Remigration
Breiter Protest in Bozen gegen Remigrations-Vorschlag
Tausende Teilnehmer demonstrierten am Samstagnachmittag im Zentrum von Bozen gegen den Remigrations-Gesetzentwurf des rechtsextremen Komitees „Remigrazione e Riconquista“. An der von CasaPound-Mitgliedern organisierten Kundgebung auf dem Siegesplatz beteiligten sich rund 500 Anhänger der ultrarechten Szene.
„Remigration“: Deutlich weniger Demonstranten als erwartet – Breite Front gegen Rechts
Einige Hundert Menschen haben am Samstag an der umstrittenen Demonstration des Komitees „Remigrazione e Riconquista“ im Umfeld der rechtsextremen Bewegung CasaPound in Bozen teilgenommen. Sehr viel mehr Andrang gab es bei der Gegendemonstration im Berloffapark. Tausende zogen mit lauter Musik, bunten Fahnen und antifaschistischen Sprechchören durch die Landeshauptstadt um ein starkes Zeichen gegen Rechts zu setzen.
Bischof fordert Integration statt Remigration
Im Vorfeld der für den morgigen Samstag in Bozen angekündigten Demonstration unter dem Schlagwort „Remigration“ bezieht Bischof Ivo Muser klar Stellung. Der Begriff stehe für Ausgrenzung und widerspreche dem christlichen Menschenbild. Die Diözese Bozen-Brixen beteiligt sich an der Gegenkundgebung.
Geplante Demo: „Nährboden für Ausgrenzung, Diskriminierung, Gewalt“
Die Fachstelle Gewaltprävention des Forum Prävention äußert Bedenken zur geplanten Gesetzesinitiative „Remigrazione e Riconquista“ sowie zur angekündigten Kundgebung am Samstag in Bozen. Sie sieht mögliche Auswirkungen auf gesellschaftlichen Zusammenhalt und Radikalisierungsdynamiken.
Steger: „Ich halte nichts von diesem Aufmarsch“ – So reagiert die SVP
Zwei Tage vor der angekündigten „Remigrations“-Demo in Bozen bezieht die SVP-Spitze unmissverständlich Stellung. Während Landeshauptmann Arno Kompatscher den Begriff als „beschönigendes Wort für Deportation“ entlarvt, warnt SVP-Obmann Dieter Steger vor einer „Vergiftung des gesellschaftlichen Miteinanders“. Gemeinsam mit Landtagspräsident Arnold Schuler rufen sie zur Verteidigung demokratischer Grundwerte auf.
„Galateos Äußerungen sind unangebracht“
Scharfe Worte von SVP-Senatorin und Präsidentin der Autonomiegruppe Julia Unterberger: In einer Stellungnahme übt sie deutliche Kritik an den Aussagen von Landeshauptmannstellvertreter Marco Galateo zur sogenannten „Remigration“. Es gehe dabei nicht um Migrationssteuerung, sondern um gefährliche Konzepte der Ausgrenzung – ein Thema, das in Südtirols Geschichte besonders sensibel sei.
„Remigrations“-Demo in Bozen: „Kein Platz für rechtsextreme Ideologien“
Für diesen Samstag ist in Bozen eine Demonstration zur sogenannten „Remigration und Rückeroberung“ angekündigt. Die Soziale Mitte der Südtiroler Volkspartei (SVP) äußert dazu deutliche Kritik und spricht von einem Widerspruch zu grundlegenden demokratischen Werten. Zugleich signalisiert sie Unterstützung für eine friedliche Gegenkundgebung.
Landesbeirat warnt vor „Remigration“-Demo in Bozen
Der Landesbeirat für Integration bezeichnet die für Ende Februar geplante „Remigrations-Kundgebung“ in Bozen als „provokativ und spaltend“. Das Gremium warnt nicht nur vor Ausschreitungen, sondern äußert auch schwere verfassungsrechtliche Bedenken gegen ein geplantes Volksbegehren zum Thema „Remigration“.
Mehr laden

