Wohnbaureform
Wohnbaureform: Kritik von rechts und links
Heute kommt die Wohnbaureform – eine Co-Produktion der Landesräte Luis Walcher, Peter Brunner und Ulli Mair, zur Behandlung in den Landtag. Doch im Vorfeld hagelt es Kritik – und Änderungsanträge: 120 wurden eingereicht. Und vom Heimatpflegeverband erreicht Abgeordnete und Landesregierung ein eindringlicher Appell umzudenken.
„Ball liegt dann bei der Landesregierung“
Nach der Anhörung hat der IV. Gesetzgebungsausschuss des Landtages am Donnerstag die in seine Zuständigkeit fallenden Artikel des Landesgesetzentwurfes zur Wohnreform behandelt und genehmigt. Im Juni soll das Gesetz im Plenum diskutiert werden . „Dann hängt viel davon ab, wie die Landesregierung die unterschiedlichen Förderungen ausgestalten wird“, kommentiert Zeno Oberkofler (Grüne), Mitglied des IV. Gesetzgebungsausschusses.
Wohnbaugesetz wohl im Juni im Plenum
Zuvor hatte es in der SVP-Fraktion der Zeiten wegen Kontroversen gegeben, letzten Endes hatte die Mehrheit das Nachsehen. Der 4. Gesetzgebungsausschuss wird am kommenden 14. April Experten und Betroffene zum Wohnbaugesetz anhören. Das wurde bei der gestrigen Sitzung beschlossen.
SVP im Zwiespalt: Anhörung zum Wohnbaugesetz auf der Kippe
„Einige wollen das Wohnbaugesetz verzögern“, giftet Harald Stauder. Wohl auch an die Adresse seiner eigenen SVP-Fraktion. Der 4. Gesetzgebungsausschuss berät heute nämlich über einen Antrag der Opposition, eine Anhörung von Experten und Stakeholdern zum Gesetz abzuhalten – und den hat Franz Locher mitunterzeichnet. Nach einer „Kopfwäsche“ in der Fraktion zögert Locher aber, und es liegt an Präsidentin Waltraud Deeg, ob der Antrag durchgeht. „Wir haben bisher Anhörungen zu allem und jedem genehmigt“, so die Ex-Wohnbaulandesrätin.
Wohnbau: Mehrheit noch lange nicht sicher
Der Kampf ums neue Wohnbaugesetz im Landtag ist eröffnet – und es wird ein harter. „Viele sind überzeugt, dass Wohnen mit diesem Gesetz nicht günstiger wird“, sagt Sepp Noggler (SVP). Die Liberalisierung des Zugangs zu konventionierten Wohnungen werde Nachfrage und Preis in die Höhe treiben. „Zudem braucht es mehr Angebot, doch davon lese ich im Gesetz wenig“, so Oppositionsführer Paul Köllensperger. Ulli Mair und Peter Brunner kontern, schießen aber auch aufeinander Giftpfeile ab.
„Zwischen Brunner und Kompatscher war die Luft zum Schneiden“
In Südtirol soll neuer Wohnraum zu 100 Prozent für Ansässige reserviert sein. Damit setzte sich der Landeshauptmann gestern nach hitziger Debatte der Landesregierung durch. Allerdings verweigerten ihm mit Marco Galateo, Christian Bianchi und den maßgeblich an der Wohnreform beteiligten Peter Brunner und Luis Walcher gleich 4 Landesräte die Gefolgschaft.
Wohnbaureform: Was die Privatvermieter dazu sagen
Das ausgeuferte Modell der Kurzzeitvermietung soll in Südtirols Tourismus künftig keine Rolle mehr spielen. Was die Privatvermieter dazu sagen. Und, wie groß ist der Einfluss der touristischen Vermietung auf den Wohnungsmarkt wirklich? Ein Interview mit Hannes Gasser, Präsident der Privatvermieter (Südtirol privat).
Südtirols Wohnbau-Revolution: Die Reaktion der Experten
Mehr Wohnraum für Ansässige, hohe Strafen von bis zu 30.000 Euro für zweckentfremdet genutzte Appartements, eine schlankere Wohnbauförderung, geschlossene Höfe nur für Bauern: Wie berichtet, hat es die Wohnbaureform in sich. Aber was sagen Südtirols Wohnbau-Experten dazu?
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