Ärztemangel
So viele Fachärzte braucht Südtirol bis Ende 2026
Nach der jüngsten Hochrechnung der Landesregierung wurde der Bedarf an Fachärztinnen und Fachärzten in Südtirol bis Ende 2026 erhöht. „Rund 200 Personen werden bereits im Südtiroler Sanitätsbetrieb ausgebildet“, unterstreicht Sanitätsdirektor Dr. Josef Widmann. Wie viele weitere Fachkräfte benötigt das Land, um eine umfangreiche Gesundheitsversorgung zu gewährleisten?
Hausarzt ade – für tausende Südtiroler Patienten
Tausende Südtiroler Patienten müssen derzeit ihren Hausarzt neu wählen – aber nicht nur, weil langgediente Mediziner in den verdienten Ruhestand gehen: Auch junge Ärzte werfen aus Überlastung und Unzufriedenheit das Handtuch, langjährige Hausärzte steigen ebenfalls aus und wechseln in die Privatmedizin.
Patientendruck auf Südtirols (Haus-)Ärzte steigt
Staatsweit kommen nirgendwo so viele Patienten auf einen Hausarzt wie in Südtirol. Nicht viel besser sieht es bei den Kinderärzten aus. Und auch bei den Spitalsärzten pro 1000 Einwohner liegt Südtirol am unteren Ende im Regionenvergleich. Das zeigen die jüngsten Daten aus dem Gimbe-Bericht.
Ärzte: Im Dienst am Nächsten – aber am liebsten zu Bürozeiten
Der Ärztemangel ist schon lange keine Neuigkeit mehr, doch er ist nur die halbe Wahrheit. „Es gibt Fachbereiche, die massive Nachwuchsprobleme haben. Und das sind insbesondere solche, die unattraktive Arbeitszeiten wie regelmäßige Nachtschichten und gleichzeitig viel Risiko mit sich bringen“, weiß Sanitätsdirektor Dr. Josef Widmann.
Ärztemangel in Italien immer akuter
Die italienische Regierung will die Anstellung von Ärzten aus dem Ausland erleichtern. Angesichts des akuten Mangels an Gesundheitspersonal will das Kabinett die Kriterien lockern, nach denen ausländische Mediziner im öffentlichen Gesundheitssystem angestellt werden können.
So sorgen wir selbst für Ärztemangel: Ein Beispiel
Theresa (Name von der Redaktion verändert) hat heuer Matura gemacht und möchte Ärztin werden. Die Möglichkeit, das Medizinstudium an der renommierten Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU) in Salzburg über ein vom Land finanziertes Studium zu machen, war da logisch reizvoll. Geworden ist daraus nichts. Stattdessen dreht sie nun ein ganzes Jahr Däumchen, während man in Südtirol händeringend auf den Ärztenachwuchs wartet.
So will man den Hausarztberuf attraktiver machen
Eine wohnortnahe medizinische Versorgung ist für die Attraktivität des ländlichen Raumes von größter Bedeutung. Doch in Südtirol sind derzeit, wie berichtet, nur knapp 300 von 350 Stellen für Allgemeinmediziner besetzt. Pensionierungen stehen an, nur wenige Jungärzte rücken nach. Maßnahmen, um dem Hausärztemangel entgegenzuwirken, waren kürzlich Thema eines Webinars der Plattform Land.
Ein Hausarzt für jeden Südtiroler: Wie lange ist das noch möglich
Südtirol sucht händeringend nach Hausärzten. Laut Aufstellung des Gesundheitsressorts vom Juli dieses Jahres sind derzeit landesweit 88 Stellen frei. „Dennoch ist kein Patient im Land ohne Hausarzt“ betont man beim Sanitätsbetrieb. Besserung ist keine in Sicht.
Viel zu wenig Kinderärzte: Situation in Südtirol besonders alarmierend
In Italien fehlen mindestens 840 Kinderärzte. Dies geht aus einem Bericht der Gimbe Stiftung hervor. In Südtirol ist das Verhältnis zwischen Ärzten und zubetreuenden Kindern in eine besonders alarmierende Schieflage geraten: Hierzulande gibt es gerademal einen Arzt pro 1000 Patienten.
Mehr Studienplätze für Medizin: Warum die Unis dazu Nein sagen
Die Lösung des Problems liegt auf der Hand: Weil wir auf einen dramatischen Ärztemangel zusteuern, müssen die Unis eben mehr Medizinerinnen und Mediziner ausbilden. Aber Österreichs Medizin-Unis, die zum großen Teil den Nachwuchs auch für Südtirol ausbilden, wehren sich gegen mehr Studienplätze. Warum?
Südtirol will gegen dramatischen Ärztemangel vorgehen
Der Ärztemangel ist in Südtirol bereits mehr als deutlich spürbar und wird sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Höchste Zeit also, dass sich das Land nicht nur auf Unis im In- und Ausland verlässt, sondern die Sache selbst in die Hand nimmt. Das ist geplant.
Rentnergewerkschaften: „Es müssen neue Ärzte eingestellt werden“
In einer gemeinsamen Aussendung fordern alle Rentnergewerkschaften in Südtirol die Einstellung neuer Ärzte in Südtirol. Eine erhöhte Arbeitsbelastung für bereits aktive Ärzte könne keine Lösung für das Problem der langen Wartelisten im Gesundheitswesen sein.
Ärztemangel in der Pädiatrie ist sehr akut
„Wir machen ähnliche Erfahrungen wie in Bozen, aber so schlimm ist es nicht“, meint Dr. Markus Markart, Pädiatrie-Primar am Krankenhaus Brixen, auf den Vorfall am Krankenhaus Bozen angesprochen. Dort mussten am Wochenende fast 200 kranke Kinder in der Notaufnahme behandelt werden. Wegen der langen Wartezeiten bedrohte ein Vater die diensthabende Ärztin.
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