Unwetter
Schwere Unwetter treffen Italien: Brückeneinsturz, Opfer befürchtet
Seit rund 48 Stunden setzt eine massive Unwetterwelle Mittel- und Süditalien schwer zu. Isolierte Ortschaften, über die Ufer getretene Flüsse, Erdrutsche, starke Schneefälle und der Einsturz einer Brücke zwischen den Regionen Abruzzen und Molise prägen die Lage. Nach ersten Informationen soll beim Einsturz der Brücke über den Fluss Trigno auch ein Auto in die Fluten gerissen worden sein; die Zahl der Insassen ist unklar.
Achtung: Auch heute starke Windböen und Schneefall in Südtirol
„In ganz Südtirol ist am heutigen Donnerstag in den Tälern mit Windböen über 50 Kilometer pro Stunde zu rechnen, morgen um die Mittags- und Nachmittagszeit werden die größten Spitzen erwartet, im Gebirge weht der stürmische Wind bereits von der Früh an“, sagt Meteorologe Günther Geier. Bereits gestern kam es zu heftigen Windböen, umgestürzte Bäume waren mancherorts die Folge.
Überschwemmungen in Brasilien fordern über 50 Menschenleben
Nach den verheerenden Überschwemmungen im Südosten Brasiliens hat sich die Zahl der Todesopfer auf 54 erhöht. In der Großstadt Juiz de Fora wurden nach Angaben der Stadtverwaltung 48 Tote und 13 Vermisste registriert. In der rund 100 Kilometer entfernten Stadt Ubá kamen sechs weitere Menschen ums Leben, zwei gelten dort als vermisst.
Fast ein Meter Schnee: USA kämpfen mit Folgen von Sturm
Schneeschaufeln gegen Bezahlung, Flugabsagen en masse und Hunderttausende Haushalte ohne Strom: Ein Wintersturm hat den Alltag von Millionen Menschen im Nordosten der USA auf den Kopf gestellt. In Teilen des Bundesstaats Rhode Island fiel laut der Nationalen Wetterbehörde fast ein Meter Schnee, im Bundesstaat Massachusetts wurden teilweise mehr als 80 Zentimeter gemessen. Im berühmten New Yorker Central Park gingen bis Dienstag fast 50 Zentimeter Schnee nieder.
US-Ostküste bereitet sich auf heftigen Schneesturm vor
An der Ostküste der USA haben sich die Menschen am Samstag auf einen weiteren heftigen Schneesturm eingestellt. Großstädte wie New York, Philadelphia, Boston und die US-Hauptstadt Washington bereiteten sich auf neue Schneefälle am Sonntag und starken Wind vor. „Zwischen 30 und 60 Zentimeter Schnee“ könnten in Boston fallen, warnte der Nationale Wetterdienst. In einigen Gebieten entlang der Ostküste könne es „praktisch unmöglich“ werden, sich fortzubewegen.
Schwere Unwetter in Kalabrien, Sizilien, Sardinien: Hunderte Menschen evakuiert
Schwere Unwetter haben am heutigen Samstag Süditalien heimgesucht. Besonders betroffen waren Sizilien, Sardinien und Kalabrien. In Kalabrien wurden 500 Menschen evakuiert, nachdem der Fluss Crati im Gemeindegebiet Cassano allo Ionio über die Ufer trat. Wassermassen drangen in zahlreiche Wohnhäuser und umliegende Gebiete ein, verursachten Stromausfälle und erhebliche Verkehrsprobleme. Die Feuerwehr war wegen Erdrutschen und Überflutungen im Dauereinsatz.
Hochwasser infolge des Sturms Nils in Südwestfrankreich
Nach heftigem Sturm und starken Regenfällen gibt es in Teilen von Frankreich Hochwasser. Für zwei Départements im Südwesten des Landes gilt die höchste Unwetterwarnstufe Rot, in 13 weiteren gilt wegen der Hochwassergefahr Stufe Orange. Wie der Warndienst Vigicrues am Samstag mitteilte, werden in den betroffenen Gebieten an Wasserläufen starke Übertritte erwartet oder es gebe sie schon jetzt.
Leichte Entspannung nach Regenpause in Portugal und Spanien
In Portugal und Spanien hat sich die Lage nach einer Serie ungewöhnlich häufiger Unwetter leicht entspannt. „Atempause vom Regen“, titelte die Regionalzeitung „Diario de Sevilla“. Doch obwohl es am Sonntag überwiegend trocken bleiben sollte und sich die Sonne zeigte, standen in beiden Urlaubsländern nach dem Durchzug des Sturmtiefs „Marta“ am Samstag weiter ganze Landstriche unter Wasser.
Warnung vor neuem Regen und Überschwemmungen in Portugal
In Portugal haben die Behörden nach einem heftigen Unwetter mit fünf Toten vor neuem Starkregen und Überschwemmungen gewarnt. Wegen der erwarteten heftigen Regenfälle sprach der Wetterdienst Ipma am Samstag für das gesamte portugiesische Festland eine Unwetterwarnung bis Montag aus. Im Zentrum des Landes waren infolge des Sturms „Kristin“ nach Angaben des Energieversorgers E-Redes am Samstagnachmittag immer noch fast 200.000 Haushalte ohne Strom.
Wintersturm sorgt für Tote und Stromausfälle in den USA
Ein heftiger Wintersturm hat in weiten Teilen der USA zu mehreren Todesfällen und zu Stromausfällen in mehr als einer Million Haushalten geführt. In New York gab es fünf Tote, in Louisiana zwei. In mindestens 20 Staaten riefen die Behörden den Notstand aus, Tausende Flüge wurden am Wochenende gestrichen. Der nationale Wetterdienst (NWS) warnte vor erheblichen Einschränkungen durch glatte Wege und Straßen. Der Sturm bewegte sich am Sonntag vom Süden in den Nordosten der USA.
US-Flugverkehr wegen Wintersturms weitgehend lahmgelegt
Ein heftiger Wintersturm hat am Wochenende den Flugverkehr in weiten Teilen der USA lahmgelegt. Mehr als 4.000 Flüge wurden am Samstag gestrichen, für Sonntag waren es nach Angaben des Flugverfolgungsdienstes FlightAware bereits mehr als 9.400 Verbindungen. Große Fluggesellschaften warnten die Passagiere vor plötzlichen Flugplanänderungen. JetBlue strich bis Montag rund 1.000 Flüge, und auch United Airlines sagte vorsorglich zahlreiche Verbindungen ab.
Sizilien: Zyklon Harry hinterlässt Spur der Zerstörung
Zerstörte Häuser, weggerissene Straßen und umgekippte Boote an Land: Zyklon „Harry“ hat auf der italienischen Mittelmeerinsel schwere Schäden angerichtet, die Regionalregierung beziffert die Schäden auf rund 750 Millionen Euro, hinzu kommen Verdienstausfälle. Insgesamt wird die Schadenssumme auf über eine Milliarde Euro geschätzt.
Vermisste nach Erdrutsch auf Campingplatz in Neuseeland
Nach einem schweren Erdrutsch auf einem Campingplatz am Mount Maunganui in Neuseeland ist unklar, wie viele Menschen unter den Schlammmassen vermisst werden. Das neuseeländische Portal „Stuff“ sprach von mindestens sechs Verschütteten, darunter mehrere Kinder. Die Behörden bestätigten diese Zahl zunächst nicht. Ob auch Ausländer darunter sind, wurde ebenfalls nicht bekannt.
Überschwemmungen in Griechenland – Zwei Menschen sterben
Heftige Regenfälle haben in Teilen Griechenlands zu Überschwemmungen geführt – mindestens zwei Menschen starben. Das berichteten griechische Medien am Donnerstag. In der südlichen Ägäis herrschten Winde mit Geschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde, sagte eine Meteorologin im öffentlich-rechtlichen Fernsehen (ERTNews). Der Fährverkehr brach zusammen.
Sardinien: Fluss tritt über die Ufer – 9 Hunde gerettet
Schwere Unwetter auf der italienischen Mittelmeerinsel Sardinien. Bei Cagliari ist nach starken Regenfällen der Fluss Rio Piscinas über die Ufer getreten. Neun Hunde waren auf dem umzäunten und überfluteten Grundstück eingeschlossen. Die Feuerwehr konnte die Vierbeiner vor dem Ertrinken retten.
Weiter Probleme im Bahnverkehr in Deutschland
Aufgrund des heftigen Wintereinbruchs fällt der Bahnverkehr auf mehreren wichtigen norddeutschen Fernverkehrsstrecken noch bis voraussichtlich Sonntag aus. Betroffen sind unter anderem die Ost-West-Verbindung Berlin-Hannover-Ruhrgebiet und die wichtige Nord-Süd-Strecke von Hamburg über Hannover nach Frankfurt, wie eine Bahn-Sprecherin am Samstag mitteilte.
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