Wolfsrisse
Lämmer und Schafe in Siedlungsgebieten gerissen: Risikowolf abgeschossen
Nach der Abschussverordnung für einen Risikowolf in mehreren Osttiroler Gemeinden wurde das Exemplar in der Nacht auf heute entnommen: Das berichtet das Bundesland Tirol in einer Aussendung. „Mehrere Rissereignisse in unmittelbarer Siedlungsnähe haben deutlich gemacht, dass Handlungsbedarf besteht. Wir haben daher schnell reagiert“, betont Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler.
Mit mulmigem Gefühl auf die Alm: Bauern von der Politik enttäuscht
Die Wetterbedingungen sind launisch, aber das hält den Almauftrieb nicht auf: Die ersten Nutztiere befinden sich schon an ihrem „Sommerfrischeort“. Mit Schafen, Ziegen, Kälbern und Rindvieh geht aber auch die Angst vor Wolfsrissen mit auf den Berg. Bauern und Hirten sind von der Politik enttäuscht.
Wölfe: 500 Einsatzstunden, 10.000 Euro – aber kein Abschuss
„Außer Spesen nichts gewesen“, resümiert Andreas Leiter Reber (Freie Fraktion): 500 Stunden hat eine schnelle Einsatzgruppe zwischen 9. und 14. August geleistet bei ihrem vergeblichen Versuch, 2 Schadwölfe im Vinschgau zu schießen: Dies geht aus der Beantwortung einer Landtagsanfrage von Leiter Reber durch Landesrat Luis Walcher hervor.
Warum Südtirol immer noch keine Wölfe abschießt
In Südtirol konnte noch kein Abschuss eines Wolfes erfolgen, in Kärnten und Tirol dagegen schon. „Möglich macht dies die Rechtslage in Österreich, wo es keine Entsprechung zur römischen Umweltbehörde ISPRA und auch keine Möglichkeit gibt, eine Entnahmeverordnung vor Gericht anzufechten“, sagt der Geschäftsführer des Südtiroler Jagdverbands, Benedikt Terzer.
Seiser Alm: „Es war ein schreckliches Bild, das sich bot“ – Wolf reißt Schafe
„Es war ein schreckliches Bild, das sich bot: Das Schaf stand regungslos da – mit abgebissenem Euter und abgerissenem Fell über Hinterteil und Bein. Wir mussten das arme Tier notschlachten“, erzählt Marion Trocker vom Strumpflunerhof in Kastelruth. Seit 2 Wochen haben die Bauern vom Schafverein Furceles ihre Tiere auf der Seiser Alm – 2 Tiere sind tot, 18 unauffindbar.
Tiers: 2 Lämmer gerissen – 1,2 Meter hoher Elektrozaun nutzlos
Die Weidesaison beginnt, wie sie im Vorjahr geendet hat: mit Meldungen von Rissen. Vermutlich war es der Wolf oder Goldschakal, der in der Nacht auf Dienstag auf der Tierser Gemeindeweide 2 Lämmer gerissen hat. Zu Tode gekommen ist ein weiteres Lamm. Es wurde wohl im Chaos zu Tode getrampelt, als der oder die Angreifer in den Pferch eindrangen.
Die Angst vor dem Wolf überschattet Start in den Almsommer
40 Schafe sind im vergangenen Sommer auf der Nemesalm in Sexten den Wölfen zum Opfer gefallen. Die Bauern holten mitten im Sommer ihr Vieh von der Alm, der Almabtrieb wurde abgesagt. In 10 Tagen sollen nun wieder Schafe, Ziegen und Rinder aufgetrieben werden. Heuer setzt man auf Prävention und Herdenschutz, unter anderem mit einer Schäferin samt Herdenschutzhund.
Schweiz schießt ganze Wolfsrudel ab: Wie sich das auf Südtirol auswirkt
Mit drastischen Maßnahmen geht die Schweiz gegen die Wolfsplage vor. Nach fast 1500 Nutztierrissen im Jahr 2022 wird der Wolfsbestand nicht nur reguliert, sondern dezimiert: Das Bundesamt für Umwelt hat den Abschuss von 12 der insgesamt 32 Wolfsrudel genehmigt. Das hat auch Auswirkungen auf Südtirol – davon geht Landesrat Arnold Schuler aus.
Dunkle Wolken über der Almwirtschaft
Das Wetter fühlte mit den Schafbauern mit: Als die Grödner Herde von Puez kommend durch das Langental Wolkenstein erreichte, fielen Regentropfen aus den dunklen Wolken am Himmel. Ob es die bukolische Szene des Schafabtriebs nächstes Jahr noch einmal gibt, steht in den Sternen.
„Diese Alm wird verlassen bleiben“
„Nächstes Jahr gehen wir zu 90 Prozent nicht mehr hinauf auf die Alm auf Puez. Sie wird verlassen, denn es geht einfach nicht mehr“, sagt der völlig ernüchterte Hirte Andreas Pescollderungg. 15 Schafe haben Wölfe in den letzten Tagen gerissen. Seine Herde wird Pescollderungg am Donnerstag ins Tal bringen – einen Monat zu früh.
Der Wolf verdirbt die Lust am Almabtrieb: Salzburger Bauern rufen zum Boykott
Mit über 2000 Veranstaltungen wird im Salzburger Land jährlich der Bauernherbst gefeiert. Doch heuer ist alles ein bisschen anders: Während Modeschauen, Workshops oder Handwerksvorführungen wie gewohnt stattfinden, müssen die feierlichen Almabtriebe in manchen Ortschaften ausfallen. Der Grund: Viele Bauern sind von Wolfsrissen betroffen. Nach feiern ist ihnen nicht zumute. Sie wünschen sich mehr Unterstützung im Kampf gegen das Großraubwild.
Es wird ernst! In diesem Tal soll der erste Wolf erlegt werden
41 Nutztiere hat er innerhalb von wenigen Wochen gerissen, nun soll das Gewehr seinem blutigen Treiben ein definitives Ende setzen: In Südtirol wird heute der allererste Antrag auf Abschuss eines Wolfes ausgestellt. Noch in dieser Woche sollen 2 weitere Entnahme-Anträge ausgestellt werden. Welche Gemeinden dürfen auf Lösung des Problems hoffen?
Wann schießt Südtirol den ersten Wolf? Landesrat nennt den Zeitplan
Für das Südtiroler Wolfsgesetz fehlt noch die Durchführungsverordnung. Diese wird heute von der Landesregierung genehmigt. Ist dann der Weg frei, um wie in den Nachbarregionen endlich mit der Waffe gegen die Wolfsplage auf den Almen vorzugehen?
Es nimmt kein Ende: Immer mehr Tiere auf Pusterer Almen tot
Die Almen der Pfunderer Berge waren in diesem Sommer bereits mehrfach Schauplatz von Wolfsangriffen. Nun wurde auf der Hofalm in Terenten wieder ein Tier totgebissen: diesmal eine Jungkuh. Und auf der Sextner Nemesalm riss ein Wolf 4 Schafe.
Alarmstimmung: Mehrere Wölfe in Pfalzen unterwegs
In den Pfunderer Bergen gehen die Wölfe um. Mittlerweile berichten Hirten, Senner und Bauern fast täglich über Wolfsrisse auf den dortigen Almen. Nun hat es zum ersten Mal auch die Plattner Alm oberhalb von Pfalzen getroffen. Hier sind den Raubtieren 3 Schafe und ein Kalb zum Opfer gefallen. von Karl Tschurtschenthaler
Lechnerhof: Von 46 Schafen bleiben nur noch 2 Lämmer übrig
Josef Überbacher vom Lechnerhof in Rodeneck weiß nicht mehr, ob er seine Schafzucht noch weiterbetreiben wird: Von seinen 46 Jura-Schafen, die er zu Beginn des Sommers auf die Hofalm in Terenten gebracht hatte, sind ihm nach 4 neuerlichen Wolfsrissen am vergangenen Wochenende vermutlich nur die 2 Lämmer geblieben, die er vor einigen Wochen ins Tal geholt hat.
Gericht: Trentino darf Wölfe schießen
Der Trentiner Landeshauptmann Maurizio Fugatti hat diese Woche eine Abschussverordnung für 2 Wölfe im Trentino unterzeichnet. Auch die staatlichen Umweltbehörde Ispra zeigt sich damit einverstanden. Auch das Verwaltungsgericht Trient gibt die Abschüsse frei und lehnt einen Rekurs von Tierschutzverbänden ab.
2 Drittel der Schafherde zerfleischt – „So hat es keinen Sinn mehr“
Es ist in Südtirol mittlerweile leider an der Tagesordnung: In allen Teilen des Landes werden unzählige Schafe von Wölfen gerissen. So am gestrigen Donnerstag am Karersee: Auf der Privatalm zwischen dem Karer- und dem Nigerpass sah es aus wie auf einem Schlachtfeld – 10 der 17 Schafe wurden zerfleischt.
Bauer: „Von ursprünglich 67 Schafen auf der Alm leben heute noch 22“
Vor 5 Wochen haben die Bauern vom Kleinegger- und Lechnerhof in Rodeneck ihre Schafe – 67 an der Zahl – auf die Hofalm in Terenten getrieben. Davon leben heute nur noch 22. Bisher hatte der Landwirt Andreas Amort Glück: Seine Schafe blieben verschont. Doch am vergangenen Wochenende haben Wölfe erneut zugeschlagen und die Hälfte seiner Herde ausgelöscht. „Was mich zornig macht, ist vor allem der emotionale Verlust: Nun muss ich meinen Kindern erklären, dass die Tiere mit denen sie aufgewachsen sind und denen sie einen Namen gegeben haben, qualvoll gestorben sind“, sagt er zu STOL.
Abschuss von Wölfen: Wann greift Südtirol zum Gewehr?
In Kärnten wurden die ersten Problemwölfe schon abgeschossen. Das Bundesland Tirol hat am Donnerstag den Abschuss von 2 weiteren Problemtieren verfügt. Und in Südtirol? Vor einem Monat, im Juni, genehmigte der Landtag ein Gesetz mit Maßnahmen gegen Wölfe. Wann wird es umgesetzt?
Wolfsgesetz auf dem Prüfstand: Was es im Sommer 2022 bewirkt hätte
Angenommen, Südtirols neues Wolfsgesetz wäre schon im Sommer des Vorjahres in Kraft gewesen: Wie viele Wölfe hätte das Land zum Abschuss freigegeben? Diese Simulation zeigt, was das Wolfsgesetz tatsächlich taugt: Ist es eine Waffe gegen den Räuber oder eine Beruhigungspille fürs Wahlvolk?
„Mindestens 4 Wölfe in Pfitsch“ – „Habe schon wieder 11 Schafe verloren“
Es ist bereits der dritte Wolfsangriff in kürzester Zeit. In weniger als 3 Wochen hat Bartlhof-Bauer Stefan Messner am Freitagmorgen zum dritten Mal Schafskadaver gefunden. Er ist fassungslos: „Schon wieder habe ich 11 Tiere in einer Nacht verloren. 2 sind tot, 9 Schafe sind spurlos verschwunden. Wie soll das weitergehen?“ Bilder zeigen, dass mindestens 4 Wölfe in Pfitsch ihr Unwesen treiben.
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