Plage
Bettwanzen: Lästige Blutsauger auf dem Vormarsch
Sie sind nur wenige Millimeter groß, verstecken sich tagsüber in Ritzen und Spalten und krabbeln dann nachts aus ihren Verstecken, um auf die Jagd nach Menschenblut zu gehen. Zurück bleiben am Morgen oft erschrockene Touristen, die sich die Stiche auf ihrer Haut nicht erklären können. Bettwanzen können in Hotels und Privathaushalten zur Plage werden.
Rattenplage: Südtiroler Kammerjäger im Dauereinsatz
Es ist ein lauer Sommerabend. Laura (35) betritt das gut durchlüftete Wohnzimmer, um die Balkontür zu schließen. Ein Rascheln lässt sie zusammenzucken. Eilig huscht ein Tier am anderen Ende des Raums ins Freie. Es war eine Ratte. Laura ist geschockt. Sie ist nur eine von vielen Nagetier-Geplagten im Land. „Es werden mehr“, sagen auch Südtiroler Kammerjäger und erklären, was im Fall der Fälle zu tun ist.
Gegen die Blaukrabbe: Italien setzt auf portugiesische Muscheln
Blaukrabben machen vor kaum einer Beute Halt: Sie ernähren sich von Muscheln, kleineren Krebsen, Fischen und Würmern. Sie lieben besonders die „Vongole veraci“, jene große Venusmuschel-Art, die eine Hauptzutat für die sommerlichen Lieblingsgerichte der Italiener, wie Linguine oder Spaghetti alle vongole, ist. Fischer in der nördlichen Adria berichten von Schäden in Millionenhöhe.
Zecken: Heuer 6 FSME-Fälle in Südtirol – und 15 im Trentino
Zecken bleiben eine Gefahr: Im Trentino ist kürzlich ein 57-jähriger Mann Monate nach einem Zeckenstich an den Folgen einer Frühsommer-Meningoenzephalitis gestorben (FSME). In Südtirol wurden heuer 6 FSME-Fälle festgestellt, keiner mit tödlichem Ausgang.
Was gegen Tigermücken wirklich hilft
Die Tigermücke breitet sich immer schneller aus – dank Hitze: In den vergangenen Wochen ist die Zahl der nachgewiesenen Eier deutlich angestiegen – vor allem in Bozen, aber auch im Etschtal und im Unterland. In manchen Kondominien sind die Tigermücken heuer bereits so lästig geworden, dass der Kammerjäger gerufen wurde – nicht nur in Bozen, sondern auch in Meran, Brixen und Bruneck.
Ohne Waffe oder Gift: So löst Lana das Problem mit den Tauben
Die einen können sich mit Stadttauben anfreunden, die anderen sehen schon in einem gurrenden Pärchen eine Plage: Das größte Problem ist aber der herumliegende Taubenkot, die weiß-grünlichen Flatschen. In Lana, wo einige 100 Tauben leben dürften, hat Gemeindereferent Ernst Winkler das Problem in die Hand genommen und einen Verein gegründet, um den Taubenbestand schrittweise zu regulieren – ohne zur Waffe oder zu Gift zu greifen.
Liebesnest des Borkenkäfers: Wie er bis zu 3 Weibchen in die Rammelkammer lockt
Der Borkenkäfer macht Südtirols Wäldern zu schaffen – und auch den Förstern tut es weh zu sehen, wie unsere Fichten dem Käfer zum Opfer fallen. Wir waren in den Pragser Wäldern unterwegs und haben uns angeschaut, wie wild der Käfer wütet, wie es im Inneren eines befallenen Baumes aussieht und wie er sich fortpflanzt.
Borkenkäfer: Ein Blick in die Rammelkammer
Der Borkenkäfer macht Südtirols Wäldern zu schaffen – und auch den Förstern tut es weh zu sehen, wie unsere Fichten dem Käfer zum Opfer fallen. Wir waren in den Pragser Wäldern unterwegs und haben uns angeschaut, wie wild der Käfer wütet, wie es im Inneren eines befallenen Baumes aussieht und wie er sich fortpflanzt. Besonders interessant: Wie das Männchen dafür sorgt, dass nur die stärksten und besten Weibchen in seine Rammelkammer gelangen.
Borkenkäferzahlen explodieren
Nach etwa 1-2 Wochen schlüpfen aus den Eiern die jungen, beinlosen Larven. Diese beginnen sich quer zum Muttergang durch den Rindenbast zu fressen und hinterlassen dabei immer breiter werdende Gänge. Günther Pörnbacher, Amtsdirektor beim Forstinspektorat Welsberg, zeigt uns wie das ganze aussieht.
Bekommt Südtirol ein Bärengehege wie in Casteller bei Trient?
Im Sarntal hat ein Bär kürzlich ein Bild der Verwüstung hinterlassen: 16 Bienenstöcke lagen herum. Die Angst geht um: Besorgte Eltern lassen kleine Kinder nicht mehr aus dem Haus gehen. Landesrat Luis Walcher sieht wegen der wachsenden Gefahr durch Großraubwild Handlungsbedarf in Südtirol.
Albtraum für Landwirt: Eklige Invasion von Tausendfüßlern
Naturverbunden wie er ist, gerät Bauer Josef (Name geändert) keineswegs wegen jedem Krabbeltier in Garten und Wiese in Krise. Doch was der Landwirt derzeit erlebt, ist ein wahrer Albtraum: Abertausende von Tausendfüßlern haben von seinem Grundstück regelrecht Besitz ergriffen – und schrecken auch vor dem Haus nicht zurück. Verzweifelt versucht er, der Invasion Herr zu werden.
Besorgter Blick auf den Käferfraß
Bange Blicke sind derzeit auf den Wald gerichtet: Der Flug der Borkenkäfer hat angesichts der ungewöhnlich hohen Temperaturen Anfang April früh eingesetzt. Das zuletzt kalte Wetter hat zwar den Flug des Schädlings eingebremst, „aber er geht dann in den Standby-Modus, die Ausfälle werden sich also in Grenzen halten“, sagen Wolfgang Weger und Günther Pörnbacher von den Forstinspektoraten Bruneck und Welsberg. Ein Lagebericht aus dem Pustertal.
Mit Besen, Schaufeln und bloßen Händen gegen Heuschrecken
Südtirol hat Heuschrecken anscheinend immer schon angezogen. Die Zweifarbige Beißschrecke und der Dickkopfgrashüpfer kamen zuletzt fliegend nach Südtirol. Weit bequemer hatte es da wohl die kurzflügelige Kleine Knarrschrecke die laut den Wissenschaftlern von Eurac Bozen vermutlich mit dem Zug ins Unterland gekommen ist. Das sind Einzelfälle – aber das war nicht immer so. Von Manfred Schiechtl
Borkenkäfer-Befall nimmt dramatische Ausmaße an – Was Südtirol (nicht) plant
Die Borkenkäferplage nimmt immer dramatischere Ausmaße an, berichtet Landesrat Arnold Schuler: Waren 2022 insgesamt 6000 Hektar Waldfläche in Südtirol betroffen, „so werden wir heuer die 10.000-Hektar-Marke überschreiten“, ist sich Schuler sicher.
Wespen: In diesem Jahr besonders viele und sie sind auffallend aggressiv
Wespen machen zurzeit immer mehr Bürgern zu schaffen: „Die Anfragen, Wespennester zu entfernen, häufen sich“, berichtet Kammerjäger Andreas Wenighofer. Bei manchen Hotels und Restaurants könnten die Gäste nicht mehr im Freien sitzen. Und auch die Berufsfeuerwehr muss ausrücken.
Biblische Plage: Als Tirol einen Krieg gegen Heuschrecken führte
Es war, als wäre die achte der zehn biblischen Plagen des Alten Testaments überTirol hereingebrochen. Stellenweise verdunkelte sich der Himmel, als ein gigantischer Schwarm Wanderheuschrecken durch das Inntal zog. + von Manfred Schiechtl
Tigermücken: Der Kampf gegen die Plagegeister beginnt jetzt
Sobald es wärmer wird, erwachen auch Insekten und mit ihnen diverse Plagegeister wieder zum Leben. Besonders aggressiv zeigt sich auch hierzulande seit einigen Jahren die aus Südostasien stammende Tigermücke. Sie vermehrt sich rasant und exponentiell und wird im Verlauf des Sommers zunehmend zum Problem – sollten nicht rechtzeitig Präventionsmaßnahmen ergriffen werden. „Die richtige Zeit dafür ist jetzt“, sagt Alberta Stenico, Amtsdirektorin des biologischen Landeslabors.
Mehr laden

