Verteidigung
Israel und Hisbollah greifen sich weiter gegenseitig an
Kurz nach den ersten direkten Gesprächen zwischen Israel und dem Libanon seit Jahrzehnten gehen die Angriffe zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz weiter. Die Nachrichtenagentur NNA meldete Tote bei israelischen Luftangriffen in der Nacht und Mittwochfrüh im Süden des Landes. Israels Armee äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht dazu. Das israelische Militär teilte unterdessen mit, dass auch die „gezielten Bodeneinsätze“ im Süden des Nachbarlandes andauerten.
Hamas-Delegation zu Gesprächen über Gaza-Waffenruhe in Kairo
Eine Hamas-Delegation hält sich Hamas-Kreisen zufolge zu Gesprächen über die Waffenruhe im Gazastreifen in Ägypten auf. Die Delegation sei am Sonntag in Ägyptens Hauptstadt Kairo eingetroffen, erfuhr AFP aus Hamas-nahen Kreisen. Für Sonntag seien Gespräche unter der Leitung des hochrangigen Hamas-Funktionärs Khalil al-Hayya mit ägyptischen Vertretern angesetzt. Sie betreffen demnach „die Umsetzung der verbleibenden Bestimmungen der ersten Phase des Waffenruhe-Abkommens“.
Europa fordert von Israel Ende der Angriffe im Libanon
Europäische Regierungen haben Israel aufgefordert, die massiven Angriffe auf den Libanon zu beenden. Sowohl Spanien, Großbritannien, Frankreich als auch die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas mahnten am Donnerstag, die zwischen USA und Iran ausgehandelte Waffenruhe auch auf den Libanon zu übertragen. Der Libanon hält inzwischen einen nationalen Trauertag ab. Alle öffentlichen Einrichtungen im Libanon waren in der Früh geschlossen.
Medwedew: Europa-NATO ohne USA wäre schlimmer
Für Russland würde ein möglicher Austritt der USA aus der NATO nach Einschätzung von Ex-Kremlchef Dmitri Medwedew eine Verschlechterung bedeuten. Dann verbleibe der europäische Teil der NATO, und die Europäische Union werde sich in ein Militärbündnis verwandeln, schrieb der jetzige Vizechef des russischen Sicherheitsrates im Netzwerk Max. Die EU sei dann keine Wirtschaftsunion mehr.
UNO-Abstimmung über Straße von Hormuz verschoben
Der UNO-Sicherheitsrat hat eine für Freitag angesetzte Abstimmung über eine vom Golfkooperationsrat geforderte Freigabe eines Einsatzes von Waffengewalt zum Schutz der Straße von Hormuz verschoben. Als Begründung hieß es aus diplomatischen Kreisen, dass die Vereinten Nationen Karfreitag als Feiertag sehen - obwohl dies bereits bekannt war, als die Abstimmung für Freitag angekündigt worden war. Ein neues Datum wurde nicht genannt.
Führende US-Senatsmitglieder für Verbleib in NATO
US-Präsident Donald Trump bekommt für seine Äußerungen zu einem möglichen NATO-Austritt überparteilichen Gegenwind aus dem US-Senat. In einer gemeinsamen Erklärung schrieben der Demokrat Chris Coons und der Republikaner Mitch McConnell am Donnerstag, US-Amerikaner seien sicherer, wenn die NATO stark sei. „Der Senat wird das Bündnis weiterhin unterstützen, da es Amerika, Europa und der Welt Frieden und Schutz bietet“, heißt es in der Mitteilung.
Erneut Drohne in Finnland aufgetaucht
Wenige Tage nach dem Absturz ukrainischer Drohnen in Finnland ist erneut eine unbekannte Drohne auf finnischem Boden entdeckt worden. Nach Angaben des Grenzschutzes befand sich der unbemannte Flugkörper auf dem Eis des Pyhäjärvi-Sees in Parikkala an der Ostgrenze des Landes, wie der finnische Rundfunk berichtete. Zu Herkunft und Art der Drohne gab es zunächst keine Angaben.
Italien verweigert USA Nutzung von Luftwaffenbasis auf Sizilien
Italien hat den USA die Nutzung des Luftwaffenstützpunkts Naval Air Station Sigonella auf Sizilien verweigert, wie die Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ berichtete. Die Ablehnung durch Verteidigungsminister Guido Crosetto erfolgte demnach, nachdem italienische Behörden von einem Flugplan mehrerer US-Flugzeuge erfahren hatten. Diese sollten in Sigonella landen und anschließend in den Nahen Osten weiterfliegen.
Bericht: USA bereiten wochenlange Bodenoffensive im Iran vor
Das US-Militär hat Medienberichten zufolge Pläne für einen möglichen Einsatz mit Bodentruppen im Iran vorbereitet. Die potenzielle Bodenoffensive soll kombinierte Einsätze von Truppen der regulären Infanterie und Spezialeinheiten vorsehen, jedoch nicht als vollständige Invasion angelegt sein, wie die „Washington Post“ am Samstag (Ortszeit) unter Berufung auf US-Beamte berichtete. Für einen solchen Einsatz wären demnach mehrere Wochen eingeplant.
Pakistan treibt Vermittlungsbemühungen im Iran-Krieg voran
Pakistan treibt seine Anstrengungen für eine Vermittlung im Iran-Krieg voran. Ministerpräsident Shehbaz Sharif habe in einem Telefonat mit dem iranischen Präsidenten Massoud Pezeshkian über die Bemühungen zur Beendigung des Konflikts gesprochen, teilt sein Büro mit. Sharif habe Pezeshkian in dem mehr als einstündigen Gespräch auch über Pakistans diplomatische Kontakte mit den USA und den Golfstaaten informiert.
Russischer Kampfjet verletzt erneut estnischen Luftraum
Das baltische EU- und NATO-Mitglied Estland hat erneut die Verletzung seines Luftraums durch Russland gemeldet. Ein Kampfjet des Typs Sukhoi Su-30 sei am 18. März nahe der Ostsee-Insel Vaindloo unerlaubt für etwa eine Minute in den Luftraum eingedrungen, teilte die Armee in Tallinn mit.
Nordkorea feuert Raketen während US-Manöver mit Südkorea ab
Nordkorea hat während eines gemeinsamen Militärmanövers der USA und Südkoreas mehr als zehn ballistische Raketen in Richtung Meer abgefeuert. Die Raketen seien in der Nähe der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang gegen 13.20 Uhr (Ortszeit; 05.30 MEZ) Richtung Osten gestartet worden, teilte der südkoreanische Generalstab am Samstag mit. Das Präsidialamt in Seoul forderte der Nachrichtenagentur Yonhap zufolge Nordkorea auf, die Raketenstarts einzustellen.
Iran bestreitet Raketenangriff auf die Türkei
Der iranische Generalstab hat Vorwürfe zurückgewiesen, die Türkei mit einer ballistischen Rakete angegriffen zu haben. In einer offiziellen Erklärung heißt es, Meldungen über einen Raketenabschuss in Richtung türkisches Territorium seien falsch und würden entschieden zurückgewiesen. Die iranischen Streitkräfte respektierten die Souveränität des Nachbar- und befreundeten Landes Türkei.
Mutmaßlicher Drohnenangriff auf Militärstützpunkt im EU-Staat Zypern
Der britische Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern ist in der Nacht zum Montag mutmaßlich von einer Drohne getroffen worden. Das bestätigte das Verteidigungsministerium in London laut der Nachrichtenagentur PA. Bei dem Vorfall nahe der Hafenstadt Limassol sei niemand verletzt worden.
Macron präsentiert neue Pläne für Frankreichs Atomwaffen
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will an diesem Montag Pläne zum Ausbau der atomaren Abschreckung seines Landes präsentieren. In der Grundsatzrede am Stützpunkt von Frankreichs Atom-U-Booten will Macron sich außerdem zur Einbeziehung europäischer Partner in Frankreichs nuklearen Schutzschirm äußern.
Mindestens 15 Tote bei Flugzeugunglück in Bolivien
Bei einem Flugzeugunglück in Bolivien sind mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Die Militärmaschine der bolivianischen Luftwaffe sei bei der Landung von der Piste abgekommen und vollständig zerstört worden, berichtete unter anderem die Tageszeitung „El Deber“ unter Berufung auf die Feuerwehr. Dutzende Verletzte seien in Krankenhäuser gebracht worden.
Zwei Russische Bomber vor Alaska: US-Kampfjets stiegen auf
Wegen des Eindringens russischer Bomber und Kampfflugzeuge in die Luftverteidigungszone vor dem US-Staat Alaska sind mehrere Maschinen des US-Militärs zu einem Abfangeinsatz aufgestiegen. Zwei russische Langstreckenbomber vom Typ TU-95, zwei Kampfjets vom Typ SU-35 und ein Luftraumaufklärungsflugzeug des Modells A-50 seien bis zum Verlassen der Luftverteidigungszone eskortiert worden, teilte das Kommando für die nordamerikanische Luftraumverteidigung (NORAD) mit.
Iran droht mit entschiedener Reaktion im Fall von Angriff
Angesichts einer möglichen militärischen Eskalation im Konflikt zwischen Washington und Teheran hat der Iran für den Fall eines Angriffs mit „entschlossenen und angemessenen“ Gegenmaßnahmen gedroht. Dabei würden „alle Stützpunkte, Einrichtungen und Vermögenswerte der feindlichen Streitkräfte in der Region (...) legitime Ziele darstellen“, heißt es in einem Brief des iranischen Botschafters bei den Vereinten Nationen an UNO-Generalsekretär António Guterres.
Merz schließt atomare Bewaffnung Deutschlands aus
In der Debatte über eine europäische nukleare Abschreckung hat der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz die Beschaffung deutscher Atomwaffen ausgeschlossen. „Ich möchte nicht, dass Deutschland über eine eigenständige atomare Bewaffnung nachdenkt“, sagte er dem Politik-Podcast „Machtwechsel“. In Frage stellt der Kanzler dagegen die Realisierung des von Deutschland, Frankreich und Spanien geplanten Rüstungsprojekt FCAS.
Neue Ukraine-Gesprächsrunde startet kommende Woche
Die Verhandlungen zwischen Russland, der Ukraine und den USA über ein Ende des Krieges werden in der kommenden Woche in Genf fortgesetzt. Die russische Delegation werde dabei von Kreml-Berater Wladimir Medinski geleitet, zitierten russische Nachrichtenagenturen Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Freitag. Die Gespräche sind demnach für Dienstag und Mittwoch angesetzt. Aus der Ukraine wurde bestätigt, dass sich die Delegation aus Kiew auf die Gespräche in der Schweiz vorbereite.
Kallas fordert EU-Schulden für Verteidigung
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat sich kurz vor der Münchner Sicherheitskonferenz für gemeinsame europäische Schulden zur Finanzierung von Verteidigungsausgaben ausgesprochen. Die gemeinsame Kapitalaufnahme mache Kredite für alle günstiger, sagte Kallas im Gespräch mit „Table.Briefings“. Deshalb sei dieser Schritt sinnvoll – auch wenn sie „die Sensibilitäten in der deutschen öffentlichen Debatte“ darüber sehr gut verstehen könne.
Europa bleibt für USA Verbündeter, aber nicht mehr so eng
Die USA wollen zwar weiter fester Bündnispartner der NATO und damit Verbündeter der Europäer sein, sehen in der Verteidigung ihres Landes und der umliegenden Regionen aber die Priorität. Das geht aus der neuen nationalen Verteidigungsstrategie der Regierung von US-Präsident Donald Trump hervor. Auch die Abschreckung gegenüber China wird darin hervorgehoben.
Frankreich ruft zu NATO-Übung auf Grönland auf
Frankreich schlägt inmitten des Streits um Grönland eine NATO-Übung auf der Arktis-Insel vor. Frankreich sei bereit, „dazu beizutragen“, teilte der Elysée-Palast am Mittwoch mit. Grönland gehört als autonomes Gebiet zum NATO-Mitgliedsstaat Dänemark. US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Wochen immer wieder einen Besitzanspruch auf Grönland erhoben und dies mit nationalen Sicherheitsinteressen der USA in der Arktis begründet.
Kopenhagen und Nuuk schlagen NATO-Mission auf Grönland vor
Dänemark und Grönland haben eine NATO-Mission für Grönland vorgeschlagen. Dies sagte der dänische Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen Montagabend im Beisein der grönländischen Außenministerin Vivian Motzfeldt in Brüssel nach einem Gespräch mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte zum dänischen Sender DR. US-Präsident Donald Trump beansprucht die zu Dänemark gehörende autonome Insel für sich. Mit dieser Maßnahme soll Trump von der Übernahme der Arktis-Insel abgebracht werden.
Trump lädt Putin in Gaza-Friedensrat ein
Russlands Staatschef Wladimir Putin ist von US-Präsident Donald Trump in dessen „Friedensrat“ für den Gazastreifen eingeladen worden. Das teilte das Präsidialamt in Moskau am Montag mit. Moskau prüfe den Vorschlag und hoffe auf diesbezügliche Kontakte mit Washington. Das Gremium soll den Friedensprozess im Gazastreifen betreuen. Auch Großbritannien ist bereit, eine Rolle in der zweiten Phase des Waffenstillstands in Gaza zu spielen, sagte Premierminister Keir Starmer.
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