Waldbrände
Spanien brennt: Internationale Hilfe eingetroffen
In mehreren Regionen Spaniens wüten die schlimmsten Waldbrände seit Jahrzehnten. Inzwischen sind Feuerwehren aus Italien, Deutschland, Frankreich, Niederlande, Finnland, Tschechien und Slowakei vor Ort eingetroffen und helfen bei der Brandbekämpfung.
Waldbrände zerstörten heuer bereits 31.000 Hektar Fläche in Italien
Italien ist erneut stark mit Waldbränden konfrontiert. Zwischen 1. Jänner und 18. Juli 2025 wurden im ganzen Land insgesamt 653 Brände registriert, die eine Fläche von 30.988 Hektar zerstörten – das entspricht etwa 43.400 Fußballfeldern. Damit brannten im Durchschnitt 3,3 Feuer pro Tag, wobei pro Brand rund 47,5 Hektar Fläche verwüstet wurden. Besonders stark betroffen sind der Süden Italiens sowie die Inseln Sardinien und Sizilien.
Waldbrände in der Türkei – Auch Urlaubsregion Antalya betroffen
In der Türkei kämpfen Einsatzkräfte gleich in mehreren Provinzen gegen in Wäldern und Büschen wütende Feuer. In der Urlaubsregion Antalya seien Einsatzkräfte in drei Gemeinden aus der Luft und am Boden gegen Brände im Einsatz, schrieb die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu.
Waldbrände in Kanada: Evakuierungen in weiteren Provinzen
Wegen der großen Waldbrände in Kanada haben zwei weitere Provinzen Evakuierungen angeordnet. Auch in Ontario und British Columbia forderten die Behörden am Montag (Ortszeit) die Bewohner von Waldbrandgebieten auf, sich vor den Flammen in Sicherheit zu bringen. Im ganzen Land kämpft die Feuerwehr inzwischen gegen mehr als 220 Brände, von denen etwa die Hälfte bisher nicht unter Kontrolle gebracht werden konnte.
Mehr als 31.000 müssen vor Waldbränden in Kanada fliehen
Wegen der großen Waldbrände in Kanada haben die Behörden weitere Evakuierungen angeordnet. Mehr als 31.000 Menschen wurden bis Mittwoch angewiesen, sich vor den Flammen in Sicherheit zu bringen. Im ganzen Land kämpft die Feuerwehr inzwischen gegen mehr als 200 Feuer, die insgesamt schon mehr als 2,2 Millionen Hektar Land - eine Fläche größer als Israel - vernichtet haben. Mehr als die Hälfte der Feuer konnte bisher nicht unter Kontrolle gebracht werden.
Heftige Waldbrände in Kanada: Mehr als 17.000 Menschen evakuiert
Im Zentrum Kanadas sind infolge heftiger Waldbrände mehr als 17.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Es handle sich um „die größte Evakuierungsaktion“ in der Provinz Manitoba „seit Menschengedenken“, sagte Manitobas Premierminister Wab Kinew am Mittwoch vor Journalisten. Für die gesamte Provinz sei der Notstand ausgerufen worden. Opfer wurden bisher nicht gemeldet. Erst kürzlich waren bei schweren Waldbränden in der Provinz zwei Menschen ums Leben gekommen.
Brandursache abgelagerte Asche: Verboten, schädlich, teuer
„In den vergangenen Wochen wurden 2 Waldbrände in verschiedenen Landesteilen verzeichnet, obwohl die Brandgefahr derzeit nicht hoch ist“, berichtet der Direktor des Landesamtes für Forstplanung Marco Pietrogiovanna: „Brandursache war heiße Asche, die am Straßenrand in bewaldeten Gebieten abgelagert worden war.“ Der Amtsdirektor erinnert daran, dass es verboten ist, in den Wäldern in irgendeiner Weise Brände zu verursachen.
Sardinien brennt: Feuer zerstören auch Boote
Weite Teile der italienischen Mittelmeerinsel Sardinien stehen in Flammen, die Waldbrände im Westen und Süden des Urlaubsparadieses sind weiter außer Kontrolle. Die Feuerwehren stehen rund um die Uhr im Einsatz, doch das Feuer macht auch vor Booten nicht halt.
Dieser Meraner leitet die „größte grüne Polizeikraft in Europa“
Seit 20. Juli steht Armeekorpsgeneral Andrea Rispoli an der Spitze des Carabinierikommandos mit gesamtstaatlicher Zuständigkeit für Forst-, Umwelt-, Agrar- und Lebensmittelschutz (Cufaa) in Rom. Im Interview spricht der gebürtige Meraner über den Kampf der „größten grünen Polizeikraft in Europa“ gegen Waldbrände, Lebensmittelbetrug und für den Tierschutz sowie über die zunehmende Sensibilität der Bürger für die Umwelt.
Urlauberfamilie aus Südtirol flieht vor den Flammen in Apulien
Eigentlich sollte es ein entspannter Strandurlaub mit der Familie werden. Als am Dienstag allerdings ein Waldbrand immer näher an die Hotelanlage rückte, beschließen Heidi Mahlknecht und ihr Ehemann sich und ihre beiden Kinder auf eigene Faust in Sicherheit zu bringen. Vom Personal des Hotels fühlen sie sich dabei im Stich gelassen.
Satellitenbilder zeigen Ausmaß der verheerenden Brände auf Rhodos
Copernicus ist das Erdbeobachtungsprogramm, das von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und der Europäischen Kommission betrieben wird. Es bietet Informationsdienste auf der Grundlage von satellitengestützter Erdbeobachtung und In-situ-Daten (Nicht-Weltraumdaten) an. Einer der 6 Kerndienste von Copernicus ist das Katastrophen- und Krisenmanagement. Derzeit stehen die verheerenden Bränden auf der griechischen Insel Rhodos im Fokus.
Rhodos: Meraner berichtet von Flammeninferno
Unzählige Urlauber mussten von der griechischen Insel Rhodos evakuiert werden. Darunter auch der Meraner Manuel Hillebrand und seine Familie. Mit Bussen und zu Fuß mussten sie sich in Sicherheit bringen, wie er schildert. Derzeit wüten auf der griechischen Insel verheerende Waldbrände.
Kanada: Soldaten bekämpfen Flammeninferno
Der Kampf gegen die Waldbrände in Kanada dauert an. Tausende Quadratkilometer Land sind durch die ungewöhnlich frühen Waldbrände in diesem Jahr schon verbrannt. Allein in der Provinz Alberta wurden am Sonntag 89 Feuer gezählt, 15 mehr als am vergangenen Freitag. Premierminister Trudeau stattete Soldaten, die in der Region gegen die Flammen kämpfen, einen Besuch ab.
35 Waldbrände allein im Juli – „Löschen ist harte Knochenarbeit“
„Es ist eher unwahrscheinlich, dass all diese Brände durch eine Unachtsamkeit Einzelner bzw. durch natürliche Ursachen entstanden sind“: So bringt Hauptbrandinspektor Marco Baldasso von der Bozner Berufsfeuerwehr auf den Punkt, was sich in diesem Sommer in Südtirols Wäldern bzw. im freien Gelände abspielt. Wurden im Juli 2021 insgesamt 7 Waldbrände verzeichnet, waren es heuer schon 35, also 5 Mal so viele.
Feuerteufel in Bozen: „Jetzt ist das Limit überschritten“
„Einen solchen Pyromanen hat es in Bozen noch nie gegeben“: Für Vizebürgermeister und Zivilschutzstadtrat Luis Walcher ist das Maß jetzt voll. Auch gestern gingen die Brände auf den Hängen um Bozen, speziell auf dem sogenannten Schafbühel, weiter. Ein Mehrfamilienhaus im Glaningerweg musste evakuiert werden. + von Ursula Pirchstaller
Großfeuer wüten in Spanien
Mehrere Waldbrände wüten in der spanischen Region Katalonien: Bereits mehr als 1000 Hektar Wald und Buschwerk wurden in Asche verwandelt. Die anhaltende Hitzewelle, bei der aktuell Temperaturen von über 40° Celcius erreicht werden, begünstigt die Großfeuer. Hunderte Feuerwehrleute sind im Einsatz, um die Flammen zu bekämpfen.
Überwachungskamera filmt Brandstifter beim Zündeln
Die Forstwache der Carabinieri in Lagonegro in der Region Basilikata ist einem Brandstifter auf die Schliche gekommen. Aufnahmen einer versteckten Überwachungskamera an einem Forstweg zeigen den Mann, wie er vom Scooter aus mit einem Feuerzeug die Vegetation in Brand steckte. Nun wurde der Mann identifiziert und unter Hausarrest gestellt.
1000 Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen in Spanien
Im Süden Spaniens haben die Waldbrände in nur 4 Tagen rund 70 Quadratkilometer Wald zerstört, das entspricht ca. 10 Mal der Fläche des Reschensees. 1000 Feuerwehrleute stehen im Einsatz, inzwischen wurden zur Verstärkung auch Soldaten einberufen.
Südtirol unterstützt deutsche Hilfszüge auf ihrem Weg nach Griechenland
Aus mehreren Bundesländern Deutschlands wurden Hilfszüge zur Bekämpfung der Waldbrände in Griechenland zusammengestellt. Die meisten wählen die Route über Italien, um auf dem Schiffsweg Griechenland zu erreichen. Die Agentur für Bevölkerungsschutz hat diese bei der Organisation von Fähren und durch Ruhepause-Möglichkeiten bei der Berufsfeuerwehr in Bozen unterstützt.
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