Vertragsverhandlungen
Positionen völlig festgefahren – Lehrer: Kein Vor und kein Zurück
Im Schach würde man die Situation wohl als Patt bezeichnen: Kein Spieler ist Schach matt, aber ein Zug nicht mehr möglich. Genau das scheint mit der Vorbedingung, die den Gewerkschaften in der „letter of intent“ (LOI) für den Beginn der Vertragsverhandlungen gestellt wurde, der Fall zu sein: Ohne Ausflüge kein Geld. „Wir können diese Absichtserklärung so nicht unterzeichnen“, heißt es unisono von ASGB bis SGB/CISL. Landeshauptmann Arno Kompatscher nimmt's zur Kenntnis: „Dann ist es halt so.“
Gewerkschaften sauer: „Für uns nur Brosamen“
Saftige Gehaltssprünge bei den Führungskräften, aber kein Geld mehr für den Rest der öffentlichen Bediensteten: Nach der ersten Verhandlungsrunde zum BÜKV am Dienstag haben die Fachgewerkschaften die Nase gestrichen voll – und denken laut über Streiks nach.
Hausärzte: „Haben keine Verhandlungen abgebrochen“
„Wie kann man denn Verhandlungen abbrechen, die noch gar nicht begonnen haben?“: Dr. Domenico Bossio (FIMMG) schäumt vor Wut nach den Aussagen von Landesrat Dr. Hubert Messner. Auf die Kritik der Ärztegewerkschaft FIMMG zu den fehlenden Vertragsverhandlungen hatte er geantwortet, die Gewerkschaften hätten diese abgebrochen.
Hausärzte wettern: „Mit leerem Säckl nicht zur Hochzeit“
In den Reihen der Hausärzte brodelt es. „So kann es nicht weitergehen“, wettert Dr. Domenico Bossio von der Ärztegewerkschaft FIMMG. Die Verhandlungen zum lokalen Zusatzvertrag stockten, die Finanzmittel reichten hinten und vorne nicht, geplant werde, ohne die Gewerkschaften einzubeziehen: Das sind nur einige der Kritikpunkte, die das Blut der Ärzte in Wallung bringen. „Wir brauchen dringend ein Treffen mit dem Landesrat“, fordert Dr. Bossio – und kündigt notfalls Protestmaßnahmen an.
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