Sprachförderung
Kinder, die nicht gut Deutsch sprechen: Nachsitzen bei pensionierten Lehrern
Die deutsche Schule ächzt unter Kindern, die des Deutschen nicht mächtig sind. Am Montag will die SVP dazu Nägel mit Köpfen schmieden – und Landesrat Achammer lässt aufhorchen: Für jeden ABC-Schützen soll es individuelle Sprachförderpläne mit Auflagen wie verpflichtende Sprachbegleitung am Nachmittag geben.
Sprachförderung: „Bei personellen Ressourcen müssen wir nachrüsten“
Über 300 Sommersprachkurse, knapp 100 Projekte an Schulen: „Ich bin zufrieden mit der Bilanz des vergangenen Jahres“, sagt Inge Niederfriniger, Leiterin der Sprachenzentren, nach der Veröffentlichung des Jahresberichts 2024. Die Nachfrage nach Projekten steigt, „nicht immer reichen die personellen Ressourcen aus“, weiß sie. „Da müssen wir nachrüsten.“
Landesregierung beschließt Maßnahmenpaket zur Sprachförderung
Die Landesregierung hat ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Förderung der Unterrichtssprache und Verbesserung der Rahmenbedingungen im Bildungsbereich beschlossen. „Die gezielte Sprachförderung sowie die ganzheitliche Begleitung von Kindern und ihren Familien sind entscheidend, um den Herausforderungen in unseren Schulen und Kindergärten gerecht zu werden“, betonten die Mitglieder der internen Arbeitsgruppe Bildung der Arbeitnehmer.
Deutsche Schule: Unter Druck bewegt sich endlich was
Die deutsche Schule wird von ABC-Schützen ohne oder mit nur mangelhaften Deutschkenntnissen geflutet. Dass verpflichtende Beratungsgespräche und Sommerkurse nicht reichen, hat der Fall Goetheschule hinlänglich bewiesen – und es bewegt sich was. Vordergründig damit die Neuerungen für Herbst greifen, in Wahrheit aber wohl auch, um sich von der SVP-Arbeitsgruppe nicht den Rang ablaufen zu lassen, prescht Landesrat Achammer nun vor.
Kein Deutsch – und die Schule soll es richten
Immer mehr Kinder, die kein oder wenig Deutsch sprechen, strömen in die deutsche Schule: In 42 Grund- und Mittelschulen in Südtirol liegt der Anteil der Schüler ohne italienische Staatsbürgerschaft bei über 15 Prozent. Diese Kinder stammen alle aus nicht deutschsprachigen Ländern. Die Schulen erhalten zwar Sprachförderlehrkräfte, diese landesweit 150 Stellen reichen aber nicht aus.
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