Schifffahrt
US-Militär will ab sofort Straße von Hormuz blockieren
Die von den USA geplante Blockade der Straße von Hormuz soll früheren Ankündigungen zufolge Montagnachmittag in Kraft getreten sein. Unklar blieb zunächst, ob das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (CENTCOM) tatsächlich seit 16 Uhr MESZ bestimmte Schiffe an der Durchfahrt durch die Meerenge hinderte. Angekündigt war zuvor eine Blockade von Schiffen, die einen iranischen Hafen als Start oder Ziel hatten.
Größte Gaza-Hilfsflotte der Geschichte sticht in See
Am Sonntag startet in der spanischen Mittelmeermetropole Barcelona die bisher größte internationale Gaza-Hilfsflotte. Rund 70 Schiffe mit über 1.000 Menschen aus 70 verschiedenen Ländern stechen gegen 12.00 Uhr in See, um humanitäre Hilfe in den von Israel blockierten Gaza-Streifen zu bringen und gegen die dortigen Völkerrechtsverbrechen durch das israelische Militär zu protestieren.
Bericht: Mehr Schiffe passieren Straße von Hormuz
Die Zahl der Schiffspassagen durch die Straße von Hormuz hat zuletzt zugenommen. Nach einem Bericht der Datenfirma Windward sind am Mittwoch 16 Frachter durch die weitgehend blockierte Meerenge gefahren, am Vortag seien es elf Schiffe gewesen. Die Zahl der Durchfahrten sei drei Tage infolge gestiegen. Sie beträgt aber noch immer nur einen Bruchteil des Verkehrs vor Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar. Auch ein französisches Containerschiff soll die Straße passiert haben.
Nur 77 Schiffe querten seit Kriegsbeginn Straße von Hormuz
Seit dem Beginn des Iran-Krieges vor zwei Wochen haben einer auf Seetransporte spezialisierten Website zufolge statt über tausend nur 77 Schiffe die Straße von Hormuz passiert. Mehr als die Hälfte dieser Schiffe gehöre zur sogenannten Schattenflotte, erklärte „Lloyd's List Intelligence“ am Freitag. Damit sind die häufig veralteten und unter fremder Flagge fahrenden Schiffe gemeint, mit denen insbesondere Russland und der Iran internationale Sanktionen umgehen.
Belgien enterte Öltanker von russischer Schattenflotte
Belgien hat nach eigenen Angaben in der Nacht auf Sonntag einen Öltanker der russischen Schattenflotte geentert. Die belgischen Streitkräfte hätten das Schiff mit Unterstützung Frankreichs festgesetzt, schrieb Belgiens Verteidigungsminister Theo Francken auf der Plattform X. Der Tanker werde zum Hafen von Seebrügge eskortiert, wo er beschlagnahmt werde. Weitere Informationen nannte Francken zunächst nicht.
Trump will US-Lazarettschiff nach Grönland schicken
Die USA wollen nach Angaben von Präsident Donald Trump ein Lazarettschiff nach Grönland schicken und riskieren damit neue Spannungen im Verhältnis zum NATO-Partner Dänemark. Es solle bei der Versorgung von Kranken helfen, die auf der Arktisinsel keine Hilfe bekämen, schrieb Trump in einem Post auf seiner Plattform Truth Social. „Es ist auf dem Weg!!!“ Er sprach von einem „tollen“ Schiff, nannte ansonsten aber keine weiteren Einzelheiten.
USA beschlagnahmen russischen Öltanker im Nordatlantik
Die USA haben Armeeangaben zufolge einen unter russischer Flagge fahrenden Öltanker im Nordatlantik „beschlagnahmt“ und einen weiteren Tanker in karibischen Gewässern festgesetzt. Der russische Tanker „Bella 1“, der zuvor wochenlang von der US-Armee verfolgt worden war, sei im Auftrag des Justizministeriums und des Innenministeriums „wegen des Verstoßes gegen US-Sanktionen“ unter US-Kontrolle gebracht worden, erklärte das US-Militärkommando für Europa am Mittwoch auf X mit.
Venezuela verurteilt Stürmung von Öltanker durch US-Soldaten
Venezuelas Regierung hat die Erstürmung eines Öltankers vor der Küste des Landes durch das US-Militär scharf verurteilt. Der Einsatz sei „ein dreister Raubüberfall und ein Akt internationaler Piraterie“, wetterte das Außenministerium in Caracas. US-Justizministerin Pam Bondi und FBI-Chef Kash Patel hatten die Aktion damit begründet, dass das Schiff Teil eines Netzwerks zum Transport von Öl gewesen sei, mit dem ausländische Terrororganisationen unterstützt werden sollten.
Drohnen in Dänemark - Festnahmen auf verdächtigem Schiff
Nach dem wiederholten Drohnenalarm in Dänemark haben französische Militärkräfte ein verdächtiges Schiff aufgebracht und zwei Menschen festgenommen. Dabei handelt es sich um den Kapitän und den Ersten Offizier des Schiffes, berichtete der Sender France Info unter Berufung auf die zuständige Staatsanwaltschaft. Ministerpräsident Sebastien Lecornu bestätigte die Festnahmen am Donnerstag auf der Plattform X. Die französische Marine hatte das Schiff zuvor geentert.
Spanisches Kriegsschiff und Flotille unterwegs nach Gaza
Spanien hat ein Kriegsschiff zur Sicherung einer propalästinensischen Flotte privater Schiffe mit Hilfslieferungen für die Bevölkerung im Gazastreifen entsandt. Das Hochsee-Patrouillenboot „Furor“ (Wut) sei in der Nacht auf Freitag vom Marinestützpunkt Cartagena in See gestochen, bestätigte das Verteidigungsministerium in Madrid. Die „Global Sumud Flotilla“ mit mehreren europäischen Friedensaktivisten an Bord verließ unterdessen die Küste Kretas in Richtung Gaza.
Houthi bestätigen Tod von Premier bei Angriff Israels
Der Chef der Houthi-Regierung in Teilen des Jemen ist nach Angaben der Rebellen bei einem israelischen Angriff auf die jemenitische Hauptstadt Sanaa getötet worden. Das bestätigte die Miliz am Samstag. Bei dem Angriff am Donnerstag seien auch mehrere Minister ums Leben gekommen, berichtete eine von der Miliz betriebene Nachrichtenagentur unter Berufung auf eine Erklärung des Houthi-Anführers Mahdi al-Mashat.
Fünf Verletzte bei Großbrand im Hamburger Hafen
Mehr als 15 Stunden nach dem Ausbruch eines verheerenden Großbrandes im Hamburger Hafen ist die Feuerwehr noch immer mit dem Löschen des Feuers beschäftigt. Die Nachlöscharbeiten werden bis in die Mittagsstunden andauern, sagte ein Feuerwehrsprecher Dienstagfrüh.
Schwere Sicherheitsversäumnisse vor Titan-Unglück
Der Implosion des Tiefsee-Tauchbootes „Titan“ mit fünf Todesopfern gingen einem Untersuchungsbericht zufolge schwerwiegende Versäumnisse der Betreiberfirma voraus. Nach zwei Jahren Ermittlungsarbeit listet die US-Küstenwache in ihrem 335 Seiten langen Bericht acht für das Unglück primär ursächliche Faktoren auf - mit schweren Vorwürfen gegen „Oceangate“.
Israel griff erneut Houthi-Miliz im Jemen an
Israel hat am Montag erneut Stellungen der Houthi-Miliz im Jemen angegriffen. Bei den Luftangriffen seien Ziele des vom Erzfeind Iran unterstützten „Terrorregimes der Houthi“ im Hafen von Hodeidah getroffen worden, erklärte Verteidigungsminister Israel Katz. Die israelische Armee teilte mit, es sei „militärische Infrastruktur“ der vom Iran unterstützten Miliz getroffen worden. Ein Houthi-Vertreter bestätigte das.
Indonesien: Drei Tote und zwei Vermisste nach Brand auf Fähre
In Indonesien hat sich zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen ein schweres Bootsunglück ereignet: Bei einem gewaltigen Feuer auf einer Fähre mit Hunderten Passagieren an Bord sind in der Provinz Nordsulawesi einer Mitteilung der Marine zufolge mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Die örtliche Such- und Rettungsagentur (Basarnas) sprach in der Früh (Ortszeit) von drei Toten und zwei Vermissten.
Fähre mit über 60 Menschen vor Bali gekentert
Vor der indonesischen Insel Bali ist eine Fähre mit Dutzenden Passagieren und Fahrzeugen an Bord gekentert. Das Schiff sei am späten Mittwochabend (Ortszeit) aus dem Hafen von Ketapang auf der Nachbarinsel Java ausgelaufen und habe rund 20 Minuten später ein Notsignal gesendet, sagte Wahyu Setiabudi, Koordinator der örtlichen Such- und Rettungsstation. Die Fähre war auf dem Weg zum Hafen von Gilimanuk auf Bali. Laut Medienberichten gab es zumindest vier Tote.
Erstmals zwei chinesische Flugzeugträger im Pazifik geortet
Japan hat erstmals die Sichtung von zwei chinesischen Flugzeugträgern im Pazifik gemeldet. Die beiden Schiffe seien in Begleitung anderer Kriegsschiffe innerhalb der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) Japans gesichtet worden, erklärte das Verteidigungsministerium in Tokio am Dienstag. „Wir glauben, die chinesische Armee will ihre operativen Fähigkeiten in weit entfernten Gebieten verbessern“, sagte ein Sprecher des Ministeriums der Nachrichtenagentur AFP.
Chemikalien sollen Hafen-Explosion im Iran ausgelöst haben
Bei der gewaltigen Detonation im größten Hafen des Iran sind am Samstag laut staatlichen Nachrichtenagentur Irna mittlerweile mindestens 25 Menschen getötet und mehr als 800 zum Teil schwer verletzt worden, sechs Personen gelten als vermisst. „Ursache der Explosion waren Chemikalien in Containern“, sagte ein Sprecher des Katastrophenschutzes der Nachrichtenagentur ILNA.
Trump will Gratisfahrt für US-Schiffe durch Panamakanal
US-Präsident Donald Trump fordert die kostenlose Durchfahrt amerikanischer Schiffe durch den Panama- und den Suezkanal. Dies müsse sowohl für militärische als auch kommerzielle Schiffe gelten, schrieb der Republikaner auf seinem Online-Sprachrohr Truth Social. „Diese Kanäle würden ohne die Vereinigten Staaten von Amerika nicht existieren.“ Er habe seinen Außenminister Marco Rubio gebeten, sich umgehend um diese Angelegenheit zu kümmern.
Größtes in Deutschland gebautes Kreuzfahrtschiff ins Wasser gelassen
6.000 Passagiere und 2.300 Besatzungsmitglieder finden auf der „Disney Adventure“ Platz. Am Samstag wurde das größte bisher in Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff ins Wasser gelassen. Im Dezember soll der Koloss ab Singapur mit Gästen an Bord in See stechen.
Was die Krise im Roten Meer für die Wirtschaft bedeutet
Seit Oktober greifen die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen Handelsschiffe im Roten Meer an, weshalb immer mehr Frachter das Gebiet meiden und um die Südspitze Afrikas fahren. Erste Folgen dieser Krise sind bereits spürbar. Welche das sind und warum die Huthi-Miliz überhaupt die internationale Schifffahrt stören will, erfahren Sie hier.
Mord an Bord: Warum Kreuzfahrtschiffe ein Paradies für Kriminelle sind
Zahlreiche Menschen verschwinden während einer Reise an Bord eines Kreuzfahrtschiffes. Erst kürzlich gab es – nach dem Fall Daniel Küblböck vor genau 3 Jahren – wieder einen prominenten Fall: der deutsche Mode-Millionär Kai Wünsche wird vermisst. Insgesamt 315 solcher Fälle hat der Kreuzfahrt-Experte Professor Ross Klein seit dem Jahr 2000 dokumentiert. + Von Lena Messmer
Sardischer Fähren-Streit: 20.000 Gäste ohne Schiff
Ein aufsehenerregender Streit zwischen sardischen Hoteliers und Gastwirten und einer Reederei sorgt für Chaos im Fähren-Betrieb zwischen dem italienischen Festland und der Insel Sardinien. Dabei soll es um nicht oder zu spät bezahlte Treibstoffrechnungen gehen.
Erlaubnis erteilt: Letzter Akt der Bergung der „Costa Concordia“ kann beginnen
Der letzte Akt der komplizierten Bergung des vor der Insel Giglio havarierten Kreuzfahrtschiffes „Costa Concordia“ kann beginnen: Die zuständige Aufsichtsbehörde hat am Samstag in Rom das Aufschwimmen des Kreuzfahrtriesen genehmigt, das bei günstiger Wetterlage bereits am Montagmorgen beginnen soll.
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