Sanität
Wohnortnahe Gesundheitsversorgung: Südtirol hinkt hinterher
Nach der Auswertung der Agenas-Daten zum Jahresende 2025 zeigt sich die Stiftung Gimbe besorgt über die langsame Umsetzung des PNRR-Projektes der wohnortnahen Gesundheitsversorgung. Sonst oft Musterknabe, hinkt Südtirol hierbei sogar besonders hinterher. Doch: Schafft Italien die Umsetzung nicht bis zum Stichtag 31. Mai, könnten die EU-Gelder futsch sein. Auch für Südtirol.
Podologische Leistungen für chronisch Kranke werden ausgebaut
Das Angebot podologischer Gesundheitsleistungen, also Leistungen für medizinische Fußpflege, hat die Landesregierung am vergangenen Freitag mit einem Beschluss auf Vorschlag von Gesundheitslandesrat Hubert Messner erweitert und damit die Betreuung besonders belasteter Patientinnen und Patienten verbessert. Der Beschluss ist seit dem gestrigen Mittwoch 2026 in Kraft.
Patientenansturm ohne Ende: Wenn die Notaufnahme zum Hausarzt-Ersatz wird
Eigentlich wären sie nur für den absoluten Notfall gedacht, doch immer mehr Menschen suchen die Notaufnahmen in den sieben Südtiroler Landeskrankenhäusern auf, ohne dass akute medizinische Notwendigkeit besteht. Das stellt Personal, aber auch die Strukturen zunehmend vor Herausforderungen.
Südtirols Notaufnahmen durch unnötige Fälle am Limit
Leichte Erkältungen oder kleine Schürfwunden landen immer häufiger in Südtirols Notaufnahmen. Solche nicht akuten Beschwerden binden Ressourcen, die jedoch für Notfälle benötigt werden und das Gesundheitssystem vor wachsende Herausforderungen stellen. Im Sanitätsbetrieb hofft man, durch eine „gestärkte, wohnortnahe Versorgung für spürbare Entlastung zu sorgen“.
Neue EGA-Funktion: Eigene Gesundheitsdokumente hochladen
Die Elektronische Gesundheitsakte (EGA) wird erweitert: Ab sofort steht die neue Funktion „Dokument hinzufügen“ zur Verfügung. Damit können Bürgerinnen und Bürger eigene medizinische Unterlagen im PDF-, JPG- oder PNG-Format bis zu einer Größe von 10 MB pro Dokument direkt in ihre persönliche EGA hochladen.
Arbeiten bis 72: Chance für erfahrene Ärzte
Die von den Allgemeinmedizinern so ungeliebten neuen Gemeinschaftshäuser könnten sich für ältere Spitalsärzte als beliebter Arbeitsplatz erweisen. Das glaubt jedenfalls ANAAO-Landessekretär Dr. Edoardo Bonsante: „Für Kollegen, die mit dem Alter leiser treten wollen, könnte dies eine gute Alternative sein, um tatsächlich bis zum Alter von 72 Jahren zu arbeiten.“
7 Millionen Euro für Hausärzte: Land legt neues Vertragsangebot vor
Im Poker um den neuen Hausärztevertrag geht das Land Südtirol in die Offensive: Mit einem Sieben-Millionen-Euro-Paket sollen die Arbeitsbedingungen der Allgemeinmediziner verbessert werden. Von der Verdoppelung der Sekretariats-Beiträge bis hin zu einer neuen Nachtbereitschaft – das sind die Details des 14. Entwurfs.
Messner weist Kritik zurück: „Wartezeiten deutlich verkürzt“
Die Wartezeiten im Südtiroler Sanitätsbetrieb sind im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt gesunken, und zwar in allen Dringlichkeitsklassen (prioritär, aufschiebbar und programmiert). Dies stellt der Landesrat für Gesundheitsvorsorge und Gesundheit Hubert Messner im Hinblick auf die am Donnerstagveröffentlichte Mitteilung des Vereins Robin klar.
Starker Anstieg an Patienten in Bozner Notaufnahme: Das sind die Gründe
Die Notaufnahmen in den Krankenhäusern im ganzen Land verzeichnen seit mehreren Jahren einen deutlichen Zulauf. Besonders markant ist der Anstieg in der Notaufnahme am Landeskrankenhaus Bozen, wo sich die jährlichen Zugänge von rund 64.700 im Jahr 2020 auf beinah 106.800 im Jahr 2025 erhöht haben.
„Befunde kann nicht einfach die KI übersetzen“
Zur Facharztvisite im Krankenhaus – und dann den Befund in der „falschen“ Sprache bekommen: Das kennen wohl die meisten – deutschsprachigen – Südtiroler. Will man das Ganze dann in seiner Sprache, heißt es warten. Warum das so ist und wie der Sanitätsbetrieb das verbessern will, erklärt Sanitätsdirektor Dr. Josef Widmann.
Eklat: Disziplinarverfahren für Sanitäts-Mitarbeiterin wegen Interview
„Wir sind hier wirklich am Ende unserer Kräfte, im Sommer vervierfacht sich die Patientenanzahl in der Notaufnahme, doch leider bleibt die Anzahl des Personals immer dieselbe.“ Mit dieser Aussage, die sie anonym vor dem Mikrofon der RAI Trient gemacht hat, hat eine Mitarbeiterin des Trentiner Sanitätsbetriebs offenbar in ein Wespennest gestochen.
Dr. Faltner: „So will niemand mehr Hausarzt werden“
Die geplante Einführung von Gemeinschaftshäusern gefährdet nach Ansicht der Wipptaler Hausärztin Dr. Barbara Faltner das Fundament der hausärztlichen Versorgung. Im Gespräch erklärt sie, warum Südtirols Hausärzte in großer Sorge sind, was die Zentralisierung der Medizin für Patienten bedeutet – und weshalb der Beruf für junge Ärztinnen und Ärzte immer unattraktiver wird.
Hausärzte im Wipptal schlagen Alarm
Alarm unter den Hausärzten im Wipptal: Die geplanten Veränderungen durch den Sanitätsbetrieb, die Einführung von Gemeinschaftshäusern und die damit verbundene Abwertung des Hausarztberufes würden die Grundlagen des Berufs gefährden. Ein Gastkommentar der Wipptaler Hausärztin Dr. Esther Niederwieser.
Hausarzt führte über 40 Beschneidungen an Kindern durch – Festgenommen
In seiner Praxis in Trient führte er chirurgische Beschneidungen an Kindern aus Migrantenfamilien durch: Seine Praxis verfügte jedoch weder über eine medizinische Zulassung noch erfüllte sie die hygienischen Mindeststandards. Aus diesem Grund ist ein Allgemeinmediziner in Trient festgenommen worden.
Sanitätsbetrieb: Kombi-Pakete für Privatkliniken sind alle verteilt
Die Nachfrage der Südtiroler nach Gesundheitsleistungen steigt. Für ein ausreichendes Angebot setzt der Sanitätsbetrieb auf die Mithilfe der konventionierten Privatkliniken. Im zweiten Anlauf konnten nun die Leistungen für die kommenden drei Jahre (2026 bis 2028) zugeteilt und das Angebot in einigen Bereichen im Vergleich zu 2025 erhöht werden, zum Beispiel bei dermatologischen Fachvisiten (plus 2.800).
Wartelisten: Die Maßnahmen zeigen Wirkung
Zwischen Jänner und September 2025 lagen 90 Prozent der angebotenen aufschiebbaren und 89 Prozent der angebotenen programmierbaren Visiten im vorgesehenen Zeitraum. 94 Prozent der 15.117 prioritären Visiten im vergangenen September konnten innerhalb von zehn Tagen angeboten werden. „Unsere Maßnahmen zeigen Wirkung“, freut sich Landesrat Hubert Messner.
Ein Stück Krankenhausgeschichte lebt auf
Man sah es in den Blicken, hörte es in den Gesprächen: Die Jahre mögen vergangen sein, doch die Erinnerungen blieben hellwach. Beim Pensionistentreffen des Gesundheitsbezirkes Bruneck war reichlich Zeit, um auf gemeinsam erlebte Jahre zurückzublicken – und um über das Leben in der Pension zu plaudern.
Land: Mehr Geld für Ausstattung von Krankenhäusern und Sprengeln
Die Landesregierung hat am heutigen Freitag Investitionen von rund 6 Millionen Euro für Krankenhäuser, Sprengel und wohnortnahe Gesundheitsdienste genehmigt. Auf Vorschlag von Gesundheitslandesrat Hubert Messner wurden die Ankaufsprogramme für nicht medizinische Geräte für das laufende Jahr genehmigt.
Südtirol investiert 11,5 Millionen Euro in neue Medizintechnik
Die Landesregierung hat am am heutigen Dienstag auf Vorschlag von Gesundheitslandesrat Hubert Messner den Ankauf neuer medizintechnischer Geräte für den Südtiroler Sanitätsbetrieb beschlossen. Bis 2027 stehen dafür insgesamt 11,5 Millionen Euro aus dem Landesgesundheitsfonds bereit, allein 2025 werden 8 Millionen Euro investiert.
Intramoenia: Krampfader-OP für 3.000 Euro
3.000 Euro für das Entfernen von Krampfadern am Bein per Lasertechnik und 1.700 Euro für eine Grauer-Star-OP: Der Sanitätsbetrieb hat die neuen Tarife für die sogenannten Intramoenia-Leistungen einschließlich der ambulanten Chirurgie festgelegt – und die Gewerkschaften haben das entsprechende Vereinbarungsprotokoll unterzeichnet.
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