Oktoberfest
Eintritt statt teurem Bier? Debatte um Oktoberfest-Vorstoß
Ein Wiesn-Besuch geht inzwischen bös ins Geld – auch, weil das Bier Jahr für Jahr teurer wird. Dieses ungeschriebene Gesetz möchte Bayerns Bierbrauerpräsident Georg Schneider ändern – und stattdessen Eintritt für den Besuch des Oktoberfests verlangen. Dieser Überlegung erteilten Wiesn-Chef Christian Scharpf und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter allerdings umgehend eine klare Absage. Doch was sind die Argumente auf beiden Seiten?
Mit der Wiesnpolizei im Einsatz: Dank an Kollegen südlich vom Brenner
Vom Angehörigen, der seine Familie aus den Augen verliert bis hin zur Schlägerei wegen des exzessiven Alkoholkonsums: Auch heuer haben Beamte der italienischen Staatspolizei die Kollegen der „Wiesnpolizei“ am Oktoberfest unterstützt.
Südtiroler Wiesn-Kellnerin: „Wir hatten große Angst“
Seit mittlerweile 28 Jahren arbeitet die 59-jährige Vinschgerin Patrizia Waldner jedes Jahr auf dem Münchner Oktoberfest – im Hofbräu-Festzelt. Seit neun Jahren ist auch ihre Tochter Viktoria mit dabei. Das Fest habe sich in all den Jahren stark verändert, sagt die Malserin. Im Interview spricht sie über die Bombendrohung in dieser Woche, das veränderte Verhalten der Gäste und über Trinkgeld.
Oktoberfest: Teurer Spaß mit kleiner Brieftasche
Rund 15 Euro fürs Bier, 25 Euro für ein halbes Hendl: An kaum einem Ort haben es Sparfüchse schwerer als auf dem Münchner Oktoberfest. Frisch angereist aus Südtirol wagen es Julian Kostner, Maurizio Castiglioni und Jakob Pramstaller trotzdem mit kleinem Portemonnaie aufs größte Volksfest der Welt.
Carabinieri aus Südtirol auf der Münchner Wiesn
Millionen Besucher, darunter jedes Jahr Zehntausende aus Italien: Das Oktoberfest ist nicht nur das größte Volksfest der Welt, sondern auch eine Herausforderung für die Sicherheitskräfte. Seit Jahren setzen die bayerische Polizei und die italienischen Behörden deshalb auf eine enge Zusammenarbeit. Auch heuer sind wieder Carabinieri aus Südtirol auf der Münchner Theresienwiese präsent.
„Die Wiesn ist dicht, ich wäre lieber dicht“
Normalerweise hört und riecht man die Wiesn schon von weitem: Es riecht nach gebrannten Mandeln und Bier, aus den Festzelten dröhnt „Ein Prosit der Gemütlichkeit“ und die Menschen kreischen in der Achterbahn. Doch am Mittwoch war alles anders: Keine Menschenmengen in Dirndl und Lederhosen, stattdessen: Gähnende Leere, Absperrungen, sowie Polizisten und Hunde, die die Theresienwiese nach Sprengstoff absuchen. Wie konnte es dazu kommen?
VIDEO | Drohbrief gefunden – Oktoberfest geschlossen – „Täter bedroht die Wiesn“
Nach der Explosion und der Entdeckung eines Leichnams im Münchner Norden sollen die Ermittler ein Schreiben des mutmaßlichen Täters entdeckt haben, berichtet die BILD Online. Das Schreiben führte demnach zur Schließung des Oktoberfests – „ein Täter hat die Wiesn bedroht“, bestätigte auch Oberbürgermeister Dieter Reiter. Indes prüfen die Behörden einen Zusammenhang mit der Antifa-Szene.
VIDEO | Bomben-Alarm! Oktoberfest in München bleibt vorerst geschlossen
Seit den frühen Morgenstunden läuft im Münchner Norden ein Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr. Auch Spezialeinheiten sowie Sprengstoffexperten sind im Einsatz. Die Polizei prüft derzeit einen möglichen Zusammenhang mit dem Oktoberfest. Aus Sicherheitsgründen bleibt die Wiesn am Mittwoch vorerst bis 17 Uhr geschlossen.
Wiesn viel zu voll – Kritik am Sicherheitskonzept
Nach der Sperrung des Oktoberfestes wegen Überfüllung gibt es Kritik am Sicherheitskonzept. „Es war kurz vor der Massenpanik“, kommentiert eine Frau auf Instagram einen Post der Stadt zur vorübergehenden Schließung des Festgeländes. Sie habe nach eigenen Angaben Angst gehabt, „totgetrampelt und umgeschmissen“ zu werden. „Das war brandgefährlich“, schreibt jemand anders. „Die Menschen waren panisch, haben geschrien und geheult.“
Volle Maß Bier – leerer Staatssäckel
Wo beim alljährlichen Italienerwochenende auf der Wiesn Zehntausende Gäste aus bella Italia schunkeln und für ausgelassene Stimmung sorgen, trafen sich auf der Empore des Schottenhammel-Zeltes auf dem Münchner Oktoberfest die Parteispitzen der deutschen Bundesregierung – Friedrich Merz, Bärbel Bas, Lars Klingbeil und Markus Söder. Gemeinsam stemmten sie unter dem Gejohle und Buh-Rufen der anderen Besucher ihre Maßkrüge in die Höhe.
Über 500 Polizeieinsätze und 150 Festnahmen auf der Wiesn
514 Einsätze und 153 Festnahmen – das ist die Polizeibilanz nach einer knappen Woche auf dem Münchner Oktoberfest. Das teilte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) nach seinem Besuch auf der Wiesn-Wache mit. Die Zahlen wurden demnach am frühen Freitagmorgen erhoben.
Das untypische Wiesn-Zelt und sein Südtiroler Kapellmeister
Sein Arbeitsplatz ist eher Wiesn-untypisch, aber doch einer der angesagtesten Feiertreffs auf dem Münchner Oktoberfest: Tobias Mair aus Algund sorgt mit seiner Band Karussell in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal für die musikalische Unterhaltung im Rischart's Café Kaiserschmarrn, dem Wiesn-Zelt der Münchner Traditions-Bäckerei Rischart.
„O'zapft is!“ – Münchner Oktoberfest eröffnet
„O'zapft is!“ In München hat das 190. Oktoberfest begonnen. Mit zwei Schlägen zapfte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) das erste Fass an und eröffnete mit dem berühmten Ruf das wohl größte Volksfest der Welt. Die erste Maß Bier ging, wie das seit Jahrzehnten beim Wiesn-Anstich üblich ist, an den bayerischen Ministerpräsidenten. Markus Söder (CSU) stieß mit Reiter an.
Preis-Check: Wie viel kostet heuer ein Oktoberfest-Besuch inklusive Anreise?
Am Samstag eröffnet in München das Oktoberfest. Für viele Südtiroler ist ein Besuch auf der Wiesn ein Pflichttermin. Doch wie gelangt man am günstigsten dorthin und wie viel kosten dieses Jahr die Maß Bier samt Brathendl?
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