Vorsorge
So will das Land Altersarmut vorbeugen
In Südtirol lag 2024 das Risiko von Armut betroffen zu sein bei 6,6 Prozent (Eurostat-Erhebung vom Mai 2025). Besonderes im Alter nimmt dieses Risiko zu. „Als Land können wir nur begrenzt direkt auf Faktoren wie Renten, Inflation oder Vorsorgeleistungen einwirken, da die Zuständigkeiten dafür beim Staat beziehungsweise bei der Region liegen. Dennoch ergreifen wir, wo möglich, zusätzliche Maßnahmen, um damit aktiv der Altersarmut vorzubeugen“, betont Soziallandesrätin Rosmarie Pamer.
Achtung bei Nüssen, Kastanien & Co.: Erstickungsrisiko bei Kindern
Sechs bis acht Bronchoskopien in Vollnarkose werden im Bozner Spital jedes Jahr durchgeführt – um Fremdkörper bei Kindern zu entfernen. Den Kleinen fehlen nämlich die hinteren Backenzähne, darum sollten sich Kinder besonders in der Adventzeit von Erdnüssen, Nüssen, Mandeln, Kastanien usw. fernhalten, rät der Südtiroler Sanitätsbetrieb.
Präventionsplan: So sollen die Südtiroler gesund alt werden
„Die Zahl der chronischen Erkrankungen steigt. Vorbeugende Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass die Menschen länger gesund alt werden“,sagt Sanitätsdirektor Dr. Josef Widmann. „Und Prävention muss immer wieder nachgeschärft werden.“ Mit dem Landespräventionsplan 2026–2030 will man die Weichen jetzt neu stellen.
Wie wir unsere starken Jahre verlängern
Seit jeher hofft der Mensch auf ein langes Leben. Und tatsächlich erreichen heute so viele Menschen ein hohes Alter wie nie zuvor. Doch dieser Fortschritt hat einen Haken: Es sind vor allem die schwachen, kranken Jahre, die zunehmen – nicht die gesunden. Damit sich dies ändert, müsse man frühzeitig eingreifen – durch gezielte und regelmäßige Vorsorge, sagt Dr. Christian Raffeiner, Facharzt für Allgemeinchirurgie in der Martinsbrunn Parkclinic in Meran.
Nicht nur Hoden und Prostata: Auch psychische Gesundheit braucht Vorsorge
Im Aktionsmonat „Movember“ steht nicht nur die körperliche, sondern auch die psychische Gesundheit des Mannes im Fokus. „Schon bei der körperlichen Vorsorge traut Mann sich nicht an seinen Intimbereich heran – seelische Prävention ist noch schwieriger, weil Männer nicht sonderlich gut auf die Psyche achten“, weiß Dr. Roger Pycha, Primar des Psychiatrischen Dienstes im Gesundheitsbezirk Brixen.
Früher an die Zusatzrente – so geht's
Gar einige, die vor dem gesetzlichen Rentenalter aus dem Berufsleben ausscheiden, suchen nach einer finanziellen Brücke bis 67. Eine attraktive Lösung bietet die „RITA – Rendita Integrativa Temporanea Anticipata“. Sie ist steuerlich begünstigt und bringt frühe Liquidität. Doch Vorsicht: Ob die RITA nach der nächsten Pensionsreform bestehen bleibt, ist ungewiss.
Die geplante Pflegeversicherung rückt näher
Pflege im Alter ist eine kostspielige Angelegenheit, egal ob Pflege zuhause oder Pflege in einem Seniorenheim – 1.800 Euro pro Monat mindestens. Im Gespräch mit Soziallandesrätin Rosmarie Pamer und Markus Raffeiner von der Südtiroler Sparkasse schaut sich STOL-Reporter Ivo Zorzi an, was die Zukunft bringen wird, Stichwort Pflegeversicherung des Landes und Privatversicherung.
Rente ab Geburt: Südtirols Babys werden zu Mini-Sparern
Rentenpolitik beginnt bei den Kleinsten – und zwar bei den 8.000 Babys, die jährlich in Südtirol und dem Trentino zur Welt kommen. Einstimmig gaben die Gesetzgebungskommissionen des Regionalrats grünes Licht, deren Beitritt zu einem Zusatzrentenfonds ab Geburt zu unterstützen.
70 Prozent aller sexuell aktiven Menschen infizieren sich mit HP-Viren – Impfung
Humane Papillomaviren (HPV) sind weltweit verbreitet und können schwere Erkrankungen wie Gebärmutterhals-, Scheiden-, Schamlippen-, Anal-, Penis- und Rachentumore sowie Genitalwarzen verursachen. Studien zeigen: Rund 70 Prozent aller sexuell aktiven Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit HPV.
ABSTIMMUNG | Nach der Pandemie: Wie sehr achten Sie auf Ihre Hygiene?
Die Corona-Pandemie hat Spuren hinterlassen und das Hygienebewusstsein der Menschen verändert. Zumindest für eine Zeit lang: Wie eine Studie der britischen Universität Surrey zeigt, verzichtet fast die Hälfte der Menschen auf das Händewaschen nach dem Toilettengang im Krankenhaus. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage: Hat die Pandemie Ihr Hygienebewusstsein nachhaltig verändert?
Zeckensommer 2025: Was jetzt in Südtirol wichtig ist – Schutz, Gefahr und Vorsorge
Mit den steigenden Temperaturen beginnt auch in Südtirol die Zeckensaison. Die kleinen Spinnentiere halten sich nicht nur in Wäldern und hohem Gras auf, sondern zunehmend auch in städtischen Grünanlagen, auf Spielplätzen und in Hausgärten. Fachleute gehen davon aus, dass 2025 erneut ein zeckenreiches Jahr werden könnte.
Darmkrebs: Früh erkannt, Gefahr gebannt
Darmkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen – bei Männern wie bei Frauen steht er jeweils auf Platz zwei der Krebsstatistik, gleich hinter Prostata- bzw. Brustkrebs. „Was viele nicht wissen: Im Gegensatz zu vielen anderen Krebsarten kann Darmkrebs in den meisten Fällen durch Vorsorgemaßnahmen vermieden oder in einem sehr frühen Stadium erkannt und geheilt werden“, betont der Facharzt für Gastroenterologie, Dr. Ronald Radmüller.
Der richtige Start ins Leben: Was Mütter und ihre Neugeborenen brauchen
Heute ist Weltgesundheitstag. Er steht dieses Jahr unter dem Motto „Gesunde Mütter, gesunde Zukunft“. Dr. Hubert Messner ist Südtirols Gesundheitslandesrat, aber auch Neugeborenenmediziner. Im Interview verrät der Experte, was für Mütter und Babys von zentraler Bedeutung ist, um Komplikationen vorzubeugen.
Brustkrebs: Gute Screening-Werte, aber es geht noch besser
Im Jahr 2023 kamen 61 Prozent der 50- bis 69-jährigen Südtirolerinnen der Einladung des Krebszentrums für das landesweite Mammographie-Screening Programm nach. Diese Altersgruppe hat laut Statistik das größte Risiko, an Brustkrebs zu erkranken.
Gehen Sie regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen? Stimmen Sie ab!
„Die Gynäkologen beschäftigen sich nicht nur mit der Frauenbrust; auch Männer können an Brustkrebs erkranken“, sagt Dr. Christine Brunner, Oberärztin an der Uni-Klinik für Frauenheilkunde Innsbruck. Eine frühzeitige Diagnose ist dabei wie bei jeder Krankheit entscheidend. Gehen Sie regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen – auch gegen eventuelle andere Krankheiten? Stimmen Sie ab in unserer Frage des Tages.
Gesund leben statt unnötiger Tests
Wer gesund alt werden will, tut gut daran vorzusorgen. Die wichtigste Prävention hat dabei jeder selbst in der Hand, indem er einen gesunden Lebensstil pflegt. „Gesunde werden nicht gesünder, wenn sie jede erdenkliche Untersuchung machen oder unzählige Laborwerte erheben lassen“, sagt die Hausärztin Dr. Astrid Marsoner. Eine Lanze für die Krebsvorsorge bricht der Primar für Chirurgie, Prof. Dr. Dr. Guido Schumacher. Einige Untersuchungen haben aber ihre Tücken.
Hautkrebsfrüherkennung: Eigene Haut selbst im Auge behalten
Südtirol ist ein sonnenverwöhntes Land – das hat auch seine Schattenseiten. Hautkrebs ist in Südtirol im europäischen Vergleich besonders präsent, was auf die hohe Sonnenbestrahlung, die Höhenlage des Landes und die Neigung der Südtiroler, sich im Freien aufzuhalten, zurückzuführen ist. Die Muttermalkontrolle ist die wichtigste Untersuchung zur Hautkrebsfrüherkennung. Ein Gespräch darüber mit der Dermatologin Dr. Cinzia Carriere.
Mit dem Ampel-Check die eigenen Finanzen kontrollieren
Wie steht es um meine Finanzen? Bin ich ausreichend versichert? Habe ich genug fürs Alter vorgesorgt? Wichtige Fragen, um die sich viele Menschen aber zu wenig kümmern. Pensplan Centrum will nun mit einem neuen Service, den Bürgern dabei unter die Arme greifen. „Denn vielen Menschen ist nicht klar, wie wichtig es ist, nicht nur den nächsten Autokauf, sondern auch die eigene finanzielle Zukunft zu planen“, sagt Johanna Vaja, Präsidentin von Pensplan Centrum.
Vorsorge mit PAP-Test und HPV-Impfung
Unter dem Motto „Ich schau auf mich – und du?“ sensibilisiert die Südtiroler Krebshilfe zum Thema Früherkennung und Vorsorge von Krebserkrankungen und nimmt den Internationalen Tag der Aufklärung über HPV (Humanes Papilloma Virus) am 4. März zum Anlass, um auf lebenswichtige Präventionsmaßnahmen hinzuweisen. Im Fokus: die HPV-Bestimmung und die HPV-Impfung als Vorsorge für Gebärmutterhalskrebs.
Der Primar im Interview: „Adipositas ist eine Krankheit“
Bis 2035 werden 51 Prozent der Weltbevölkerung, also mehr als 4 Milliarden Menschen, von Übergewicht oder Adipositas betroffen sein, wenn dieser Trend anhält“, sagt der geschäftsführende Primar des Dienstes für Diätetik und Klinische Ernährung, Michael Kob. Der 4. März ist Welt-Adopositas-Tag. Auch in Südtirol sind, wie auf der ganzen Welt, immer mehr Menschen davon betroffen.
6 Vorsätze, die Ihnen im neuen Jahr sehr viel bringen
Mehr Sport, weniger oder nicht mehr rauchen, gesünder essen: Die meisten Vorsätze für das neue Jahr haben eines im Sinn – die Gesundheit. Wer seine Vorhaben genau formuliert, erhöht die Chancen, auch dauerhaft dranzubleiben. Ernährung, Bewegung, Beziehung und Entspannung wesentliche Säulen der Gesundheit. Wie Sie tragende Pfeiler auch in Ihrem Jahr 2024 werden können, zeigen wir Ihnen hier.
„Impfen und Maske tragen“: Achtung bei Hörverlust
„Das Tragen von Masken und die Impfungen ist gerade jetzt vor Weihnachten ein wertvoller Beitrag zum Schutz der Risikogruppen der Bevölkerung“, meint Prof. Dr. Christian Wiedermann, Forschungskoordinator des Instituts für Allgemeinmedizin und Public Health Bozen. Auch in Südtirol sei die Infektionslage inzwischen angespannt. Wiedermann weist auch auf Covid-Folgen hin, die bisher kaum bekannt waren: Bei einigen Covid-19-Patienten sei Tinnitus neu aufgetreten oder habe sich verschlimmert.
Gebärmutterhalskrebs: Neuer Test reduziert Eingriffe
Eine neue Veröffentlichung von Dr. Martin Widschwendter, Leiter des EUTOPS (European Translational Oncology Prevention and Screening Institute) und seinem Team berichtet über einen Test (WID-qEC) zur Erkennung von Gebärmutterkrebs, der bei Frauen während oder nach den Wechseljahren mit abnormalen vaginalen Blutungen die Aussagekraft der derzeitig eingesetzten Verfahren deutlich übertrifft.
Brustkrebs: „Screening zwischen 45 und 74 Jahren“
Diagnose Krebs – laut einer neuen internationalen Studie erkranken immer mehr jüngere Menschen daran. Viele Vorsorgeuntersuchungen beginnen aber erst ab 50 Jahren. Diese komplexe Thematik wird auch in Fachkreisen immer wieder diskutiert. Bei Brustkrebs zum Beispiel plädiert Dr. Herbert Heidegger, Primar für Gynäkologie am Meraner Krankenhaus, für eine Ausweitung der Mammografie-Screenings.
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