Sterbehilfe
Was, wenn sich ein Patient in Südtirol einen assistierten Suizid wünscht?
Seit die Toskana die Sterbehilfe legalisiert hat, gehen die Wogen hoch, auch hierzulande. „Südtirol braucht kein eigenes Sterbehilfe-Gesetz“, sagt Dr. Herbert Heidegger. Er ist Präsident des Landesethikkomitees, also jenes Gremiums, das die Landesregierung in diesen heiklen Fragen berät.
„Medikamentös assistierter Suizid: Tabu oder Menschenrecht?“
Mit dieser Frage setzt sich das Landesethikkomitee bei seiner heutigen Jahrestagung auseinander. Der Vorsitzende, Primar Dr. Herbert Heidegger, erklärt: „Assistierter Suizid heißt, dass Ärzte den Patienten zwar unterstützen, dieser die ‚Tat‘ aber selbst durchführt. Beispielsweise besorgen sie ihm das Mittel.“
Diskussion zur Sterbehilfe: Wie positioniert sich die SVP?
In Rom wird derzeit über ein Gesetz diskutiert, das uns alle betreffen könnte und das fundamental in unser aller Leben eingreifen wird: das Gesetz zur Sterbehilfe. Vieles ist noch offen. Wie sich die SVP-Parlamentarier in Rom positionieren werden und welche Überlegungen für sie persönlich in der Debatte die wichtigsten sind, darüber haben wir mit der Abgeordneten Renate Gebhard gesprochen.
Heidegger: „Risiko für Schwerkranke wäre zu groß gewesen“
Ein Referendumsantrag zur Legalisierung von Sterbehilfe in Italien, für das in den vergangenen Monaten 900.000 Unterschriften gesammelt worden waren, ist vom Verfassungsgericht in Rom am Dienstag abgelehnt worden. „Es würde die grundlegenden Menschenrechte verletzen“, erläutert Verfassungsexperte Prof. Walter Obwexer von der Universität Innsbruck. Auch der Präsident des Südtiroler Landesethikkomitees, Dr. Herbert Heidegger, sagt: „Würde man eine solche Problematik per Referendum zu lösen versuchen, wäre das Risiko für verletzliche, schwerkranke Personen zu groß.“
Sterbehilfe: Nicht auf Rom warten
An den Tod denken wir nicht gern. Nicht an unseren, nicht an den von lieben Menschen. In Rom wird gerade heiß darüber gestritten, wie das Ende im Ernstfall rechtlich zu regeln sei: Es lohnt sich, genauer hinzuhören. Auch, wenn das nicht angenehm ist. Ein Kommentar von Katrin Niedermair.
Parlament in Rom stimmt über Sterbehilfe-Gesetz ab – die Details
Die Abgeordnetenkammer in Rom stimmt am kommenden Dienstag über ein umstrittenes Sterbehilfe-Gesetz ab. Damit folgt das Parlament einem Urteil des Verfassungsgerichts vom November 2018, mit dem die Kammern aufgefordert wurden, ein Gesetz zur Sterbehilfe zu verabschieden. Die Parteien hatten zuletzt der parlamentarischen Kommission für soziale Angelegenheiten über 200 Änderungsvorschläge zum ursprünglichen Gesetzentwurf eingereicht.
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