Passeier
Passeiertal: Das Ringen mit den Folgen des Jahrhundert-Unwetters
Eine Gewitterzelle mit sintflutartigem Regen über der Texelgruppe im Bereich Matatzspitze hat, wie berichtet, am Abend des 23. Juli den St. Martiner Ortsteil Neuhaus schwer getroffen. Die Aufräumarbeiten sind immer noch im Gange. Es wird Monate dauern und sehr viel Geld brauchen, bis die Schäden behoben sind.
Ein Leben für die Mundart: „Immer weniger Psairer sagen noch ‚Hou‘“
Mit wachen Augen, einem herzlichen Lächeln und getragen von Erinnerungen verbringt Anna Lanthaler ihren Lebensabend im Seniorenwohnheim in St. Leonhard. Die 91-jährige Mundartdichterin blickt auf ein bewegtes Leben zurück – geprägt von Arbeit, Familie und einer authentischen, sprachlichen Ausdruckskraft, die sie weit über ihr geliebtes Passeiertal hinaus bekannt gemacht hat.
Gemeinsam gegen knietiefen „Lettn“
St. Martin i. P. Passeier zeigt Herz. Allein am Freitagvormittag sind rund 40 Menschen mit Schaufel, Schlamm-Schiebern und Schubkarre beim Sägewerk Marth angerückt und haben geholfen, die rund 40 Zentimeter hohe „Lettn“-Schicht aus den Hallen unter den Maschinen des Sägewerks zu entfernen – am Nachmittag waren es 60 Helfer.
Traurige Bilanz nach den Unwettern in weiten Teilen des Passeiertals
Die heftigen Unwetter in der vergangenen Nacht auf Donnerstag im Passeiertal haben zu massiven Schäden geführt: Die Murenabgänge, Überschwemmungen und Infrastrukturausfälle betreffen dabei nicht nur die Gemeinde St. Martin in Passeier, sondern weite Teile des Tales.
Aufräumarbeiten laufen: Experten sind nach Murgängen im Passeiertal vor Ort
Nach den Murgängen am Mittwochabend sind am heutigen Donnerstag Experten des Landesamtes für Wildbach- und Lawinenverbauung West, der Landesstraßendienst und ein Geologe des Landesamtes für Geologie und Baustoffprüfung im Passeiertal im Einsatz.
Flüsse gesäubert: Passeirer Fliegenfischer sammeln 170 Kilogramm Müll
Am Weltwassertag am vergangenen Samstag hat in Anlehnung an die „CleanUp Days“ im Herbst erstmals in Südtirol ein „River CleanUp Day“ stattgefunden, an dem sich zahlreiche Fischervereine im ganzen Land beteiligten, darunter der Fliegenfischerverein Passeier.
Saltaus: Einheimischer (69) tot aus Bach geborgen – Leichenbeschau am Samstag
Trauriger Fund am Freitagnachmittag im Passeiertal: Die Einsatzkräfte bargen den Leichnam eines 69-jährigen Einheimischen aus einem Bach in der Ortschaft Quellenhof. Die Behörden gehen derzeit von einem natürlichen Tod aus – dennoch wurde für den morgigen Samstag eine Leichenbeschau angesetzt.
Passeier: Bernhard Zwischenbrugger (41) erliegt schweren Verletzungen
Bernhard Zwischenbrugger hat es nicht geschafft. Der 41-Jährige, von vielen Weger Benno genannt, ist am Samstag in der Intensivstation des Bozner Krankenhauses seinen schweren Verletzungen erlegen, die er sich bei einem Bergunfall zugezogen.
Pfarrer Kuenzer: „Hinterpasseirer sind wertvolle Edelsteine“
Diese Veränderung fällt nicht leicht: Am 25. August müssen die Pfarreien Moos, Rabenstein, Stuls, Pfelders und Platt ihren Pfarrer Oswald Kuenzer verabschieden. Im Interview gibt der beliebte 80-Jährige Einblicke in seine Zeit im Hinterpasseier und in seine Zukunft. Herauszuhören ist, dass er auch noch bleiben würde.
An Sperre festgekrallt: 2 Frauen in St. Leonhard haben großes Glück
Enormes Glück hatten am Nachmittag gegen 15.20 Uhr 2 junge Passeirerinnen, die beim Schwimmen in der Unterblichl Sand (Baggersee) von der starken Strömung der Passer abgetrieben wurden. Mit aller Kraft gelang es den 2 Frauen sich an einer Betonverstrebung der Gomioner Sperre festzuklammern, bis sie von Männern der Freiwilligen Feuerwehr St. Leonhard und der Bergrettung St. Leonhard unterkühlt in Sicherheit gebracht werden konnten.
Besendert auf in die freie Wildbahn
Mehr als nur ein Ort der Geschichte und der Kultur ist das Bunker-Mooseum in Moos. Mit der Zucht und Auswilderung von Alpensteinhühnern tragen der Museumsverein Hinterpasseier und die Gemeinde zum Erhalt der heimischen Wildtierwelt bei: 10 der 12 im Vorjahr geschlüpften Steinhühner wurden jüngst in die freie Wildbahn entlassen – 3 mit einem speziellen „Rucksack“.
Trauer um Markus Raffl (16): Lawinenunglück blieb lange unbemerkt
Die Hinterpasseirer trauern um ihren tödlich verunglückten Mitbürger Markus Raffl: Der 16-jährige Skifahrer aus Platt war am Sonntagnachmittag gegen 14.30 Uhr 50 bis 60 Meter unterhalb der auf etwa 2500 Meter liegenden Bergstation der Karjochbahn außerhalb der Karjochpiste von einem Schneebrett erfasst und darunter begraben worden. Der junge Mann hatte die Lawine vermutlich selbst ausgelöst. Weil der Jugendliche allein unterwegs war und dichter Nebel herrschte, blieb das tragische Unglück stundenlang unbemerkt – obwohl ein Ski aus dem Schnee ragte.
Schützen: Dornenkrone soll Kreisverkehr in St. Leonhard schmücken
Die Schützenkompanie „Andreas Hofer“ hat kreative Pläne für die Gestaltung des neu errichteten Kreisverkehrs an der Dorfeinfahrt von St. Leonhard im Passeiertal: Eine Dornenkrone soll zum Herzstück des Kreisverkehrs werden und Symbol für die Einheit der 3 historischen Tiroler Landsteile sein.
Wie abgestorbene Bäume zur Gefahr für Menschen werden
Eine abgestorbene Fichte, die in St. Pankraz eine Hauswand durchschlägt und einen 75-Jährigen schwer verletzt. 3 abgefaulte Bäume, die im Passeiertal durch steile Wälder schießen und auf die Passstraßen stürzten. Nur mit Glück wird einen Schulbus nicht getroffen, der kurze Zeit später an einer der Stellen vorbeifährt: Von Borkenkäfern befallene, faule Bäume sind ein großes Sicherheitsrisiko. Das zeigt sich zum Beispiel im Passeiertal.
Hotelier Dorfer: „Ich war auch der Chef-Abspüler“
Vom Gasthaus mit Notunterkünften zum Urlaubsdorf mit Wellness und Südsee-Feeling: Der Quellenhof in Passeier ist ein Paradebeispiel für Südtirols touristische Erfolgsgeschichte. Zum 100-Jahr-Jubiläum blickt Chef Heinrich Dorfer auf die Anfänge – und in die Gegenwart, in der kritische Fragen wie Verkehrsbelastung, Wasserverbrauch, Bauwut und Hotels in Konzernhand gestellt werden.
Ursache für Unfall am Mooser Spielplatz: Schrauben an Schaukel gebrochen
Die Schrauben, die den Querbalken mit dem Holzgerüst verbanden, haben nachgegeben: Das scheint nach ersten Informationen der Grund für den Schaukel-Unfall von Moos in Passeier gewesen zu sein. Ein 7-jähriger Bub hatte sich Dienstagfrüh beim Schaukeln auf dem Spielplatz vor der Grundschule in Moos in Passeier schwer am Kopf verletzt. Er ist aber außer Lebensgefahr.
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