Priester
„Wurde als Zwölfjähriger von Priester sexuell belästigt“
Die Vorfälle, die einem heute 49-jährigen Südtiroler in seiner Kindheit widerfahren sein sollen, beschäftigen ihn noch heute. Über zwei Jahre hinweg wurde Martin (Name von der Redaktion geändert) mehrmals von einem Priester sexuell belästigt, wie er kürzlich im Rahmen einer Veranstaltung des Betroffenennetzwerks „Rete L'Abuso“ erzählte.
Italiens bekanntester Influencer-Priester steigt aus – „Amt zu eng geworden“
Er ist einer der bekanntesten Priester Italiens. Alberto Ravagnani (32), der über 294.000 Follower auf Instagram und mehr als 130.000 auf TikTok zählt, hat nun aber sein Priesteramt niedergelegt. Der Grund: Sein persönliches Verständnis von Berufung stimme nicht mehr mit dem priesterlichen Amt überein.
Kirche neu denken: Fortbildung für Priester im Zeichen des Wandels
Wie kann Kirche heute für die Menschen da sein, wenn sich das gesellschaftliche Leben und die Erwartungen der Menschen an Kirche ständig verändern? Mit dieser Frage setzten sich 57 Priester aus der Diözese Bozen-Brixen im Rahmen einer dreitägigen Fortbildung in Roverè Veronese auseinander.
Ein einziger Pfarrer für 16 Pfarreien: Wie geht das, Herr Dekan Seehauser?
Früher wohnte der Pfarrer im Widum nebenan. Heute ist er oft mehrere Dörfer entfernt – manchmal zuständig für ganze Täler. Also weit weg. Was heißt das für die Seelsorge? Für Nähe, Zeit, persönliche Begleitung? Dekan Andreas Seehauser ist zuständig für sage und schreibe 16 Pfarreien zwischen Brenner und Trens. Wie lebt er diesen Auftrag? Stress pur? Wo stößt er an Grenzen? Und überhaupt: Wie sieht er die Zukunft der Pfarreien, wenn es in wenigen Jahren nur noch eine Handvoll Geistlicher gibt?
Innsbrucker Priester spricht über Missbrauchserfahrung in Südtirol
Ein Priester der Diözese Innsbruck hat eigene Missbrauchserfahrungen durch einen Ordensangehörigen in Südtirol öffentlich gemacht. Zu dem Vorfall sexueller Gewalt sei es vor 40 Jahren während eines Gastaufenthaltes in seiner Ausbildungszeit im Haus des Deutschen Ordens in Lana gekommen, sagte der Innsbrucker Pfarrer im ORF Tirol-Gespräch. Mittlerweile gingen 15 weitere Meldungen bei der Ombudsstelle der Diözese ein, berichtete der ORF.
Stuls: Priester Richard Hofer gestorben
Im Alter von 88 Jahren ist am gestrigen Sonntag der Priester Richard Hofer in Stuls gestorben. Hofer wirkte unter anderem als Pfarrer in Lüsen, Truden, Radein, Plaus und Rabland. Der Trauergottesdienst für Richard Hofer wird am kommenden Donnerstag, 4. Dezember, um 14.30 Uhr in Stuls gefeiert.
Priesterseminar in Brixen: Zeit zum Zusperren?
Der „Sonn(der)tag“ macht diesmal etwas, was immer weniger Männer tun: Er geht ins Priesterseminar! In Brixen. Aber: Fast alle Zimmer für Seminaristen sind leer. Es ist still geworden im Haus. Und in dieser Stille werden Fragen laut: Braucht Südtirol überhaupt noch ein Priesterseminar? Vor allem: Warum ist der Priesterberuf so unattraktiv geworden? Die Antworten gibt Kanonikus Markus Moling, der seit bald zehn Jahren das Priesterseminar als Regens leitet.
Er soll Schülerin (11) sexuell belästigt haben – Priester muss vor Gericht
Er soll seine Rolle als Lehrer ausgenutzt und seine 11-jährige Schülerin mehrmals sexuell belästigt haben: Diese harten Anschuldigungen liegen gegen einen Priester (40) vor, der in einer Trientner Schule das Fach Religion unterrichtet hat. Der Fall soll sich vor knapp zwei Jahren ereignet haben, nun wandert er vors Gericht.
Nachdenken statt nachtreten: Einige Überlegungen zum Fall Giorgio Carli
Acht Monate nach Vorstellung des Gutachtens zum Missbrauch in Südtirols Kirche kocht der Skandal wieder richtig hoch. Nach einem öffentlichen Aufschrei über die Versetzung des Priesters Giorgio Carli von Sterzing nach Innichen muss Bischof Ivo Muser diese Entscheidung öffentlich zurücknehmen. Mittlerweile wird mit einer Petition sogar der Rücktritt des Bischofs gefordert. Der Theologe und Journalist Martin Lercher wertet, wägt ab und wagt einen Zwischenruf in der lautstarken Aufregung!
„Unverständlich, dass Wunsch Don Carlis nach Versetzung stattgegeben wurde“
Mit Befremden nimmt der Vorstand des Katholischen Forums die Versetzung von Don Giorgio Carli in die Seelsorgeeinheit Oberes Pustertal zur Kenntnis. „Es ist uns unverständlich, dass dem Wunsch Don Carlis nach einer Versetzung in eine andere Pfarrei einfach stattgegeben wurde.“
Don Giorgio Carli weiter als Seelsorger tätig: Das sagt Generalvikar Runggaldier
Obwohl sein Fall im Missbrauchsbericht für die Diözese Bozen-Brixen sehr ausführlich und mit deutlicher Kritik an der Diözese dargestellt wird, bleibt der Priester Giorgio Carli weiterhin in der Seelsorge tätig. Nach mehreren Jahren in der Seelsorgeeinheit Wipptal ist er seit 1. September in der Seelsorgeeinheit Oberes Pustertal eingesetzt. Das sorgt für Verwunderung und offene Kritik.
„Foedus Sacerdotale“ erinnert an P. Alberich Rabensteiner
Aus 107 Priestern – 69 aus der Diözese Bozen-Brixen und 38 aus der Diözese Innsbruck – besteht die Priestergemeinschaft Foedus Sacerdotale. Am heutigen Mittwoch traf sich ein Teil der Gemeinschaft, um ihr jährliches Titularfest und das Fest der Verklärung des Herrn zu feiern. Wegen Bauarbeiten im Dom wurde der Gottesdienst in die Stadtpfarrkirche St. Michael in Brixen verlegt. Im Fokus stand heuer Alberich Rabensteiner, der 1945 unter tragischen Umständen ums Leben kam.
Wie ein angehender Priester aus Afrika unsere Kirche erlebt
In seiner Heimat fröhliche, tanzende Gottesdienste – hier manch leere Kirchenbank und recht ernste Stimmung; in seiner Heimatdiözese 80 Kandidaten fürs Priesteramt – hier kein einziger Südtiroler mehr im Seminar: Wie erlebt Ditrick Titus Makali aus Tansania diesen Kontrast? Seit bald vier Jahren ist der junge Afrikaner in Brixen, um sich auf die Priesterweihe vorzubereiten. Im „Sonn(der)tag“ erzählt Makali, wie er in Südtirol aufgenommen wurde, warum er trotz allem den geistlichen Beruf wählt, was er vom Zölibat hält und was wir uns von der Kirche in seiner Heimat abschauen können.
Kein Südtiroler im Priesterseminar – Was Bischof Ivo Muser dazu sagt
Ende Juni werden im Dom von Brixen traditionsgemäß die Priester geweiht. Doch diese Tradition franst aus: Die letzte Weihe liegt drei Jahre zurück, auch in diesem Jahr gibt es keinen Weihekandidaten. Und die Aussichten sind trist: Im Priesterseminar bereitet sich derzeit kein einziger Südtiroler auf den geistlichen Beruf vor.
Geschieht bei der Messfeier etwas „Heiliges“? Das sagt P. Sepp Hollweck
Gibt es einen guten Grund, am Sonntag zur Messfeier in die Kirche zu gehen? Die Predigt ist mal packend, mal schlichtweg schlecht, die Musik gefällt, aber nicht immer. Dann jede Menge Texte und Gebete. Alles zusammen ist eine mehr oder weniger feierliche „Veranstaltung“. Freilich ist da noch dieser mystische Moment bei Wandlung, auch bei der Kommunion. Aber was ist „heilig“ bei einer Messfeier? Passiert da etwas Übersinnliches, entsteht ein Kontakt mit der anderen Welt? Zum Fest Fronleichnam gibt der Priester und Journalist P. Sepp Hollweck überraschende Antworten auf diese Fragen.
Versetzung von Pfarrern: Muss das sein? Und wer darf dabei mitreden?
Zuerst in Meran, aktuell im Wipptal: Die Versetzung von Priestern sorgt oft für Aufregung und sogar Aufstand im Kirchenvolk. Müssen solche Wechsel sein? Welche Regeln gelten in der Diözese? Generalvikar Eugen Runggaldier erklärt im Interview, was bei einer Versetzung hinter den Kulissen passiert – und warum es besser ist, wenn manches dort bleibt.
Priester Karl Fritz im Alter von 94 Jahren gestorben
Im Alter von 94 Jahren ist am gestrigen Samstag der Priester Karl Fritz in Schlanders verstorben. Fritz wirkte unter anderem als Pfarrer in Schluderns, Tschars und Marein-Kastelbell. Der Trauergottesdienst für Karl Fritz wird am kommenden Mittwoch, 28. Mai, um 14 Uhr in Schlanders gefeiert.
Warum müssen unsere Pfarrer ständig versetzt werden?
Da ist oft richtig Feuer am Kirchendach: Wenn Dekane und Pfarrer in eine andere Pfarrei versetzt werden, lodern nicht selten die Flammen von Unmut, Zorn und Protest auf. Viele fragen sich: Warum werden Priester und Pfarreien, die gut miteinander können, nach einigen Jahren wieder auseinandergerissen? Und sollten nicht endlich auch die betroffenen Pfarreien bei Versetzungen mitreden dürfen? Generalvikar Eugen Runggaldier beantwortet im „Sonn(der)tag“ brennende Fragen.
Missbrauchsstudie der Diözese: Überprüfung beschuldigter Priester läuft
Nach der Veröffentlichung der Missbrauchsstudie durch die Münchner Rechtsanwaltskanzlei Westpfahl Spilker Wastl hat die Diözese mit der Aufarbeitung begonnen: Eine interdisziplinäre Fachgruppe überprüft derzeit die Situation von 14 noch lebenden Priestern, die des Missbrauchs beschuldigt werden, und erarbeitet Maßnahmen, die dem Bischof zur Entscheidung vorgelegt werden.
„Endlich“: Stimmen aus der Kirche und ihrem Umfeld zum Missbrauchsbericht
Mit dem Bericht über sexuellen Missbrauch in der Kirche wurde ein wahrhaft dunkles Kapitel Kirchengeschichte offengelegt. Wir haben uns bei der Kirche nahe-stehenden Bewegungen und Vereinen umgehört, wie sie den Bericht bewerten.
Fall 1: Sexuell missbraucht, Suizid – der verantwortliche Priester hält Begräbnis
Im „Bericht zum sexuellen Missbrauch Minderjähriger und erwachsener Schutzbefohlener durch Kleriker“ in Südtirol sind insgesamt 24 Fälle anhand der offiziellen kirchlichen Akten rekonstruiert. Dabei werden die Namen von Personen, Orte des Geschehens und exakte Zeiträume bewusst ausgelassen, nur die Verantwortlichen der Diözese und ihr Verhalten werden detailliert wiedergegeben. Wir haben 4 besonders haarsträubende Fälle ausgewählt.
Sexueller Missbrauch in Südtirols Kirche: Die Opfer, die Täter, die Fakten
In den kirchlichen Akten ist auch ein dunkles Kapitel der jüngeren Südtiroler Kirchengeschichte dokumentiert: Seit der Diözesangründung im Jahr 1964 wurden 59 Minderjährige durch Priester nachweislich oder mit hoher Wahrscheinlichkeit sexuell missbraucht. Das geht aus dem unabhängigen Bericht der Münchner Kanzlei Westpfahl-Spilker-Wastl hervor, der zur Stunde in Bozen vorgestellt wird.
Trauer um Alt-Dekan Hubert Unterweger
Im Alter von 91 Jahren ist am heutigen Montag der Priester Hubert Unterweger im Jesuheim in Girlan gestorben. Unterweger wirkte unter anderem als Dekan in Mals und in Sterzing. Der Trauergottesdienst für Hubert Unterweger wird am kommenden Donnerstag, 2. Jänner 2025, um 14.30 Uhr im Jesuheim gefeiert.
„Martins Sonn(der)tag“: Herr Bischof, werden bald Pfarreien aufgelöst?
Eine Handvoll Priester, immer weniger Gläubige: Südtirols Kirche schrumpft dramatisch. Bischof Ivo Muser stimmt seine „Herde“ in Hirtenbriefen und Ansprachen auf die neuen Zeiten als Minderheit ein. Bleibt dann überhaupt noch die Kirche im Dorf? Werden Pfarreien aufgelöst? Und: Geht es derart bergab, weil Reformen verhindert oder versäumt wurden? Im weihnachtlichen Interview beantwortet Bischof Muser auch Fragen zum Zölibat und zur Weihe von Frauen.
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