, dass die Gülle-Austragung der Artenvielfalt nicht schade. Die Vereinigung Südtiroler Biologen widerspricht in einer Aussendung entschieden dieser Aussage: Gülle bedrohe sehr wohl die Artenvielfalt.
Nach 20-Kilo-Raubbau von Bärlauch: Was bedeutet „Recht auf Naturgenuss“?
Nach der Beschlagnahme von 20 Kilogramm Bärlauch dürfte klar sein: Man darf nicht überall so viele Kräuter pflücken, wie man will. Das wird unter anderem mit dem „Recht auf Naturgenuss“, das gesetzlich verankert ist, geregelt.
Iris Trikha ist Tirols erste digitale Rangerin
Man sucht sich seine Wanderungen längst auf Online-Plattformen zusammen und wenn man irgendwo in den sozialen Medien ein spektakuläres Foto gepostet sieht, dann will man auch dorthin. So selbstverständlich das für viele ist, so unangenehm sind aber oftmals die Folgen. Der Geheimtipp ist plötzlich völlig überlaufen, an Wander-Hotspots ist ein Parkplatz Mangelware...Dagegen versucht man im Naturpark Karwendel im Bundesland Tirol anzukämpfen, und zwar mithilfe einer digitalen Rangerin. von Uwe Schwinghammer
Internationaler Tag des Bodens: Maßnahmen gegen Versiegelung gefordert
Am 5. Dezember wird der Internationale Tag des Bodens begangen. Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz nimmt dies zum Anlass, um konkrete Maßnahmen für eine massive Reduzierung der Versiegelung zu fordern. „Es genügt nicht, als Ziel eine Null-Nettoversiegelung bis 2040 auszurufen, wenn man nicht jetzt schon die Basis dafür schafft, und zwar in Form ebenso einschneidender wie verbindlicher Regeln“, so Josef Oberhofer, Präsident des Dachverbands.
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