Wohnungsnot
Immer mehr Menschen in Südtirol haben kein Zuhause
Immer mehr Menschen in Südtirol haben kein Zuhause oder leben in unsicheren Wohnverhältnissen. Darauf weist die Caritas heuer zu Beginn ihrer Kampagne „Not ist näher als du denkst" hin, die rund um den Caritas-Sonntag am 16. November stattfindet. Es wird dabei auf die zunehmende Wohnungsnot aufmerksam gemacht und die Bevölkerung um Solidarität und Spenden zu bitten.
Wohnbau: Mehrheit noch lange nicht sicher
Der Kampf ums neue Wohnbaugesetz im Landtag ist eröffnet – und es wird ein harter. „Viele sind überzeugt, dass Wohnen mit diesem Gesetz nicht günstiger wird“, sagt Sepp Noggler (SVP). Die Liberalisierung des Zugangs zu konventionierten Wohnungen werde Nachfrage und Preis in die Höhe treiben. „Zudem braucht es mehr Angebot, doch davon lese ich im Gesetz wenig“, so Oppositionsführer Paul Köllensperger. Ulli Mair und Peter Brunner kontern, schießen aber auch aufeinander Giftpfeile ab.
Otto-Huber-Kaserne: „Sofort mit den Baggern auffahren“
Das Gelände der Otto-Huber-Kaserne in Bozen soll künftig zu Wohnungen für den Mittelstand umfunktioniert werden. Das ist der Plan der Gemeinde Bozen. Für die Bewohner der Kaserne gibt es dagegen einen Umzug in die „Vittorio-Veneto“-Kaserne in Gries – dieser ist für das Jahr 2028 geplant.
Absolutes Unding: Rund 100 Wohnungen der Gemeinde Bozen stehen leer
Hunderte Arbeiter sind in Bozen auf Wohnungssuche und auf Wartelisten eingetragen, viele sind gezwungen, auf Notschlafstätten zurückzugreifen. Andere wohnen in Campern, obwohl sie einer Arbeit nachgehen - eine Mietwohnung in Bozen können sie sich nicht leisten. Auf der anderen Seite stehen gut 100 Wohnungen im Besitz der Gemeinde leer.
Der Plan gegen Wohnungsnot: 550 Euro für 80 Quadratmeter
Die Wohnungsnot in Südtirol wird immer akuter: Viele Wohnungssuchende, die keine WOBI-Wohnung bekommen, weil ihr Einkommen knapp zu hoch ist, schaffen es nicht, die hohen Mieten auf dem freien Markt zu stemmen. Deshalb wenden sich immer mehr von ihnen Hilfe suchend an Gemeinde- und Landespolitiker. Zumindest für einige von ihnen will die Landesregierung nun die Voraussetzungen schaffen, damit sie eine WOBI-Mietwohnung zum„bezahlbarem Mietzins“ erhalten.
Kompatscher stellt Rom die Rute ins Fenster
Die SVP hat alles auf die Meloni-Karte gesetzt, um die Autonomie zu reformieren, doch es stockt in Rom. Jetzt stellt Landeshauptmann Arno Kompatscher die Rute ins Fenster: Sollte Rom nicht liefern, falle die „wesentliche Grundlage für die Regierungsvereinbarung in Südtirol“ mit Lega und Fratelli weg.
Wo das Wohnbauinstitut das Vorkaufsrecht haben soll
Landauf, landab warten Häuslbauer hart auf das Wohnen mit Preisbindung, mit dem das geförderte Dach über dem Kopf 25 Prozent billiger werden soll. In den 21 Gemeinden mit Wohnungsnot werden private Interessenten das Angebot aber mit einem öffentlichen Konkurrenten teilen müssen: „Das Wobi (Wohnbauinstitut, Anm.d.Red.) erhält ein Vorkaufsrecht“, sagt Landesrat Peter Brunner.
Endlich! So sorgt das Land bald für billigere Wohnungen
Für das Eigenheim in einem Reihenhäuschen legen Südtirolerinnen und Südtiroler schon mal 700.000 bis 800.000 Euro aus. Wer kann sich das noch leisten? Nur wenige. Mit dem Konzept „Wohnen mit Preisbindung“ soll Wohnraum deutlich billiger werden. Hier erfahren Sie, wo das Land dabei ansetzt.
Zelt als Zuhause trotz fixem Job
Rund 1000 Menschen hat die Caritas im Jahr 2023 ein Dach über dem Kopf gegeben. Vielen anderen konnte nicht geholfen werden. „Trotz Festanstellung übernachten sie oft in Zelten oder Autos“, sagt die Caritas-Direktorin, Beatrix Mairhofer, die gestern über das Wirken der Caritas im Jahr 2023 Bilanz zog.
Geförderter Wohnbau: Zahlreiche Verstöße und was man dagegen tun will
Beim geförderten Wohnbau gibt es strenge Regeln, doch nicht immer werden sie eingehalten. Immer wieder gibt es Fälle, in denen konventionierte Wohnungen als Zweitwohnungen dienen, leer stehen oder Personen ohne Anrecht – etwa Touristen – darin wohnen. Bei jeder achten von der AWA (Agentur für Wohnbauaufsicht) 2023 unter die Lupe genommene Wohnung gab es Verstöße gegen die Auflagen.
Ärgerliche Entwicklung in Meran: Was Wohnungen noch teurer macht
Eine Wohnung ist ein gut gemauerte Geldanlage. Daher boomt auch in Meran der Wohnungsmarkt – aber viele Einheimische auf Wohnungssuche können bei den horrenden Preisen nicht mithalten. Eine amtliche Bewilligung sorgt jetzt nicht nur in Meran dafür, dass Wohnungen noch teurer werden und für Einheimische völlig außer Reichweite geraten.
Fehlende Studentenbetten: Italien setzt jetzt Kommissar ein
Schon seit langer Zeit protestieren Schüler und Studenten in Italien gegen zu wenig Plätze in Studentenheimen und gegen hohe Mieten für Unterkünfte auf dem freien Wohnungsmarkt. Jetzt soll ein von der Regierung Meloni eingesetzter Kommissar dafür garantieren, dass diese Probleme gelöst werden.
Unglaublich, aber leider wahr: Trotz Arbeit nicht genug Geld für eine Wohnung
Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel. So in etwa lässt sich das Schicksal der derzeit 23 Bewohner des Heims für obdachlose Arbeiter in Sinich grob umreißen. Die Einrichtung, von der Burggräfler Bezirksgemeinschaft geführt, von der Gemeinde Meran finanziert, bietet für 5 Euro pro Nacht eine Bleibe.
Renzo Caramaschi: Womit er den Menschen in Erinnerung bleiben möchte
Mit 78 Jahren und Covid-Infektion nicht im Bett, sondern bis 4 Uhr in der Früh online bei der Gemeinderatssitzung: Wer tut sich so was an? Trotz dieser Härten des Amtes würde Bozens Bürgermeister Renzo Caramaschi im Jahr 2025 eine dritte Amtszeit anhängen, wenn er denn dürfte. Warum?
Nicht genützte Wohnungen und Betriebsgebäude: Das tun die Gemeinden
Ob leer stehende Wohnung oder brach liegendes Betriebsgelände – in mittlerweile 70 Gemeinden des Landes ist man dabei, die Leerstände zu erheben. „Das ist aber zweifelsohne der einfachere Teil der Aufgabe“, sagt Gemeindenchef Andreas Schatzer.
Betten für Touristen statt für Einheimische – Fatal für die Ladiner
„Wir alle haben gedacht, das Problem betreffe nur Ampezzo. Da haben wir uns aber getäuscht“, sagt Beppe Detomas, der Procurador der Talgemeinschaft Comun General de Fascia. Er bezieht sich auf die bestehende Wohnungsnot und die unweigerlich daraus folgende Abwanderung – und auf die fatalen Folgen für die Ladiner.
In diesen 15 Gemeinden ist die Wohnungsnot besonders groß
Im Landtagswahlkampf war die Wohnungsnot bzw. das Fehlen von bezahlbarem Wohnraum im Lande eines der Kernthemen.Aber die Not ist nicht überall im Lande gleich groß – und es gibt sogar Gemeinden, in denen erschwinglicher Wohnraum zu haben sein dürfte.
Für Einheimische gebaut, aber als Zweitwohnungen verkauft
Die Wohnungsnot ist in einigen Zonen Südtirols geradezu extrem. Umso ärgerlicher ist es, dass jedes Jahr bis zu 500 Wohnungen auf dem Zweitwohnungsmarkt landen – obwohl sie als leistbarer Wohnraum für Einheimische gebaut und sogar mit Landesgeld gefördert wurden. Wie ist das möglich?
Teures Wohnen in Bozen: „Noch nie war die Situation so ernst“
In Bozen zu wohnen, ist teuer. Seit Jahren sind die hohen Kosten bekannt. „Doch noch nie war das Problem so ernst und besorgniserregend wie heute.“ Darauf machte am Freitag der Präsident des Verbandes der Hauseigentümer, Alberto Boscarolli, aufmerksam. Und er legte einige Ideen vor, wie man das Problem aus seiner Sicht abmildern könnte.
In diesen Gemeinden werden neue Sozialwohnungen gebaut
Für viele, die auf der Suche nach einer erschwinglichen Wohnung sind, ist das ein Funken Hoffnung: In den nächsten 3 Jahre baut das Wohnbauinstitut (Wobi) landesweit 617 Wohnungen. Die schlechte Nachricht: Einige Gemeinden fordern zwar lautstark neuen Wohnraum, weisen aber kaum Baugrund aus.
Was Studenten zur Wohnsituation in Bozen sagen
Zwischen hohen Preisen und begrenzter Auswahl: Die Wohnungssuche in Bozen und Umgebung ist für Studenten nicht gerade einfach. Einen Schlafplatz im Heim ergattern nur diejenigen, die sich früh genug melden. Wie sehen die Betroffenen selbst die Situation?
Wenn das Land selbst ein Schlupfloch für Schlaumeier öffnet
Um sich für eine leerstehende Wohnung die deutlich höhere GIS-Abgabe zu sparen, tricksen viele Besitzer ihre Gemeinde aus, indem sie den Wohnraum als Privatvermietung ausweisen. Die Gemeinden verlangen im Gegenzug eine Mindestauslastung – und dabei legt ihnen das Land einen Prügel vor die Füße. Hier die Details einer politischen Nacht- und Nebelaktion, die für Kopfschütteln und Ärger sorgt.
„Situation der Menschen ist noch schwieriger geworden“
Im Jahr 2022 haben so viele Menschen wie noch nie zuvor bei einigen Caritas-Diensten Hilfe gesucht. Entspannung sei keine in Sicht, sagt jetzt Caritas-Direktorin Beatrix Mairhofer. Seit einem Jahr steht sie an der Spitze von Südtirols größter Hilfsorganisation.
Wohnen in Südtirol nicht mehr leistbar: „Haben nun ein Haus mit Garten“
Wieder einmal beschäftigte sich der Südtiroler Landtag kürzlich mit dem Thema „leistbares Wohnen“. Evi Kerschbaumer (31) aus Girlan interessiert das nicht mehr. Viele Jahre suchte sie in Südtirol eine passende Bleibe für ihre Familie. Im Dezember ist die Vierfach-Mama mit Kind und Kegel ausgewandert. + Von Martina Hofer
10 Jahre Haus Freinademetz: „Wohnungsnot“ nimmt nicht ab
Seit 10 Jahren führt die Caritas in Haslach-Oberau das „Haus Freinademetz“ – ein Grund zum Feiern, aber auch zum Nachdenken über das immer noch aktuelle Thema der „Wohnungsnot“. Mit dem „Haus Freinademetz“ hat die Caritas in diesem Zusammenhang gute Erfahrungen gemacht: Es ist ein Haus der Gemeinschaft, sei es für die Menschen, die hier Unterkunft finden, als auch für die Nachbarschaft, mit der es ein gutes Miteinander gibt.
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