Skitouren
Skitourengeher in der „Helmpflicht-Falle“
Mit der heurigen Wintersaison gilt in Südtirol die Helmpflicht in Skigebieten – auch für Skitourengeher, wenn sie auf präparierten Pisten unterwegs sind. Weil die Durchführungsbestimmungen jedoch fehlen, gibt es viele Unklarheiten – aber bereits erste Geldstrafen.
Pistentourensaison: Noch wenig Schnee, Helm unbedingt mitnehmen
Neuschnee, angezuckerte Bäume, tolle Schneelandschaft: Das lässt dieses Jahr vorerst in den meisten Landesteilen auf sich warten. Die Skipisten sind zwar gut präpariert, wer aber in Skigebieten regelkonform mit Tourenskiern aufsteigen und abfahren möchte, muss sich gut informieren und ausrüsten. Der AVS erinnert daran, dass ein Aufstieg in den Skigebieten ausschließlich auf eigens ausgewiesenen Aufstiegswegen erlaubt ist. Für die Abfahrt auf präparierten Pisten gilt seit Saisonsbeginn die Helmpflicht; ebenso verlangt wird eine Haftpflichtversicherung.
Alpenverein warnt vor „unterschätzten Gefahren“ am Berg neben Lawinen
Der Winter rückt immer näher, die Skisaison steht in den Startlöchern: Passend dazu warnt der Österreichische Alpenverein (ÖAV) vor „unterschätzten Gefahren“ für Skifahrer und Tourengeher im alpinen Gelände. Demnach werden vor allem „Stürze und Abstürze“ in ihrer Gefährlichkeit oftmals falsch wahrgenommen.
Eurac Studie: Neues Gerät verfünffacht Überlebenszeit unter Lawinen
Wer unter einer Lawine verschüttet wird, hat bislang nur wenig Zeit: Im Schnitt tritt der Tod durch Erstickung innerhalb der ersten 35 Minuten ein. Eine neue Studie von Eurac Research liefert nun Hoffnung für Skitourengeherinnen, Alpinisten und Retter: Ein tragbares Gerät kann die Überlebenszeit im Schnee um ein Vielfaches verlängern.
Fünf Skitourengänger im Schweizer Wallis tot aufgefunden
In der Schweiz sind fünf Skitourengänger in den Walliser Alpen tot aufgefunden worden. Die Rettungskräfte waren laut Polizei von zwei Alpinisten alarmiert worden, die auf etwa 4.000 Metern, unterhalb des Rimpfischhorns bei Zermatt, mehrere verlassene Skier entdeckt hatten. Vom Hubschrauber aus entdeckten die Einsatzkräfte später die leblosen Körper.
Skitourenpionier Robert Alpögger: „Mit der Ausrüstung von damals würde ich heute keine Kurve mehr schaffen“
Seit 45 Jahren ist Robert Alpögger geprüfter Berg- und Skiführer, noch heute macht er mit bald 78 Jahren jeden Winter über 100 Skitouren. Egal, wie das Wetter oder die Schneeverhältnisse sind – den Pflerer treibt es jeden Tag in die schneebedeckten Berge.
Was geschah im April am Zuckerhütl? Der Akt geht an den Staatsanwalt
Im April stürzten am Zuckerhütl in den Stubaier Alpen 5 Skitourengeher ab – unter ihnen auch 2 Südtiroler. Ein Bergsteiger hatte sie in die Tiefe mitgerissen, und dann ging er trotzdem noch auf den Gipfel. Jetzt hat die Polizei den Akt an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet - der Inhalt: kurios.
Schneearmer Winter – aber viele Lawinentote: Wie ist das möglich?
Bereits 9 Lawinenopfer sind im heurigen Winter zu beklagen – so viele wie seit 2014/2015 nicht mehr. Und das obwohl auf den Bergen sehr wenig Schnee lag und die Skitouren-Saison daher spät startete und früh endet. Der Experte Lukas Rastner vom Lawinenwarndienst des Landes erklärt, welche besonderen Gefahren in einem schneearmen Wintern lauern.
Radikaler Vorschlag: Bei hoher Lawinengefahr die Berge „sperren“
Mit einem drastischen Vorstoß lässt der Chef der Osttiroler Bergrettung Peter Ladstätter aufhorchen: Er fordert einen generellen Stopp für Skifahrer im freien Gelände bei Lawinenwarnstufe 4. Was sagen Südtiroler Lawinenexperten zu diesem Vorschlag?
Karl Höller (59) kommt bei Lawinenabgang ums Leben
Auf der 3438 Meter hohen Lagaunspitze im Schnalstal hat sich am Christtag eine Lawine gelöst. Dabei wurde ein Skitourengeher unter den Schneemassen begraben. Für den 59-jährigen Karl Höller aus Mölten kam jede Hilfe zu spät. Er konnte nur noch tot geborgen werden.
Herr Winkler, werden die Skitourengeher immer unvorsichtiger?
Neuschnee und schönes Wetter sind ein Traum für Skitourengeher – gleichzeitig bergen gerade diese Bedingungen aber auch Gefahren. „Manche Tourengehen unterschätzen die Gefahr und werden unvorsichtig“, sagt Ernst Winkler, Landesleiter der Bergrettung im AVS. Und dann kann es zu tragischen Lawinenunglücken kommen.
Wer diese Fehler macht, ist bei der Skitour riskant unterwegs
Skitourengehen liegt mehr denn je im Trend. In der Höhe lauern aber auch Gefahren, vor allem Lawinen. Bergführer Kurt Walde, seines Zeichens Präsident der Südtiroler Berg- und Skiführer, erläutert, worauf es bei der Tourenplanung ankommt und welche Risiken bedacht werden sollten. + Von Alex Zingerle
„Auch spontane Lawinen sind möglich“
Oberhalb der Waldgrenze sei die Lawinensituation kritisch, teils sehr kritisch, sagt Lukas Rastner vom Lawinenwarndienst des Landes im STOL-Interview. Auch abseits gesicherter Pisten sei die Lawinensituation gefährlich. Triebschnee und schwacher Altschnee seien die Hauptgefahr.
Die Bergsteiger-Katze: 2 Mal auf den 3000er
Dass Bergsteiger beim Gang auf die Gipfel der Welt zum Teil auf die Unterstützung durch erfahrene Sherpas vertrauen können, ist bei Weitem nichts Neues. Die Begleitung, die sich neulich einigen Tourengehern in der Schweiz anschloss, ist hingegen wahrlich eine Besonderheit. Innerhalb von nur 3 Tagen bestieg eine Katze gleich zwei Mal den Gipfel eines 3000ers.
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