Suchtmittel
Nach Besuch im Labor für Drogenanalyse in Leifers: Parlamentarierin schlägt Alarm
Auf 1.000 Einwohner gibt es in Südtirol 30,1 Menschen, die vom Dienst für Abhängigkeitserkrankungen behandelt werden. Tendenz steigend: Auf die beunruhigenden Daten weist die Kammerabgeordnete im italienischen Parlament, Alessia Ambrosi, nach einem Besuch im Leiferer Labor für Drogenanalyse der Carabinieri. Die am stärksten verbreiteten Rauschmittel seien Heroin, Cannabis und Kokain.
Drogenkonsum sinkt (nicht)
2024 wurde in Südtirol zwar weniger Kokain und Cannabis konsumiert, dafür stieg im Vergleich zu 2023 die Einnahme von synthetischen Drogen. Das sind die Ergebnisse des durchgeführten abwasserbasierten Monitorings der Europäischen Union (EU), die jetzt veröffentlicht wurden. „Keine sonderliche Überraschung“, kommentiert Dr. Bettina Meraner, geschäftsführende Primarin des Dienstes für Abhängigkeitserkrankungen.
Wenn Rubbellose süchtig machen
„Kein Glücksspiel ist so bekannt und verbreitet wie Rubbellose. Sie sind sozial am verträglichsten“, erklärte der Direktor des Therapiezentrums „Bad Bachgart“, Martin Fronthaler, bei der gestrigen Pressekonferenz zur Präventionsausstellung „Play Smart!“. Die Zahlen der abhängigen Spieler und Spielerinnen würden konstant zunehmen – und immer mehr jüngere Menschen betreffen.
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